﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:20:26 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Warum Abwarten nicht Warten hei&amp;szlig;t</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/warum-abwarten-nicht-warten-heiszligt</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/warum-abwarten-nicht-warten-heiszligt" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Warum Abwarten nicht Warten heißt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/warum-abwarten-nicht-warten-hei223t</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/273/img-max-christian-graeff6.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/273/images/img-max-christian-graeff6-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Ungewohnte Töne drangen durchs Fenster, ein Kreischen und Lachen, ein Albern und Jagen, und etwas rumpelte den steilen Berg herab. Alltag in einer Schulstraße, doch so lange nicht gehört … Sie sind also wieder da, dachte ich am Schreibtisch, bis mir auffiel, dass es elf Uhr abends war. Seit Stunden hatte ich nicht mehr rausgeschaut. Die Welt war weiß, es schneite noch weiter, doch schon war‘s wieder still und die Kinderhorde wohl nur auf dem Weg ins Bett. Am Morgen taute es bereits; im Radio lief ein Bericht über ausgelastete Krematorien. Auch wenn die Bestatter gerade alle Hände voll zu tun haben, so fallen ihnen doch viele Aufgaben weg, die den Abschied weniger nüchtern machen: das Planen von Trauerfeiern und Leichenschmäusen und damit auch das Vermitteln von Abschiedsreden, von einfühlenden „letzten Worten“, mit denen seit der Abnahme kirchlicher Bindungen oft auch freie Autoren und Autorinnen beauftragt wurden. Selbst wenn es dann wieder möglich ist, werden viele denken: Lassen wir‘s doch fort; es geht ja auch so. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Mehrmals am Tag fallen mir Umstände, Handlungen und Gewohnheiten auf, die sich mit der Zeit ändern, ob leise oder lauter, und die sich seit nun fast einem Seuchenjahr bereits geändert haben. An der Wand ein Plakat des Lokals Simonz mit den Terminen für März 2020, auf dem ich unter dem Slogan „Trink, was du nicht lesen kannst“ mit Büchern und Schnaps posieren durfte. Es hing nicht lange und beendete eine Serie von etwa 100 Monatsplakaten zu Konzerten und anderen Ereignissen. 

 Vorhin schaute ich mal nach, ob das Lokal noch lebt: Wie auch bei anderen ist die Webseite noch da, steht jedoch nachrichtenfrei und still im Winterwind. Die Wirte sind erschöpft darin, zu sagen, dass es bezüglich des Ungewissen nichts Neues gibt. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, als Schreibender nicht angeregt zu haben, den Slogan umzudrehen: „Lies, was du nicht trinken kannst!“ Wenn ...]]></description><pubDate>Wed, 20 Jan 2021 17:15:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/warum-abwarten-nicht-warten-hei223t</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-273]]></dc:identifier></item></channel></rss>