﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:04:33 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Januar 2021</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/januar-2021-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/januar-2021-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Arbeiten und Wohnen im Künstlerhaushalt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/arbeiten-und-wohnen-im-k252nstlerhaushalt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/274/img-tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/274/images/img-tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Zwei große Wünsche hatte ich als Kind: Ein Zimmer für mich allein, mit dem fast gleichnamigen Roman von Virginia Woolf auf dem Nachttisch, der Roman, der in den 1970er-Jahren zu einem Basistext der Frauenbewegung wurde und eine Nacht im Supermarkt, die ich mit ununterbrochenem Naschen verbringe. Der erste Wunsch ging schnell in Erfüllung. Von einer Nacht im Supermarkt der Superlative, träume ich so heute nicht mehr. Denn diesen idealen Kaufladen, dieses Waren-Utopia in meiner Vorstellung gibt es jetzt einfach. Denn wenn jetzt die Supermärkte die einzigen Treffpunkte sind, an denen wir Menschen zufällig verordnete Gemeinschaft herstellen können, (immerhin dürfen wir uns hier noch begegnen), ist dieser Traum von der Realität eingeholt worden und somit als Vision nichtig. 

   
Tine Lowisch - Foto Claudia Scheer Van Erp 

 Eine postnormale Realität, eine Naturkatastrophe ist das, durch die wir uns wie die leidgeprüften Bunkermenschen, die der britische Bildhauer Henry Moore einst so eindringlich zeichnete, in einer gleichmachenden Ausnahmesituation bewegen. Als Einzelperson hat jeder durch das Tragen von Masken an Gesicht verloren, als Gattung haben wir durch das Tragen von Masken an Menschlichkeit und Würde gewonnen. Selbstvergessen wiegen wir dort nun Alltagsgegenstände wie Platzhalter des Glücks in den Händen und wirken neben dem frischen Gemüse wie Figuren aus einem zeitgenössischen Drama, das alle Fragen des Lebens auf die Bühne bringt. Verzeihen Sie mir meine weitschweifenden Gedanken aber ich bin nun schon seit fast zehn Monaten durchgängig zu Hause, mit Mann und Kind und Katze. 

 Im Familienrat, den wir früher nicht brauchten, habe ich mit Nachdruck dafür gesorgt, dass ich wieder ein Zimmer für mich allein habe: Arbeiten und Wohnen, so stand unsere Adresse im Immobilienteil dieser Zeitung. Was damals in der Reihenfolge vertauscht wirkte und uns dadurch sofort ins Auge fiel, ist ein ehemaliges Gesindehaus zur verhältnismäßig ...]]></description><pubDate>Wed, 27 Jan 2021 07:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/arbeiten-und-wohnen-im-k252nstlerhaushalt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-274]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Warum Abwarten nicht Warten heißt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/warum-abwarten-nicht-warten-hei223t</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/273/img-max-christian-graeff6.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/273/images/img-max-christian-graeff6-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Ungewohnte Töne drangen durchs Fenster, ein Kreischen und Lachen, ein Albern und Jagen, und etwas rumpelte den steilen Berg herab. Alltag in einer Schulstraße, doch so lange nicht gehört … Sie sind also wieder da, dachte ich am Schreibtisch, bis mir auffiel, dass es elf Uhr abends war. Seit Stunden hatte ich nicht mehr rausgeschaut. Die Welt war weiß, es schneite noch weiter, doch schon war‘s wieder still und die Kinderhorde wohl nur auf dem Weg ins Bett. Am Morgen taute es bereits; im Radio lief ein Bericht über ausgelastete Krematorien. Auch wenn die Bestatter gerade alle Hände voll zu tun haben, so fallen ihnen doch viele Aufgaben weg, die den Abschied weniger nüchtern machen: das Planen von Trauerfeiern und Leichenschmäusen und damit auch das Vermitteln von Abschiedsreden, von einfühlenden „letzten Worten“, mit denen seit der Abnahme kirchlicher Bindungen oft auch freie Autoren und Autorinnen beauftragt wurden. Selbst wenn es dann wieder möglich ist, werden viele denken: Lassen wir‘s doch fort; es geht ja auch so. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Mehrmals am Tag fallen mir Umstände, Handlungen und Gewohnheiten auf, die sich mit der Zeit ändern, ob leise oder lauter, und die sich seit nun fast einem Seuchenjahr bereits geändert haben. An der Wand ein Plakat des Lokals Simonz mit den Terminen für März 2020, auf dem ich unter dem Slogan „Trink, was du nicht lesen kannst“ mit Büchern und Schnaps posieren durfte. Es hing nicht lange und beendete eine Serie von etwa 100 Monatsplakaten zu Konzerten und anderen Ereignissen. 

