﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:12:08 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juli 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Leben von der Kunst als Weg]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/leben-von-der-kunst-als-weg</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/630/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/630/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Wer sich Ziele setzt, kennt das. Immer wieder ändert sich etwas, und der Königsweg nimmt eine überraschende Wendung. Oft muss man, erst einmal alleine, schnell sein. Mal will man auch abwarten oder sogar ein Stück zurückgehen, um gemeinsam weiterzukommen. Trauer über vermeintlich vergeudete Zeit kommt da nicht auf, obwohl sie den eigenen Lebensweg als Bildungswerk Vieler ebnet. 

   
Tine Lowisch – Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Diese Erfahrung ist tatsächlich universell. Und ob man den für sich abgesteckten Pfad im passenden Moment besser wieder verlässt, ist eine individuelle Entscheidung. Aufgeben, Dranbleiben, Umdenken? Egal, denn immer wieder ändert sich etwas. Zu den menschlichen Denkfallen gehört, dass die sogenannten Schönen Künste als etwas Hohes, als etwas über jeden Zweifel Erhabenes – Kunst als Gegenmodell zu allem Profanen – reservierte Plätze braucht. Das habe ich auch geglaubt. Nun, nach einer Pandemie, denke ich, dass ein vormals wie in Stein gemeißelter Grundsatz der westlichen Moderne in Bezug auf die Kunst einfach nicht mehr gilt: Der Sehsinn kann jetzt nicht mehr wichtiger sein als der Tastsinn. 

 Dafür sind die neuen, digitalen Wirklichkeiten in der Kunst in den letzten paar Jahren durch technischen Fortschritt einfach zu bildgewaltig geworden und zirkulieren viel zu schnell, ohne jemals wieder zu verschwinden. Vielleicht trägt dieser überholte Grundsatz, dass das Auge, als übergeordnetes menschliches Sinnesorgan, immer gehandelt als Stellvertreter für den menschlichen Geist, vor dem taktilen, menschlichen Gefühl rangiert, sogar im Moment, wie ein Brennglas dazu bei, dass Überforderungen einfach extrahiert werden. Erst einmal ausgelagert werden und dann in eine Art Schattenhaushalt oder Sondervermögen der menschlichen Gesamtverantwortung übergehen. Ist die Postnormale Moderne, ausgestattet mit ihren rosa VR-Brillen, Tablets und Smartphones von Bayreuth bis nach Barmen also immersiv auf der Suche nach dem Endlager für ihre ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Jul 2023 21:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/leben-von-der-kunst-als-weg</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-630]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Auch die Sprache steht im Rückreisestau]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/auch-die-sprache-steht-im-r252ckreisestau</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/629/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/629/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Ein Kolumnenschreibtisch im Garten, die Hummeln wühlen im blühenden Majoran und auf dem Hügelbeet randalieren die Taglilien. Wer hat ein solches Idyll verdient, in dieser Welt, die drumherum doch ganz anders ist? Es ist der erste Sommer des offiziellen Anthropozäns, der vor etwa 250 Jahren begonnenen Wende zum neuen, durch menschliche Fähigkeit bestimmten Erdzeitalter. Den zur wissenschaftlichen Gültigkeit des Begriffs nötigen Messpunkt meint man, nun gefunden zu haben. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C Paravicini 

 Wie schnell es geht: Am Anfang dieser irren Beschleunigung lebten meine Ururgroßeltern in Blombach und am Büngershammer, in Den Haag, Insterburg und andernorts und droschen auf Stroh, Eisen und andere Menschen ein. Von ihren Gesprächen über das Wetter oder über Schuld und Recht, Heimat und Fremde würde ich heute kein Wort verstehen, dabei sind sie doch nur fünf Leben von meinem Gartenglück entfernt. Ihre alten Sprachen und selbst die bergischen Dialekte habe ich nicht mehr gelernt. Auch die Sprachwelten drehen sich: immer schneller und zugleich viel zu langsam. 

 Das Wahrnehmen verschiedener Richtungen der Sprache verstärkte sich ab der Sexta durch Lehrer, die ihre in Diktatur und Krieg verlebte Jugend und Überzeugung immer noch weitergaben und uns – vor 50 Jahren – zu menschenfeindlichen Aufsätzen zwangen. Zum Glück versuchten bald jüngere Lehrerinnen und Lehrer, Rassismus und Antisemitismus aus dem Gemüt und täglichen Sprachgebrauch zu spülen. Ein überfälliger Umbruch, den nur jene als Verlust empfanden, die Angst vor jeder Veränderung hatten. Für andere und mich war es die Entdeckung, das Leben durch bewusstes Formulieren, durch ein aktives Finden der Sprache als unsere Zeit gestalten zu können. 

