﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:08:10 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Haben wir uns verloren?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/haben-wir-uns-verloren-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/haben-wir-uns-verloren-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Haben wir uns verloren?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/haben-wir-uns-verloren</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/356/torsten-krug.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/356/images/torsten-krug-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Eigentlich handelt diese Kolumne von der sogenannten freien Kulturszene. Aktuell gehört die Oper Wuppertal auch ein wenig dazu. Vergangenen Sonntag eröffnete sie ihre Saison mit der Händel-Oper „Julius Caesar“. Bei der Begrüßung im Malersaal auf dem Gelände der Firma Riedel meine ich dem Intendanten Berthold Schneider die besondere Emotionalität dieses Ereignisses anzuhören: Seit Oktober 2020 konnten die Sängerinnen und Sänger nicht mehr in direkten Kontakt mit ihrem Publikum treten! Nach den Wirren der immer weiter verlängerten Schließungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen hieß es im Sommer für die Oper „Land unter“, und so behilft sich das Ensemble mit Ausweich-Quartieren, leider auch außerhalb Wuppertals. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Was für ein symptomatisches Bild für unsere Zeit: Eine Oper möchte aus dem Corona-Schlaf (in dem sie fleißig Traumbilder gestreamt hat) erwachen und findet sich überschwemmt von einer Flut! Nichts ist mehr, wie es war. Auch die Selbstvergewisserung, welche die Pflege von bisweilen Jahrhunderte altem Repertoire, die immer neue Auseinandersetzung mit einem Kanon einer Gesellschaft bieten kann, selbst sie scheint gefährdet. Und behauptet sich doch: Zwar verband sich der Raum des Malersaals nicht sonderlich mit dem Stück, konnte man die Musik in der eingeschränkten Akustik der hohen Werkstatt nicht immer perfekt ausgewogen hören, doch lieferten Orchester und Sängerensemble wie gewohnt höchstes Niveau und eine große Intensität. 

 Kultur ereignet sich. Überall. Das ist die Erkenntnis, die sich mir aus dieser krisenhaften Zeit aufdrängt, und beinahe möchte ich jede Veranstaltung gerade nur noch durch dieses Brennglas wahrnehmen: das Ereignis. Zu dem wir alle zusammen an einen Ort gekommen sind, um einen Ton, eine Sprache, eine Bewegung zu teilen, und die Stille danach. Um uns gemeinsam, gleichzeitig berühren zu lassen. Um öffentlich Nähe zu erleben. Fast möchte man ein religiöses Bild ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Oct 2021 08:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/haben-wir-uns-verloren</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-356]]></dc:identifier></item></channel></rss>