﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:27:10 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Überall hängt noch ein Fetzen Paradies</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/überall-hängt-noch-ein-fetzen-paradies</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/überall-hängt-noch-ein-fetzen-paradies" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Überall hängt noch ein Fetzen Paradies]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ueberall-haengt-noch-ein-fetzen-paradies</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/964/heinerbontrup.jpg" length="128614"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/964/images/heinerbontrup-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Heiner Bontrup 

 „Überall hängt noch ein Fetzen Paradies“, hatte Else Lasker-Schüler 1937 in ihrer Schrift „Hebräerland“ über Jerusalem geschrieben. Dreimal war sie aus ihrem Schweizer Exil dorthin gereist. Dann brach der II. Weltkrieg aus, und sie saß fest in jenem Sehnsuchtsort, den sie als „Gottes verschleierte Braut“ und „Sternwarte des Jenseits“ idealisiert hatte. Worte, die in uns gefrieren, eingedenk des Hamas-Massakers am 7. Oktober, der humanitären Katastrophe in Gaza und den derzeit eskalierenden kriegerischen Konflikten in Nahost. 

   
Heiner Bontrup - Foto:Kali Kader 

 Auch damals war Jerusalem nicht das Paradies, das sich Else Lasker-Schüler erhofft hatte. Sie litt unter der Gluthitze, empfand bittere Armut und war als Dichterin im Exil getrennt von ihrem deutschen Publikum. Aber ihre Überzeugung, dass auch in den bittersten Momenten etwas Licht vom Jenseits ins Dunkel des Diesseits strahlt, hat sie dennoch nicht, gerade nicht aufgegeben. 

 Man könnte verzweifeln, man könnte verrückt werden über die multiplen Krisen, von denen diese aus den Fugen geratene Welt erschüttert wird. Man könnte Urlaub machen in Bangkok, Amoklaufen, sich in den Schrebergarten oder ins allzu Private zurückziehen. 

 Faszinierenderweise gehen aber viele Menschen kreativ mit dieser dystopisch anmutenden Wirklichkeit um. Sie gestalten beispielsweise in der Utopiastadt ein Labor, in dem Visionen für die Zukunft des Wohnens und des Lebens erprobt werden. Ein Ort, der in einer fast surrealen Mischung Provinzialität und Globalität mit fantastischer Entspanntheit kombiniert und dabei weit über die Ränder des Wuppertals hinaus strahlt. Er haucht dem alten Gedanken „Think globally, act locally“ aus dem Dunstkreis des Pioniers der Umweltbewegung David Brower neues Leben ein. Wahrscheinlich ist die Verortung des Utopischen in der Überschaubarkeit lokaler Verhältnisse die einzige Chance, dem Wahnsinn der Welt zu entkommen. 

 Wuppertal hat viele solche Orte: Dem ...]]></description><pubDate>Tue, 17 Jun 2025 21:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ueberall-haengt-noch-ein-fetzen-paradies</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-964]]></dc:identifier></item></channel></rss>