﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 13:32:47 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Ein Fr&amp;uuml;hling im Konjunktiv</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ein-fruumlhling-im-konjunktiv</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ein-fruumlhling-im-konjunktiv" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ein Frühling im Konjunktiv]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ein-fr252hling-im-konjunktiv</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/287/img-max-christian-graeff8.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/287/images/img-max-christian-graeff8-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Morgens um sieben sei die Welt noch in Ordnung, ließ der Dichter Robert Browning vor 180 Jahren das Mädchen Pippa singen, und in der Idylle des Gedichts, in dem alles Seiende kurz auf dem richtigen Platz ist, schwelt bereits die Auflösung dieses flüchtigen Moments. Als ich heute früh in die Dämmerung schaute, kramten die Ringeltauben Herrmann und Dorothea heiter im Kompost, doch statt des erwartbaren Turtelns begannen sie plötzlich einen heftigen Streit. Ich war empört, bis mir einfiel, dass es zu Goethes Zeit die Sommerzeit noch gar nicht gegeben hatte. Und siehe da, pünktlich um acht (also um sieben) hockten sie wieder verliebt gurrend in der Kirsche und alles wäre gut gewesen – doch da hatte ich schon Zeitung gelesen und alles war entsetzlich. Was wäre, wenn … Das Leben ist jeder und jedem von uns zum Konjunktiv geworden: Ohne das Virus wäre ich ganz sicher endlich reich – oder wenigstens berühmt oder Vater oder auch … tot, wer kann es wissen, und viele andere lebten hingegen noch. Zumindest letzteres ist sicher. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Das Sinnieren darüber, wie etwas sein könnte oder gewesen wäre, gehört zu unseren kulturellen Fähigkeiten: Wir machen uns etwas vor oder nach und entwickeln das Denken darin weiter, schreiben das Buch des tatsächlich geschehenden Lebens, das zur Geschichte wird. Jeder Mensch schreibt die Geschichten seiner eigenen Fantasie; manche tun es beruflich, öffentlich und als das, was man Kunst nennt, worüber sich andere anschließend streiten. Entscheidend ist, dass wir es können, sogar, wenn wir es mal nicht so tun dürfen wie gewohnt. So, wie es früher war, vor unserem Seuchenfall. Doch war es wirklich das Paradies, aus dem wir da geworfen worden sind? Viele Milliarden Menschen können dem wohl kaum zustimmen. Das Dasein war auch vorher schon auf Kante genäht und die Party der wenigen Feiernden eigentlich längst over. Das Containerschiff voller Wackeldackel aus Fernost in der ...]]></description><pubDate>Tue, 30 Mar 2021 22:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ein-fr252hling-im-konjunktiv</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-287]]></dc:identifier></item></channel></rss>