﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 18 Apr 2026 22:47:29 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur als Triebfeder der friedlichen Verwirklichung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-triebfeder-der-friedlichen-verwirklichung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/996/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/996/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Das Streben nach dem Höheren als Ziel ist zu diffus, als dass es im Fokus steht – und wenn ich vom Höheren schreibe, habe ich nichts Geringeres als den Frieden im Sinn. Diese Gedanken bahnen sich ihren Weg, wenn ich die Meldungen aus Gaza Stadt in den Nachrichten lese. Möglicherweise erscheint dieser Krieg in 3000 Kilometer Entfernung für viele Menschen in ihrer alltäglichen Realität sehr entfernt. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 Doch ist er ganz konkret unter uns: Etwa, wenn das Kunstwerk eines israelischen Künstlers aus der alten Glaserei gestohlen wird. Ausgerechnet eine Skulptur, die für Toleranz, Perpektivwechsel und Verständigung steht. Und wir erfahren den Krieg in all den täglichen Anfeindungen, Demonstrationen – Überlegungen zu dem, was noch sagbar ist. Der Krieg in Gaza steht dabei nur stellvertretend für alle kriegerischen Auseinandersetzungen, die wir momentan weltweit erleben und die uns bedrohen. 

 Kürzlich stieß ich auf einen Satz von Freud, der in einem Briefwechsel mit Einstein schrieb, dass alles, was die Kulturentwicklung fördert, gegen den Krieg anarbeitet. Ohne eine glühende Anhängerin der Freud‘schen Lehre zu sein, inspiriert mich die Sicht, Kultur als Triebfeder der friedlichen Verwirklichung von Menschen zu begreifen. 

 Leider ist diese Wirkung schlecht messbar und die Kausalkette verliert auf dem Weg von Kultur zum Frieden das eine oder andere Glied. Dies ist von Nachteil für die Freie Kunst und Kultur, denn im Gegensatz zu wirtschaftlichen Investitionen, die oftmals direkte Wirkung zeigen, entfalten kulturelle Angebote meist erst über die Zeit und auf verworrenen Wegen ihre Wirkung. 

 Bleibt zu konstatieren: Der Kulturprozess ist nicht immer von Erfolg gekrönt; zumindest nicht unmittelbar. Jedoch gibt es gute Beispiele, die ich ob ihrer Zauberhaftigkeit einmal in den Mittelpunkt rücken möchte: Einmal gibt es diese anrührende Geschichte aus der Tanz Station Barmer Bahnhof, in der ...]]></description><pubDate>Tue, 26 Aug 2025 21:31:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-triebfeder-der-friedlichen-verwirklichung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-996]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was sind uns Kunst und Kultur wert?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-sind-uns-kunst-und-kultur-wert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/986/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/986/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Noch wirkt die Stadt leer und entschleunigt. Die Daheimgebliebenen ächzen in diesen Tagen ob der Hitze. Etliche Stadtbewohnerinnen sind bereits gut erholt ins Tal zurückgekehrt, andere noch unterwegs, um erschöpfendes Arbeiten mit einer Auszeit auszugleichen. Bewegung ist überall, auch auf politischer Ebene. Da gibt es jene, die jetzt doch in größerer Runde von Europa aus den Ozean überquert haben, um einem möglichen Frieden für die Ukraine den Rücken zu stärken und ihm, zumindest ein wenig näher zu rücken. Zu einem Weitblick hat kürzlich die Wander-Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“ eingeladen, die samt künstlerischer Interventionen über eine Woche in der Alten Glaserei am Utopiastadt-Gelände an der Nordbahntrasse präsent war. Organisiert wurde sie von der hiesigen buddhistischen Gruppe Soka Gakkai und Vertretende des ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons). Auftakt war am 6. August, dem 80. Gedenktag für die Opfer des Atomwaffenabwurfs in Hiroshima 1945. Inmitten der gegenwärtigen massiven weltweiten Aufrüstung geraten die nicht zu unterschätzenden immensen Gefahren aus dem Fokus. Sie betreffen jede und jeden von uns, auch wenn wir tagtäglich – mitfühlend abgestumpft – das unendliche Leid vor Augen geführt bekommen, das all die verheerenden Kriege bewirken. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Verwunderlich ist, wie sehr bei dieser Verlagerung vergessen wird, welchen Wert Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft haben. Auch hier fehlt Weitblick. Das macht die 100-Tage-Bilanz des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer deutlich. Mit einem stagnativen Weltbild, einem veralteten Verständnis von Kultur und reinem Leuchtturmprojekt-Denken punktet er im rechten Lager, scheint just dies zu wollen, anstatt lange errungene Werte wie Solidarität, Diversität und Inklusion zu stärken. Die freie Szene hat sie beharrlich und voll Hingabe mit nach vorne gebracht, Werte, die schon ...]]></description><pubDate>Tue, 19 Aug 2025 23:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-sind-uns-kunst-und-kultur-wert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-986]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur: Brotlose Spiele?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-brotlose-spiele</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/984/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/984/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In den Monaten vor den Kommunalwahlen ist hier und da von der Kultur die Rede. Kunststück, gilt sie doch als Aushängeschild, manchen sogar als Motor des in Transformation begriffenen Tals, als lokaler Glanz, der bis in die bundesweite Berichterstattung strahlt. Auch die WZ bringt bis zu den Wahlen eine neue Reihe, in der Positionen der freien Kultur porträtiert werden. Das ist ein guter Impuls. Im eröffnenden Text taucht gleich zweimal der Begriff „brotlos“ auf, eine beinahe reflexartig zugeschriebene Eigenschaft der Kunst, welche sie wohl adeln soll: Wenn man mit ihr reich würde, würde es ja jeder machen wollen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Johann Peter Hebels Kalendergeschichte „Brotlose Kunst“ erzählt von einem „Tagedieb“: Während „ehrliche Eltern und Kinder allerorten etwas Nützliches arbeiten und ihr Brot mit Ehren verdienen“, hat dieser sich in der Kunst geübt, „in einer ziemlich großen Entfernung durch ein Nadelöhr kleine Linsen zu werfen. Das war eine brotlose Kunst. Doch lief es auch nicht ganz leer ab. Denn als der Linsenschütz unter anderem nach Rom kam, ließ er sich auch vor dem Papst sehen, der sonst ein großer Freund von seltsamen Künsten war, hoffte, ein hübsches Stück Geld von ihm zu bekommen, und machte schon ein paar wunderliche Augen, als der Schatzmeister des Heiligen Vaters mit einem Säcklein auf ihn zuging, und bückte sich entsetzlich tief, als ihm der Schatzmeister das ganze Säcklein anbot. – Allein was war darin? Ein halber Becher Linsen, die ihm der weise Papst, zur Belohnung und Aufmunterung seines Fleißes, übermachen ließ, damit er sich seiner Kunst noch ferner üben und immer größere Fortschritte darin machen könnte.“ 

