﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 11 Apr 2026 18:22:12 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Aus der Zeit gefallen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/aus-der-zeit-gefallen</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/aus-der-zeit-gefallen" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Aus der Zeit gefallen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/aus-der-zeit-gefallen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1000/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1000/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Zurück aus der mit Händen greifbaren, den Atem beeinflussenden Stille der Berge, in denen der eigene Herzschlag zum alles umfassenden Geräusch werden kann, versuche ich, wieder in der kontrastreichen Welt des Wuppertaler Kulturlebens anzukommen. Menschen sind zu betrauern, wie der Tänzer, Choreograph und Künstler Mark Sieczkarek, den die Krankheit in seine ureigene Stille geführt hat. Wahlergebnisse überraschen und durchrütteln die Routinen in unserer Stadt. Gewissheiten verfliegen, und oft steht gefühlt wieder alles auf Anfang, alles auf Neu. Das mutet um so fremder an, als ich eben noch Teil einer mit ihrer Vergangenheit viel verbundeneren Welt sein durfte, eintauchen konnte in die Geschichte eines Ortes, der sich nur langsam verändert. Doch weg mit aller Urlaubsromantik. Der Alltag rollt heran und ich springe auf. Vor meinem Fenster rauscht nicht mehr der Rindbach, sondern der Wuppertaler Verkehr. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Dennoch nehme ich – gerade als Kunstschaffender – diese Sehnsucht mit: nach Raum, der sich in Ruhe füllen darf, der nicht unbedingt zielgerichtet organisiert sein will. Kunst entsteht nicht, indem ich von A nach B gehe – womöglich Ressourcen schonend –, sondern oftmals, indem ich B vage suche und dabei A entdecke – oder so ähnlich. Kürzlich las ich von einer Schriftstellerin, die zum Schreiben einen Ort aufsuche, an dem sie kein Internet hat, ein Zimmer, in dem nur Papier und Stifte liegen. Diesen Impuls kann ich gut verstehen. Die Ultra-Vernetzung mit scheinbar potenziell allem und jedem erschwert den Fokus, das Scharfstellen auf etwas, das noch zu finden ist. Doch vor allem erlebe ich immer wieder, dass uns das Digitale nicht vernetzt, sondern verwirren kann. Es bedient unseren Hang zur Sucht, unsere innere Einsamkeit, auch unseren Informationswillen. Doch letzten Endes geht es ums Atmen. Um Versenkung, den Augenblick, etwas in sich ans Licht zu holen und zu bearbeiten. 

 In „Meetings“, die ...]]></description><pubDate>Wed, 17 Sep 2025 20:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/aus-der-zeit-gefallen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1000]]></dc:identifier></item></channel></rss>