﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:53:15 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juli 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2020-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2020-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Kulturklima ist im Wandel]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-kulturklima-ist-im-wandel</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/229/img-max-christian-graeff2.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/229/images/img-max-christian-graeff2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Endlich wird‘s wärmer, für kurze Zeit – das sagt jedenfalls der Fernsehfrosch, der es wissen muss, weil er dafür seinen Lohn bekommt. Einmal schnell in den Hochsommer tauchen, das wäre kurz vor dem Ferienende schon schön, nachdem die Erde unserer Breiten gerade etwas feuchter und das Gewissen ruhiger ist. Ganz genau weiß es aber niemand, denn für exaktere Wetterdaten sind noch nicht wieder genügend Flieger in der Luft. Verrückt: Die stählernen Schwärme machen uns schlauer, aber nicht klüger, was wir wissen, ohne es zugeben zu wollen. Eine Möglichkeit für Vorhersagen wäre fortan, dem Erfahrungswissen mitsamt Instinkt und Intuition wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken – wenn wir jenes bloß nicht so leichtfertig vertüdelt hätten. Eine andere Eigenschaft haben wir in diesem Jahr schon etwas mehr gelernt: Das Leben mit Ungewissheiten. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Hochsommer also! „Eins zwei drei! Im Sauseschritt / läuft die Zeit, wir laufen mit!“ – so schrieb einst der olle Wilhelm Busch, den unsere wetterkundigen Großeltern noch mehrmals am Tag zitierten. Vor sechs Monaten, in der Narrenzeit, wurden wir von Readern zu Spreadern. Den Lesenden markierte die Absage der Buchmesse Leipzig der Ausbruch einer noch kaum vorstellbaren neuen Ära; inzwischen laufen die Planungen für eine stark digitalisierte Variante der weltgrößten Buchmesse in Frankfurt. Ich persönlich versuche jeder „Angst vor dem Neuen“ entgegenzutreten, habe aber weder Zeit noch Lust und Augenkraft, in der Messezeit ganze Tage lang in den Bildschirm zu starren und den neuen Kanälen zu folgen – wie schon bei den zahlreichen Streams im Lockdown. Und noch ehe du „Digitalisierung“ sagen kannst, bist du raus, alt und an den Rand der Verhältnisse geschwemmt. 

 Das eigentliche, körperliche Erlebnis ist tatsächlich unentbehrlich, um unserem Denken stets neue Horizonte zu verschaffen. Um nochmal altmodisch (und persönlich) zu werden: Wie anders wäre mein ...]]></description><pubDate>Wed, 29 Jul 2020 11:13:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-kulturklima-ist-im-wandel</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-229]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Von der Kunst, Kultur zu gestalten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/von-der-kunst-kultur-zu-gestalten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/228/img-davidjbecher.jpg" length="308967"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/228/images/img-davidjbecher-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von David J. Becher 

 Kunst ist nicht systemrelevant. Kunst ist frei. Kultur hingegen ist absolut systemrelevant. Dafür aber immer abhängig. Seltsam, dass beide Begriffe so oft und so selbstverständlich vertauscht, ja sogar gleichgesetzt werden. 

   
David J. Becher - Foto: Sarah Hallepape 

 Kultur ist es, die uns in gegenseitiger Abhängigkeit überhaupt erst Systeme zum Zusammenleben entwickeln lässt. Zum Beispiel Systeme der sozialen Absicherung. In den letzten Wochen und Monaten wurden Hilfs- und Rettungspakete geschnürt, korrigiert, umgebaut und nachgerüstet, trafen mal mehr, mal weniger, mal gar nicht die Betroffenen. Und unter allem lag stets die Grundsicherung. Kurz ALG 2, bekannter: Hartz IV. Als Gesellschaft haben wir damit ein kulturelles Format entwickelt, das uns helfen soll, niemanden in die nackte Armut stürzen zu lassen. Nun sollen in der Krise auch Freischaffende diese Basisunterstützung einfacher beantragen können. Zum Beispiel freischaffende Künstler:innen. 