 In der Folge kamen tausende Wörter aus allen Kultursparten dazu, auch kommerzialisierter Jugendslang und Modebegriffe. Doch die schon damals als überfällig geltenden Wandlungen hin zur sprachlichen ...]]></description><pubDate>Wed, 19 Jul 2023 07:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/auch-die-sprache-steht-im-r252ckreisestau</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-629]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ein Bündnis von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Einzelhandel]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ein-b252ndnis-von-kunst-kultur-wissenschaft-und-einzelhandel</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/625/bodoberheide.jpg" length="306324"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/625/images/bodoberheide-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Bodo Berheide​ 

 Ausgangspunkt für die Gründung der Art Fam 7+ war das Projekt „multiplikARTiv“ im Herbst 2021. Dreißig Menschen aus vielen Kulturen haben in 16 leerstehenden Ladenlokalen der Elberfelder Rathaus-Galerie zusammen Kunst gezeigt, getanzt, getrommelt, Workshops veranstaltet und diskutiert, afrikanische Mode gezeigt, getrunken und gegessen. Unsere Idee war es vor allem, bunte Kunst und Kultur dahin zu bringen, wo ansonsten gekauft und konsumiert wird. 

   
Bodo Berheide - Foto: Piet Bieniek 

 Am Ende des Projektes richteten einige Künstlerinnen und Künstler in Absprache mit dem Centermanagement in einem großen, leerstehenden Ladenlokal eine Galerie ein – auf unbestimmte Zeit, monatlich kündbar. So gründete sich die „Art Fam 7+“ mit sieben sehr unterschiedlichen Kunstschaffenden. Wir haben uns für die Vielfalt entschieden: Unsere Herzensangelegenheit ist die Förderung der bunten Lebendigkeit von Menschen aus möglichst vielen Kulturen und die Präsentation aller denkbaren und hier möglichen Ausdrucksformen. So veranstalteten wir in den letzten eineinhalb Jahren insgesamt über 30 Events. 

  Mitbegründer des fast fünfzig Jahre alten Atelier- und Galeriekollektivs in Wuppertal, ausgerichtet auf eine intermediale Zusammenarbeit, und als Autor der sechs Tonnen schweren gusseisernen Skulptur „figura magica“, die auf einer 19-jährigen Weltreise in neun Ländern auf fünf Kontinenten zu Gast war, war es schon immer mein Interesse, eine Verknüpfung der unterschiedlichen Kulturen und Lebensbereiche herzustellen. Kunst öffentlich zu machen und mit ihr dahin zu gehen, wo das Leben stattfindet, also die heiligen Hallen der Museen und Galerien zu verlassen, ist eines unserer Vorhaben. Ebenso wollen wir weiterhin Menschen aus möglichst vielen Kulturen miteinander in Verbindung bringen, um gegenseitige Vorurteile zu überwinden. 

 In der bisherigen Zeit in der Rathaus-Galerie kamen schon viele Kontakte zustande und neue kommen immer wieder hinzu. So ist ...]]></description><pubDate>Tue, 11 Jul 2023 22:10:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ein-b252ndnis-von-kunst-kultur-wissenschaft-und-einzelhandel</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-625]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Tanzt, tanzt für ein gemeinsames Morgen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/tanzt-tanzt-f252r-ein-gemeinsames-morgen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/622/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/622/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Der „Tanz mit den Widersprüchen“ zieht seine Runden. Der Gründer des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit, Jacob Bilabel, trägt diese Aufforderung in die bundesweite Kunst- und Kulturszene: Vielerorts ist sie zum Wegbegleiter geworden, um auftauchende Hürden und Hindernisse hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft besser bewältigen zu können. Mitten in der Aula des Wuppertal Instituts im September 2020 wurde das seither rasant gewachsene Aktionsnetzwerk auf der Sommerakademie der Kulturpolitischen Gesellschaft verkündet. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Es unterstützt mit Weiterbildungen, Vernetzungs- und Austauschplattformen und bringt notwendige Veränderungen auf den Weg. Es befähigt Kulturakteure und Kulturakteurinnen mit den Herausforderungen des Klimawandels aktiv umzugehen. Gemeinsamer Horizont ist, bis 2030 den Ausstoß an Klimagasen um 65 Prozent zu reduzieren. Noch viel ist zu tun: Die vierte Ausbildungsrunde steckt gerade in der Prüfungsphase, ich selbst mittendrin. Motiviert hat mich, Wissen und Netzwerke noch mehr für die Belange unserer quirlig aktiven freien Szene nutzbar zu machen. Die heißen letzten Juni-Tage haben mich emotional bewegt: Neben dem Ausloten meiner bundesweit aufgestellten Transformationsmanagement-Arbeitsgruppe Sonne für unser Nachhaltigkeitskonzept „Insel(n) für morgen“, war insbesondere der letzte Freitag intensiv. Es ist der Todestag Pina Bauschs. Einigen wird es ähnlich gehen: Mein Leben hat sie enorm geprägt. Ohne sie wäre ich vor 17 Jahren nicht in Wuppertal gelandet, hätte nie die bewegenden Stücke, Persönlichkeiten und das großartige internationale Tanzfestival 2008 erleben können. 

 Bis heute ist für mich Pinas kulturelles Erbe besonders in den Künstlerinnen und Künstlern lebendig, die ihren Geist im eigenen Schaffen und Leben selbst kreativ weitertragen. Malou Airaudo, Mark Sieczkarek, Rainer Behr, Jorge Puerta Armenta, Cristiana Morganti, Thusnelda Mercy, Pascal Merighi, Anne Martin ...]]></description><pubDate>Tue, 04 Jul 2023 21:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/tanzt-tanzt-f252r-ein-gemeinsames-morgen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-622]]></dc:identifier></item></channel></rss>