 Ähnlich scheint es bis heute im öffentlichen Bewusstsein um die Kunst zu stehen. Auch die WZ spricht von „brotlosen Leidenschaften“ und möchte der Frage nachspüren, warum Künstlerinnen und Künstler „trotz allem das tun, was sie tun, und nicht längst einen Brotjob angenommen ...]]></description><pubDate>Wed, 13 Aug 2025 14:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-brotlose-spiele</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-984]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Slow, aber nicht still zwischen den Zeilen handeln]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/slow-aber-nicht-still-zwischen-den-zeilen-handeln</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/981/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/981/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Erst seit 23 Jahren, seit die Documenta 2002 in Kassel den Impuls dazu gab, überdenken die europäischen Kulturinstitutionen ihre gewachsenen Strukturen. Seit sie ihren Kompass sozial-ethisch neu ausrichten, ist vieles in Bewegung. Die Kultur kommuniziert dazu – mal mehr, mal weniger. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ihr Anspruch, Konflikte immer in guter Weise auszutragen, müsste aus meiner Sicht hierbei allerdings ein bisschen lauter bleiben, sonst gerät das Sortieren von Diskursen aller Art immer weiter in ein Dilemma. Die Idee, dass Menschen zwischen den Zeilen schon richtig handeln werden, kommt dabei immer mehr in Bedrängnis, und ich habe den Eindruck, dass wir feststecken bei den Versuchen, eine neue Maschinerie zu handhaben. 

 Ich mag ja mein Leben fast ohne dieses smarte Handy und akzeptiere, dass man sich damit kaum mehr anruft, da es so viel mehr kann. Aus einem mobilen Telefon ist eben in überraschend kurzer Zeit eine künstliche Intelligenz geworden – ein Assistent, der übrigens auch die bildende Kunst in ihren Ausdrucksformen revolutioniert und stark verändert hat. Denn auch hier werden die Arbeitsprozesse dynamischer und agiler. 

 Da wundert es mich nicht, wenn auch aus diesem Grund Unternehmen wie etwa der Bayer-Konzern oder die Deutsche Bank ihre traditionsreichen, großen, globalen Kunstsammlungen nun beginnen aufzulösen und in Auktionen zu versteigern. Jetzt verstehe ich besser, warum die Sparkasse bei uns in der Stadt diesem Trend folgt. Es gehört leider auch zur Zeitenwende, dass in den Büros durch Desk-Sharing die Wände fehlen. Großkonzerne und Banken gehörten lange Jahre zu den Unterstützern von klassisch repräsentativer Kunst. Diese Hieroglyphen der Hierarchien passen heute nicht mehr so gut zur Unternehmenskultur. Das finde ich schade. 

 Warum sollte man Kunst, die ein Unternehmen und seine Entwicklung spiegelt, veräußern? Warum spricht man den Kunstwerken, die in den vergangenen ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Aug 2025 00:25:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/slow-aber-nicht-still-zwischen-den-zeilen-handeln</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-981]]></dc:identifier></item></channel></rss>