 Wenn man auf die jüngst veröffentlichten Durchschnittsverdienste derselben schaut, ist die (bedingt) ausgesetzte Vermögensprüfung vermutlich für wenige das zentrale Problem. Die anhängenden Restriktionen aber sind es auf jeden Fall. Denn dieses Grundsicherungssystem ist das Gegenteil von Freiheit. Es steht ihr vielmehr absolut entgegen. Schließlich basiert es auf einer bevormundenden Grundhaltung: Auf »Fördern und fordern« als Prinzip konnten sich erschreckend viele politischen Parteien einigen. Sogar die, die explizit Freiheit im Namen trägt. Grundsicherung ist für eine Gesellschaft eine große kulturelle Leistung. Und je nachdem, wie sie ausgestaltet ist, prägt sie auch die kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft. 

 Und da kommt wieder die Kunst ins Spiel: Etwas ausgestalten. Etwas wirklich von Grund auf entwickeln, gar erschaffen – das kann auch Kunst sein, wenn es sich nicht um ein Gedicht, eine Komposition oder eine Performance handelt: Je freier zum Beispiel ein ...]]></description><pubDate>Wed, 22 Jul 2020 20:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/von-der-kunst-kultur-zu-gestalten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-228]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Hoffnung durch konkretes Handeln und Aushandeln]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/hoffnung-durch-konkretes-handeln-und-aushandeln</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/227/img-uta-atzpodien.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/227/images/img-uta-atzpodien-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Zurück in die Zukunft“: In knallgelben Hosen und lila Jacke turnt die Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni Anfang Juli über die bunten Dächer vom „Deutzer Zentralwerk der schönen Künste“, unweit vom Kölner Dom gelegen, dem „Otto-Langen-Quartier“. Erst kürzlich war sie mit Westart in Wuppertal unterwegs, im Skulpturenpark, hat über Arbeiten von Tony Cragg, die Stadt-Plakat-Aktion „Out and about“, den hiesigen Solidarfonds Eintopf und Utopiastadt berichtet. Herausfordernd ist die aktuelle Lage für Kunstschaffende angesichts der Auswirkungen der Covid 19-Pandemie. Ja, zugleich erfüllt es mich mit Hoffnung, mit welch anregenden Visionen und tiefgehender Kreativität sich Kunstschaffende in Wuppertal und anderen Städten, hier konkret Köln, sichtbar machen und sinnlich ansteckend zum Umdenken einladen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Auf dem sechs Hektar großen Modellquartier in Köln, auf dem vor 150 Jahren der Otto-Motor erfunden wurde, hat die Initiative „Raum 13“ von Anja Kolacek und Marc Leßle mit vielen Künstlerinnen und Künstlern in den letzten zehn Jahren einen Ort für Theater, Performances, Ausstellungen und Festivals ins Lebens gerufen. Inmitten alter Relikte und Aktenordner nutzen sie die Magie des Ortes, knüpfen ganz bewusst an das historische Erbe an und verbinden es mit Visionen vom Arbeiten, Wohnen und Leben. Ein ganzes Stadtquartier soll daraus entstehen. Unter dem Titel „Zukunfts Werk Stadt“ schmieden sie Pläne, entwickeln Konzepte. Vom 15. August bis zum 12. September findet hier das Festival „Hope“ statt, bei dem Expertinnen, Experten aus Kunst, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Politik zusammenkommen. Die Zukunft des Areals ist noch ungewiss. Doch genau so nährt sich Hoffnung, durch konkretes Handeln und Aushandeln. 

