﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:09:53 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Mit der Kunst des Erinnerns in die Zukunft</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mit-der-kunst-des-erinnerns-in-die-zukunft-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mit-der-kunst-des-erinnerns-in-die-zukunft-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mit der Kunst des Erinnerns in die Zukunft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mit-der-kunst-des-erinnerns-in-die-zukunft</link><description><![CDATA[ „Wo du erzählst, wird Himmel. Deine Worte sind aus Lied geformt. Ich traure, wenn du schweigst.“ In feinen, eindringlichen Gesten werden die Worte von Else Lasker-Schüler in Gebärdensprache übersetzt. Zu den Klängen von „L‘chaim“ von Giora Feidmann entspinnt sich eine Choreographie für eine Gruppe von tanzenden Menschen. Mir stehen die Tränen in den Augen. Diese Szene bewegt mich. In der Aula der Musikschule an der Hofaue probt der tanzchor60+, eine Gruppe von über sechzigjährigen Menschen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Der Großteil von ihnen ist über siebzig. Seit mehr als acht Jahren schon tanzen und singen sie zusammen, angeleitet von der Chorleiterin Hilde Kuhlmann und erstmals dem Tänzer Wigabriel Soto Eschebach. Ihre Arbeit „Goldenglück“ versteht sich selbst als szenisches Firmament, als Sternenhimmel mit golden wie schmerzhaft funkelnden Momenten der eigenen Lebenswege. Am 22. Februar feiert die Produktion im Theater am Engelsgarten ihre Premiere. 

 Was berührt mich so tief? Es sind die faszinierenden Menschen vom tanzchor60+, deren Engagement und Lebenslust singend und tanzend einen künstlerischen Ausdruck finden. Jahr für Jahr schreibe ich die Texte für ihr Programmheft. Sie sind mir ans Herz gewachsen, in ihrem Mut, ihrer Erzähl-, Tanz- und Sing­lust. Noch mehr fügt sich für mich zusammen. Kürzlich, am 27. Januar, war der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Erstmals seit vielen Jahren habe ich die Serie „Holocaust“ wieder gesehen. Das hat mir zugesetzt, deutlich gemacht, wie wichtig es ist, mit der Kunst des Erinnerns in die Zukunft zu gehen. Die 94-jährige KZ-Überlebende Esther Bejarano singt beseelt mit der Microphon Mafia mehr als gegen das Vergessen, für eine erinnernde Zukunft. Schon vor ein paar Jahren war sie mir in dem Film „Mut zum Leben“ begegnet, einer „Botschaft der Überlebenden von Auschwitz“, einem Film über „Mut, Widerstand und die unzerstörbare Würde des Menschseins“. Dieser Film hat mir über die ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:21:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mit-der-kunst-des-erinnerns-in-die-zukunft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-63]]></dc:identifier></item></channel></rss>