﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:04:29 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Nach dem Applaus</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nach-dem-applaus</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nach-dem-applaus" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nach dem Applaus]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nach-dem-applaus</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1050/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1050/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 „Applaus ist das Brot des Künstlers“, heißt es gelegentlich mehrdeutig. Von der weit älteren Redewendung der „brotlosen Kunst“ war an dieser Stelle bereits die Rede. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Anfang letzter Woche fuhren sechs Menschen aus Wuppertal nach München, um an der diesjährigen Verleihung des Bundeskulturpreises Applaus-Award teilzunehmen. Sechs Menschen, drei aus dem Loch, drei von der Insel, die an diesem Abend mehrfach zu hören bekamen, wie ungewöhnlich stark doch Wuppertal immer wieder vertreten sei – manche Bundesländer kommen gerade auf einen Preisträger. Und in Wuppertal hätte es noch mehr Kandidaten gegeben. Wir sechs also repräsentierten in München nicht nur unsere Kulturorte, sondern auch unsere Stadt. 

 Solche Ereignisse sind schön und wichtig. Die Szene feiert sich und wird gefeiert, verdient sich Lorbeeren, die im Alltag oft schnell verblassen. Im Vorfeld war durchaus diskutiert worden: Welche Haltung sollten wir Wolfram Weimer gegenüber einnehmen? Ich persönlich habe dazu zwei Gedanken. Der erste: Wenn wir als Kulturort mit diesem Preis ausgezeichnet werden, nach München fahren und die Urkunde samt Preisgeld annehmen, welche vom Staatsminister für Kultur und Medien unterzeichnet ist, wäre es inkonsequent, beispielsweise ein Foto mit ihm zu verweigern. Er selbst ging dieser Möglichkeit dann wohlweislich aus dem Weg, indem er der Fotowand fernblieb. Der zweite Gedanke scheint mir noch wichtiger: Ein Problem, an dem unsere Demokratie unter anderem krankt, scheint doch, dass die demokratischen Kräfte zu wenig ihre Gemeinsamkeiten pflegen. Das Prinzip der Spaltung regiert allerorten. Herr Weimer mag Positionen haben, die ich persönlich oder viele aus der Kulturszene nicht teilen, ablehnen oder diskussionswürdig finden – doch er ist Demokrat. Selbstverständlich hätte sich niemand von uns neben einen Politiker jenseits des demokratischen Spektrums gestellt, doch dann hätten wir einen solchen Preis ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Nov 2025 21:58:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nach-dem-applaus</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1050]]></dc:identifier></item></channel></rss>