 Vorhin schaute ich mal nach, ob das Lokal noch lebt: Wie auch bei anderen ist die Webseite noch da, steht jedoch nachrichtenfrei und still im Winterwind. Die Wirte sind erschöpft darin, zu sagen, dass es bezüglich des Ungewissen nichts Neues gibt. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, als Schreibender nicht angeregt zu haben, den Slogan umzudrehen: „Lies, was du nicht trinken kannst!“ Wenn ...]]></description><pubDate>Wed, 20 Jan 2021 17:15:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/warum-abwarten-nicht-warten-hei223t</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-273]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[In aller Stille]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/in-aller-stille</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/272/img-charlespeterson1.jpg" length="132423"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/272/images/img-charlespeterson1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Bei allen Einschränkungen, die wir seit vergangenem März hinnehmen müssen, gab es doch eine Qualität, die ich in einer Stadt so noch nicht erlebt habe: wochenlange Ruhe, beinahe Stille. Die Klangkünstler John Cage und Arvo Pärt haben in ihren Werken zwar oft demonstriert, dass es keine Stille gibt, denn irgend etwas klingt immer und verursacht Geräusche. So sitzt Cage bei seiner berühmten Performance „4:33“ vor dem Klavier und spielt 4 Minuten und 33 Sekunden nichts. Still war es nicht, denn er konnte seinen Atem hören und das Raunen im Publikum. Arvo Pärt wiederum spielt gerne mit Raum und Zeit, lässt in einigen Werken Töne und Akkorde stehen, bis sie nicht mehr hörbar sind. Die Pausen rücken in den Vordergrund und erhalten einen eigenen Wert. Akzeptiere ich also, dass es keine Stille gibt, kann ich trotzdem festhalten, dass die Ruhe in der Stadt sehr angenehm und belebend war. 

   
Charles Petersohn – Foto: Daniel Schmitt – Spitzlicht Fotografie 

 Still ist es auch in der Kulturszene. Nicht wenige Akteure kämpfen ums Überleben ihrer Betriebe und/oder ihrer Lebensumstände. Aus dieser Not sind seit März allerdings auch einige interessante Projekte entstanden. Die Plakatausstellung „Out And About – Kunst geht raus“ von Frank N und Birgit Pardun steht hierfür als herausragendes Beispiel. Der Erfolg der Ausstellung verdeutlicht, dass Krisen nicht nur Unsicherheit und Verzicht mit sich bringen, sondern auch enorme Kräfte freisetzen können. Ebenso aus der Not geboren ist der Solidarfonds „EinTopf“. Solidarität ist in unserer Stadt ein lebendiges Gut! 

 Im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas stehen wir vor einer zusätzlichen Herausforderung. Die soziale Beratung unserer Klienten im Fachdienst für Integration und Migration findet unter enorm erschwerten Bedingungen statt. Der Kulturbetrieb, dessen Schwerpunkt es ist, die interkulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen, findet, wie überall, kaum statt. Wir suchten nach einem Weg, ...]]></description><pubDate>Wed, 13 Jan 2021 18:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/in-aller-stille</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-272]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Unsere Gaben für den Aufbruch]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/unsere-gaben-f252r-den-aufbruch</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/257/img-uta-atzpodien4.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/257/images/img-uta-atzpodien4-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> 
 So still waren sie noch nie, auch wenn einige die Rituale per se mit Stille verbinden. In unterschiedlicher Couleur und mit variierender Hingabe erleben und gestalten fast alle von uns sie schon lebenslang: Weihnachten, Rauhnächte, Sylvester, Neujahr und heute der Dreikönigstag. Doch nicht nur diese letzten zwei Wochen waren still und ausgebremst. Mehr als neun Monate im Jahr 2020 waren es, weiterhin schmerzhaft spürbar für Kunst und Kultur. Heute, am sechsten Tag im Januar, wird die von der Malerin Annette Marks gestaltete Künstler-Krippe am Laurentiusplatz um 12 Uhr zum analogen und vorzugsweise digitalen Setting. Gold, Weihrauch, Myrrhe übergeben traditionell die heiligen drei Könige, begleitet von einem Segen für das kommende Jahr. Sehen wir es als Einladung, als idealen Moment, um über unsere eigenen Gaben nachzudenken. Welche Fähigkeiten wohnen in jeder, jedem von uns inne und können uns, selbstwirksam, aus der herausfordernden Pandemiesituation hinausbegleiten? 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Der Jahresanfang betont das A. Abschied, Aufbruch und Agilität beginnen damit. Und hier könnten wir erfrischend anknüpfen. Wuppertal gilt als „Stadt im Aufbruch“, wie es auch im Magazin "metropolis" mit dem Motto „Wuppertal – Voran schreiten“, erschienen im letzten Herbst, wieder deutlich wurde: Mut, Haltung, Selbermachen, Umbruch, Engagement und Innovation sind – gerade jetzt in der wohl über längere Zeit ausklingenden Pandemie – gefragt. Gaben? Nicht nur Kunstschaffende sind Expertinnen und Experten. Torsten Krug sprach in der letzten Kolumne von seiner aktuellen, von Friedrich Engels inspirierten Theaterproduktion „Ich kann des Nachts nicht schlafen vor lauter Ideen des Jahrhunderts“, die am 15. Januar in der börse bzw. digital Premiere hat. Da schlaflose Nächte pandemiebedingt eher zunehmen, nutzen wir die Ideen, am besten auch am Tag, auch wenn es ganz aktuell noch Tagträume sein mögen. 

 Begegnungen, Kommunikation, Solidarität, ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Jan 2021 08:57:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/unsere-gaben-f252r-den-aufbruch</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-257]]></dc:identifier></item></channel></rss>