﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 03:24:32 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Pfl&amp;uuml;cke den Tag, pfl&amp;uuml;cke die Kunst</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/pfluumlcke-den-tag-pfluumlcke-die-kunst</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/pfluumlcke-den-tag-pfluumlcke-die-kunst" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Pflücke den Tag, pflücke die Kunst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/pfl252cke-den-tag-pfl252cke-die-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/426/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/426/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Kunst ist, wenn sie glückt, eine Konfrontation mit dem Augenblick, mit dem schieren Ereignis, dass etwas ist. Ein Klang, eine Stimme, ein Ton, ein Text, eine Farbe, ein Strich – im besten Fall führen sie uns in ein intensiveres Jetzt, oftmals mit anderen zusammen. Dieses Ereignis können auch andere Momente im Leben hervorrufen, doch in der Kunst versuchen es Menschen zu schaffen – ins Werk zu setzen – auf dass es sich immer wieder ereigne, für andere Menschen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Diese Erfahrung und der Versuch, sie zu beschreiben, sind nicht neu (ich bediene mich hier bei den Worten Martin Heideggers und seiner Schrift „Der Ursprung des Kunstwerks“). Doch scheint es mir, dass unsere Gegenwart Kunst und Kultur gerade besonders aufzuladen vermag: Seit kurzem erst, nach entbehrungsreicher Zeit, können wir „wieder“ live-Kultur erleben – und gefühlt können wir es „noch“. Nach zwei Jahren wird die sehnsüchtig erwartete Erleichterung von unfassbarer Gewalt und Endzeit-Szenarien überschrieben, wie wir sie uns seit Jahrzehnten nicht mehr auszumalen gezwungen sahen. Ach ja, und der Klimawandel steht nicht einmal mehr vor der sprichwörtlichen Tür, er ist ja schon da. 

 Ein jeder geht mit dieser Überforderung anders um. Viele verbeißen sich in Frontlinien, bilden Meinungslager, vor allem in den sozialen Medien. Andere suchen gerade jetzt die Lebensfreude, trotz allen medial aufbereiteten und realen Elends und Wahnsinns. Auch das scheint mir gesund und notwendig für ein gemeinsames Überleben. So können Kulturereignisse ein Ventil für unsere Ohnmacht sein, erlebe ich beim Publikum und an mir selbst einen Kulturhunger wie lange nicht mehr. Selbst und gerade das Tanzen, die eigene Bewegung möchte ich hier mit einschließen. 

 Fliehend vorm Pesthauch der Pandemie laufen wir den Bildern des Krieges und der Zerstörung in die Arme. Um sie zu vertreiben, müssen wir uns rühren, müssen wir zusammenkommen und uns austauschen, ...]]></description><pubDate>Wed, 04 May 2022 12:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/pfl252cke-den-tag-pfl252cke-die-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-426]]></dc:identifier></item></channel></rss>