﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 18:40:41 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Rechnet sich Kunst?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/rechnet-sich-kunst-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/rechnet-sich-kunst-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Rechnet sich Kunst?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/rechnet-sich-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/599/christopherhuber.jpg" length="118901"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/599/images/christopherhuber-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Christopher Huber 

 Es gibt wohl kaum Künstlerinnen, die sich in ihrer Schaffensperiode nicht gefragt haben: „Wofür das alles?“ Sie, als Zuschauende, Betrachtende, Zuhörende fragen sich: „Kann man davon leben?“ Bei der Kunst geht es am Anfang selten um den Output, also die Aufführung, die Ausstellung, das Buch. Sondern vielmehr geht es um das, was raus, was ans Licht will, was erschaffen werden möchte, also das innere Streben nach Schaffen, den kreativen Prozess, der anfangs nicht heraufbeschworen werden muss. 

   
Christopher Huber - Foto: Stefan Fries 

 Und dieses Streben bleibt immer Teil der Schaffenden selbst. Es schert sich nicht um schnöden Mammon, steigende Heizkosten, Inflation oder Öffentlichkeit, es ist kindlich-naiv, es kommt aus dem Inneren, möchte entdeckt, genutzt, gar benutzt werden. Viele Jahre später entdeckt man, da man so viel dazugelernt und Wissen angehäuft hat, dass diese Naivität wieder willkommen geheißen wird, dass man versucht, dieses Kind in sich wiederzuentdecken, die Leichtigkeit des Seins wiederherzustellen, die Kunst ohne Voreingenommenheit wieder Kunst sein zu lassen. 

 Aber dieses „Wofür?“ kann sich auch auf die leicht zu verletzende Seele beziehen. Kaum jemand wird so oft kritisiert wie der kunstschaffende Mensch. Und das, obwohl sich die Seele so weit öffnet, dass die Betrachtenden tief hineinblicken können. Er lässt sie hinein, zeigt, was ihn bewegt, lässt teilhaben und muss zulassen, dass er sich vom Publikum, von Lehrenden, anderen Künstlerinnen innerlich bis auf das Adamskostüm entkleidet, vor sie stellt und ihre Meinungen höflich anhört. Ob er sie annimmt, sei ihm überlassen, aber es kratzt dennoch … 

 Und gerade deshalb ist die Künstlerseele die Seele des Kollektivs, sie reflektiert das Treiben der gesellschaftlichen Spiele. In ihr spiegeln sich die ungeschriebenen Gesetze des Miteinanders. Der schaffende Mensch öffnet sich, nimmt die Schutzrüstung ab, wird zur Reflexionsoberfläche. 

 Als ...]]></description><pubDate>Wed, 03 May 2023 09:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/rechnet-sich-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-599]]></dc:identifier></item></channel></rss>