﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 13:15:25 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Was das Kulturgut Publikum braucht</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-das-kulturgut-publikum-braucht-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-das-kulturgut-publikum-braucht-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was das Kulturgut Publikum braucht]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-das-kulturgut-publikum-braucht</link><description><![CDATA[ Von Tine Lowisch 

 Ich sitze jetzt schon fünf Jahre lang freiwillig in der Kunststation, in einem Projektraum für gegenwärtige und mittlerweile auch zukünftige, künstlerische Positionen in einem Bahnhof im freundlichen Westen unserer Stadt. Letzten Sonntag zum Beispiel, am Tag des offenen Denkmals, ganze neun Stunden lang. Zusammen mit meinem Mann, also eigentlich achtzehn. Wir werden dort einfach nicht müde, uns über jeden einzelnen unserer oft zufälligen Besucher zu freuen. Viele potentielle Besucher ziehen natürlich auch vorüber. Diese Reisenden sind ja Passanten, die dort keinen Ort für Kunst erwarten – die andere Ziele haben. 

   

 Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Wenn Sie uns dann aber entdecken und spontan ihre eigentliche Motivation unterwegs zu sein ändern, wenn sie sich Zeit nehmen, sich freuen, dass es nichts kostet, die Kunststation zu besuchen, und sie von sich selbst überrascht, die Gelegenheit einfach mal beim Schopf packen, sich mit Kunst zu beschäftigen, wächst in diesem Moment eine wichtige Ressource nach. Denn genau dann entsteht bei Manchem erstmalig kulturelles Interesse. Aus vielen Gründen ist genau diese Erfahrung für mich die Belohnung dafür, es unermüdlich weiter zu versuchen. Wenn unsere Besucher die Kunststation verlassen, sind sie mit dem Erlebten zufrieden, manche begeistert. Vielleicht waren bisher ein Dutzend frustriert. Bei insgesamt etwa 6500 Besuchern können wir damit gut leben. 

 Oft haben wir unser Publikum im Gespräch persönlich kennengelernt und dabei viel von den Beschäftigungsfeldern und Interessen unserer Gäste erfahren. Einmal erzählte mir ein Gast, dass nur zehn Prozent der Bevölkerung Kunst- und Kulturelle Angebote überhaupt überzeugt nutzen, weil sie in ihrer Kindheit dazu angeregt wurden und im Erwachsenenalter gute Rezeptionserfahrungen gemacht hätten. Sie sehen, da ist noch Luft nach oben. Ich frage mich, ob Kultureinrichtungen ihren gesellschaftlichen Auftrag überhaupt noch wirksam ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:17:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-das-kulturgut-publikum-braucht</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-93]]></dc:identifier></item></channel></rss>