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Kulturgewinn über mehr Vertrauen, Miteinander und Kontinuität

Mit weisem Blick die Chancen nutzen / 1. April 2026

Von Uta Atzpodien

Viva! „Alle Neune“! Mit eigens dafür bestellter Kegelbahn tanzten am Wochenende Jung und Alt durch die Räume des vielfach prämierten Kulturortes LOCH und feierten ausgelassen dessen neunjähriges Bestehen. Andernorts nahe der Gathe war ich eingebunden im Kulturort INSEL, in dem in anderer Couleur mit einem Atem-Workshop und anschließendem, gut besuchtem Konzert eine feine Atmosphäre der Verbundenheit entstand: die „Musik der Stille“ von Dieter Weische (Flöte) und Rainer Sträßer (Percussion) lud ein, in diese einfach einzutauchen, inmitten zauberhafter Lichtstimmungen von Julio Escobar.

Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl

Das bewegende Erlebnis verband sich mit der jährlichen „Earth Hour“, zu der der WWF eingeladen hatte und in der mit gedimmtem – oder ganz ohne – Licht weltweit an Kulturorten, Rathäusern und Wahrzeichen unserem bedrohten Planeten gedacht wurde. Am Abend zuvor bespielte der Lichtkünstler Gregor Eisenmann die Stadionwand am Zoo. Wuppertal funkelte wieder über Kultur: Wie ein lebendiges Geflecht verwebt sich engagierte Vielfalt.

Besorgniserregend scheint derweil, dass bundesweit renommierte Organisationen wie die Amadeu Antonio Stiftung, Hate Aid oder die Bildungsstätte Anne Frank, insgesamt 200 Bildungsprojekte in ihrer kontinuierlichen Förderung gefährdet sind. Die kürzlich verkündete Neuaufstellung des Förderprogramms „Demokratie leben“ der Familienministerin Karin Prien kann auch hier schwerwiegende Konsequenzen für langjährige Engagierte und damit auch konkret die Demokratie haben.

Diese Vorgehensweise, mit der Prien langfristig „die stille Mitte erreichen“ möchte, geht mit unzureichender Kommunikation, Vertrauensverlust und Demotivation einher und trägt so zum Kulturkampf bei. Die schon bewilligte Förderung der „Radikalen Töchter“, die Ohnmacht und Resignation zu überwinden suchen und Bundeskanzler Merz mit seinem Diskurs zum Stadtbild kritisiert hatten, hat parallel dazu Innenminister Dobrindt gestoppt. Derartige Vorgehensweisen in unserer polarisierten Gesellschaft wirken wenig zielführend, eher kontraproduktiv. Bräuchte es zur Rettung demokratischer Grundlagen nicht mehr als je zuvor Vertrauen, Kontinuität, Miteinander und transparente Kommunikation über Parteigrenzen hinweg?

Jüngst, in der letzten Kolumne standen das mitunter aufreibend reisende Engagement und der schillernde Mehrwert der (freien) Kulturszene für den Standort Wuppertal im Fokus, das, was dringend vonnöten ist, damit Kulturverluste nicht wie ein Bumerang die Stadt selbst bedrohen. Auch er war in eigener Note in Sachen Kultur unterwegs: Dem langjährigen Kulturdezernenten Matthias Nocke sei dafür herzlich gedankt. Am Freitag wurde er von unserer OB mit dem wohltönenden Gesang der weiblichen Kurrende, den schalkhaft-klaren Worten der Verabschiedungs-Reinemachefrau Sieglinde Buschermöhle (alias David J. Becher) und illustrer großer Runde im Rathaus am Neumarkt verabschiedet. Abschiede sind schmerzhaft, das wissen wir alle. Sie bergen zugleich Chancen für Neues. Kunst und Kultur kennen sich im Neuerschaffen aus, haben darin ihre eigene Weisheit. Ein Aufruf an dieser Stelle, bundesweit kompetent-visionäre Personen auf die jüngst veröffentlichte Stellenausschreibung zu verweisen. Dann können wir alle zusammen die angesprochenen Chancen nutzen, insbesondere für den Erhalt unserer Demokratie. Konkret für die Politik heißt es nun, mit weisem Blick auf Haushalt und Neubesetzung des Dezernats, über zugewandte Dialoge und gerne mit mehr Transparenz zukunftsfähige Wege für unsere quirlig-schillernde Bottom-Up-Stadt zu finden: Bitte mit ausreichender Rückendeckung für die (freie) Kulturszene und das PBZ.

Infos dazu gerne an ➜ kolumne@fnwk.de

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Dr. Uta Atzpodien // 2. Vorsitzende
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laut § 26 BGB den Vorstand des Vereins.

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Lars Emrich // Vorstand

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Amtsgericht Wuppertal: VR 30873
Finanzamt Wuppertal-Elberfeld: 132/5901/5166

 


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