﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:27:50 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die holde Kunst ist eine Kreislaufwirtschaft</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die holde Kunst ist eine Kreislaufwirtschaft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/952/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/952/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die Gelegenheit war zu verlockend, um die Nachricht nicht zu verbreiten: Ende letzter Woche ging es für mich Richtung Basel, denn am Samstag um 21 Uhr hatte mein Chanson-Duo Canaille du jour einen Auftritt in großer Halle. Nichts davon war gelogen, doch wer uns endlich in der Glitzerhölle des Eurovision Song Contest wähnte, ging in die Falle der Halbwahrheit. Während in Basel der Countertenor JJ den Glaspokal mit hohem Ton fast zum Zerspringen brachte, spielten wir in einer alten Fabrikhalle in Emmenbrücke zwischen großen Regalen und Tischen, auf denen ein ganzer Lebenslauf der Bild- und Objektkunst ausgebreitet lag. Das Atelier einer zu früh verstorbenen Künstlerin musste geleert werden; alle Gäste der Gedenkfeier konnten sich gegen einen Obolus an den Werken bedienen. Am Montag früh ging der Rest – etwa 98 Prozent – zwangsläufig in den Müll, zur Transformation in Energie. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Zeitgleich wurde noch das Werklager eines anderen toten Malerfreunds geleert, doch für seine teils großen Bilder fand die Familie mit Glück einen anderen Weg: Die Hochschule Luzern betreibt eine Arbeitsstelle für das „urban mining“ der Künste, also das Zutagefördern und Verwerten von Rohstoffen der Kunst und Kultur: Sie wird die Leinwände abspannen und zum Übermalen aufbereiten, die Keilrahmen und Latten für neue Werke bereitstellen und auch das Restmaterial, teures Papier, Farben und Stifte an bedürftige Studierende vermitteln. Auch hier in Wuppertal ist eine solche Sammel- und Arbeitsstelle in Planung, um nicht nur den ökologischen Fußabdruck der bildenden Kunst zu reduzieren und dem Nachwuchs nötiges Material zu verschaffen, sondern nebenbei auch einen kleinen Trost im unvermeidbaren Aufräumen der Kunsthalden unserer an Werken so reichen Stadt zu geben. 

 Viel mehr durch den Zufall eines großen Freundeskreises als durch irgendeine Absicht geriet ich in die Lage, mich helfend oder gar verantwortlich um ...]]></description><pubDate>Wed, 21 May 2025 16:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-952]]></dc:identifier></item></channel></rss>