﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:35:00 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Dezember 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/dezember-2018-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/dezember-2018-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Guter Rat in der Zeit der Besinnung schafft Freiraum für Begeisterung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/guter-rat-in-der-zeit-der-besinnung-schafft-freiraum-f252r-begeisterung</link><description><![CDATA[ Einige Antworten auf die Fragen haben wir nun bekommen. Und es ergeben sich sofort neue. Wie immer, wenn es in die nächste Runde geht. Denn alles ist ein Prozess. Seit Montagabend 21.29 Uhr sind einstimmig bei einer Enthaltung in einer der längsten Ratssitzungen unserer Stadtgeschichte vier neue Pflöcke an bewährter Stelle eingepflanzt worden. Das Pina Bausch Zentrum, mit seinen vier Säulen kommt und mit ihm, nach einem mir unerklärlichen Stillstand in den Gesprächen, einer Art Fehlstart, nun endlich begeisterte Bewegung in die Übereinkünfte mit der Vergangenheit. Der Claim ist abgesteckt, um an dieser Stelle, am Wupperbogen im Graubnerbau, eine gebeutelte Stadt neu zu entwickeln. So eröffnen sich nun wieder Möglichkeiten zum offenen Diskurs und dieser kann nur stattfinden, wenn sich jeder auf der Grundlage des eigenen Gewissens die richtigen Fragen stellt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Die Frage: Wie konnte es dazu kommen ist immer müßig, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Wenn man die Kuh vom Eis bekommen will, muss man sich immer wieder neu und sehr besonnen aufeinander zubewegen, sonst ist die Tragfähigkeit insgesamt nicht gewährleistet und das Fundament gefährdet. 

 Die Frage: Was lernen wir daraus? bewegt mich. Wir sind als Wuppertaler nun alle gefordert uns einmal zu fragen, wie es wohl ist, wenn man persönlich Verantwortung übernimmt und Entscheidungen mitträgt, die Auswirkungen auf nachwachsende Generationen haben werden. Wir sollten jetzt Vertrauen vorausschicken, denn die Voraussetzungen für die Zukunft unserer Stadt sind am Montag geschaffen worden. Verbunden mit vielen Aufgaben und Pflichten. So muss an mehreren Baustellen, Reputation ohne Gesichtsverlust wiederhergestellt werden, um ein Weltkulturerbe angemessen zu bewahren und für die Zukunft fit zu machen – um ein lebenswertes Areal im Stadtraum zu generieren. 

 Wir, das Unterstützer-Netzwerk der freien Kultur, fordern dies von Anfang an mit unserer ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/guter-rat-in-der-zeit-der-besinnung-schafft-freiraum-f252r-begeisterung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-55]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ins Offene, Freund!]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ins-offene-freund</link><description><![CDATA[ Beim letzten Jour fixe des Freien Netzwerks Kultur zum Thema „Kunst trifft Wirtschaft“ berichtete der aus Wuppertal stammende Performer Daniel Hörnemann inspirierend von seiner Arbeit als Störfaktor. Unternehmen zahlen ihm Geld dafür, dass er bei ihnen künstlerisch interveniert. Er sitzt dann – so stelle ich mir das vor – wie ein Außerirdischer in Gremien und beobachtet das Treiben der Anderen. Manchmal zieht er auch gleich mit seinem Atelier in ein Großraumbüro ein. Wenn er dann eine Weile lang mitbekommen hat, wie alles so läuft, klebt er einen ausgetrampelten Pfad zum Kopierer mit Absperrband zu und zwingt so die Leute, neue Wege zu gehen. Dies ist ein Sinnbild dafür, was in Köpfen und womöglich Herzen von Unternehmen passieren kann: Die Störung kann produktive, gar heilsame Kräfte entfalten. Das gibt mir zu denken. Es stimmt schon: Künstlerinnen und Künstler sind Experten darin, etwas noch nicht zu wissen, eine gewisse Unordnung – das Chaos vor der Schöpfung – auszuhalten; darin, sich selbst und ihre Vorhaben ständig neu zu erfinden und zu hinterfragen. Diese Muskeln sind bei uns gut trainiert. Man kann von uns lernen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Andererseits brauchen wir die Klausur, die Versenkung, manchmal mehr als andere. Wenn ich mir vorstelle, zwei Jahre in einem Großraumbüro künstlerisch zu intervenieren, frage ich mich: Schaffe ich dann noch, einen Roman zu schreiben (über Großraumbüros vielleicht)? Ist man dann noch in der Lage zu malen, zu komponieren (Stille womöglich)? 

 Des Weiteren habe ich erlebt, dass nicht nur wirtschaftliche Abläufe Interventionen gebrauchen können, sondern auch künstlerische. So kenne ich das Phänomen überlasteter Schauspiel-Ensembles, die eine Premiere nach der anderen stemmen, kein freies Wochenende haben und dabei das Gefühl für das, was in der Welt (selbst unmittelbar um sie herum) vorgeht, zu verlieren drohen. Manche Bühne, die es sich leisten kann, holt sich aus diesem Grund Philosophen oder ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ins-offene-freund</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-54]]></dc:identifier></item></channel></rss>