 Soweit liegen Köln und Wuppertal nicht auseinander. Spannend wäre, sich noch aktiver zusammenzutun. Durch faszinierende Orte durfte ich kürzlich spazieren: die alte Bandweberei „Kaiser & ...]]></description><pubDate>Wed, 15 Jul 2020 09:14:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/hoffnung-durch-konkretes-handeln-und-aushandeln</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-227]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Flanieren als künstlerischer Akt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/flanieren-als-k252nstlerischer-akt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/225/img-torsten-krug1.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/225/images/img-torsten-krug1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Auf Arte lief jahrelang die legendäre Reihe „Durch die Nacht mit …“: Zwei mehr oder weniger prominente Menschen aus dem Kulturleben wurden nachts in ein Taxi gesetzt und sich selbst überlassen. Unterwegs waren einige Begegnungen und Orte des Verweilens für sie arrangiert, ansonsten war es an ihnen, miteinander ins Gespräch und bestenfalls sich näher zu kommen. Nur Wenige verführte die Kamera zur Selbstdarstellung. Meist entstanden Momente von ungewöhnlicher Nähe und Authentizität, die mich als Zuschauer tatsächlich teilhaben ließen an einer Begegnung. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Das Forum Freies Theater in Düsseldorf, kurz FFT, feierte vergangenen Freitag eine Corona-inspirierte Mini-Premiere, wobei „Mini“ nur die Zahl der Teilnehmenden meint, nämlich zwei. Ihr neu entwickeltes Format „Walk & Talk“ lief zum ersten Mal – nein, nicht über die Bühne, sondern: durch die Stadt. Gespielt wurde dabei auch nicht direkt: Jeden Freitag um 17 und 18 Uhr brechen ein Theatermensch und ein vorangemeldeter Gast zusammen zu einem impulsgebenden Spaziergang auf und reden über Theater und die Welt. Was soll, was kann, was darf Theater? Und wie wird seine Zukunft sein? Fragen, die sich nicht nur Theaterleute, sondern auch ihr Publikum stellen. Für den Fall, dass die Gespräche nicht gleich in Gang kommen, bekommen Theatermensch und Publikumsmensch drei Umschläge mit, in denen eine Route und Fragen enthalten sind: Was mache ich beruflich? Bin ich dabei sichtbar? Wer bin ich in der Stadt? Ich stelle mir so einen Spaziergang sehr spannend vor. Quasi ein Blind Date, schafft es Raum und Zeit für eine Begegnung auf Augenhöhe, wie sie sonst selten, auch nicht in Publikumsgesprächen entsteht. 

 Auch der Skulpturenpark in Wuppertal lädt zu Spaziergängen mit Kunstbetrachtung ein: „Parkgespräch“ heißt das Format, bei dem man von Juni bis November an jedem zweiten Freitag im Monat ab 16 Uhr in Begleitung einer Moderatorin den Park erkunden und sich ...]]></description><pubDate>Wed, 08 Jul 2020 11:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/flanieren-als-k252nstlerischer-akt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-225]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kunst ist eine paradoxe Ressource]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-ist-eine-paradoxe-ressource</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/215/img-tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/215/images/img-tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Gestern lief die erste staatliche Corona-Soforthilfe auch für Solo-Selbstständige Künstler aus. Und was folgt jetzt? Nach gerade einmal drei Monaten: der Neustart Kultur. So heißt das, in dieser Form noch nie da gewesene, mit unvorstellbar viel Geld ausgestattete Konjunkturpaket, das jetzt kommt. Dieses Paket scheint weitsichtig. Allerdings sollte die Milliarde Euro, die in ihm steckt, so angelegt werden, dass es die Geschichte vom breitgefächertem Kunst-und Kulturangebot in den Städten fortschreibt und die Wirksamkeit von erleichtertem Zugang zur Kunst und Kultur weiterhin nachweist. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Die außerordentlichen Härten des Künstlerberufs, die die Corona-Krise, wie durch ein Brennglass hat sichtbar werden lassen, wird es hoffentlich erst einmal abfedern. Damit dies nachhaltig gelingt, sind nun aber wirklich alle, die es betrifft, und die etwas Konstruktives dazu beizutragen haben, in der Pflicht, sich wirksam in die aktuelle Diskussion mit einzubringen. Es genügt jetzt nicht mehr allein zu singen, zu tanzen, zu malen, oder zu machen. Auch Künstler sind nun aufgerufen, kulturpolitisch kreaktiv zu werden. Denn alles, was bisher an kultureller Infrastruktur aufrechterhalten wurde, kommt nun auf den Prüfstand: Große Häuser in kleineren Städten zum Beispiel – geht das noch? Aus meiner Sicht nur, wenn diese sich aus eigener Überzeugung zur Straße hin öffnen. Wenn sie den Mehrwert in dieser Strategie noch nicht erkennen, sollten sie dazu motiviert werden und sich zum Beispiel ihren freischaffenden Künstlerkollegen mehr zuwenden, indem sie diesen ihre bald wieder besseren Bedingungen, die ja subventioniert aufrechterhalten werden, freigebiger zur Verfügung stellen. Ein großes Haus hat viel Platz für alle. Ich kenne niemanden aus meinem Umfeld, der die große Bühne als persönliche Chance ausschlagen würde. 

 Darüber hinaus sollte die bisher gängige Praxis, das immer wieder versucht wird, Einfluss ...]]></description><pubDate>Wed, 01 Jul 2020 18:06:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-ist-eine-paradoxe-ressource</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-215]]></dc:identifier></item></channel></rss>