﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:24:18 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - September 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wunder braucht das Leben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wunder-braucht-das-leben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1005/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1005/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Schon seit Wochen wirbeln bunte Blätter durch die Luft. Eben verbrachten wir die Tage noch schwitzend im Sommerkleid oder kurzen Hosen, jetzt ziehen vor unseren Augen dunkle Wolken über die Stadt. Gefühlt hat es gar nicht so selten geregnet in den letzten Wochen, zugleich lechzen Bäume und Pflanzen immer noch nach Wasser. Vom Küchenfenster aus blicke ich auf die Blätter der Kastanie hinter dem Haus, so vertrocknet, dass es kaum vorstellbar ist, hier jemals wieder grüne Blätter sprießen zu sehen. Der Herbst ist da. Einst, als ich in der Ferne lebte, habe ich den Wechsel der Jahreszeiten vermisst. Tröstend hält er uns die Vergänglichkeit allen Lebens vor Augen.   
Uta Atzpodien - Foto Ralf Silberkuhl 

 Trost ist willkommen inmitten der Trauer um den Kollegen und Freund, den Choreografen und Künstler Mark Sieczkarek. Mehr als zehn Jahre lang habe ich ihn liebgewonnen und in Vielem staunend schätzen gelernt. Nun gehen Schmerz und Staunen Hand in Hand, verneigen sich vor all dem Wundervollen, was Mark Sieczkarek über seine Person und seine Kunst in unser Leben gebracht hat. 2015 sah ich seine Tanzproduktion „The tower“ in der börse, sie war von der Turmkarte im Tarot inspiriert, die für den Zusammenbruch überlebter Systeme und zugleich für die Chance auf einen Neubeginn steht. Diese Tage spüre ich einfach einen großen Verlust. 

 Am Wochenende holte ich eine mir nahestehende Person von einem Seminar zum gemeinschaftlichen Wirtschaften in Koblenz ab. Wir machten uns auf nach Valledar am Rhein, um einen 91jährigen blinden Pater in einer kirchlichen Hochschule zu besuchen. Voll liebevollem Humor erzählte dieser von 50 Jahre zurückliegenden Treffen, gemeinsamen Liedern und Ausflügen, als ob sie gestern gewesen wären. Tastend suchte er den Weg zu einer Kirchorgel, auf der er unter die Haut gehende Orgelwerke spielte, die sich tröstend im Kirchenraum ausbreiteten. Einst bekannt für theologische Schriften wie „Was die Bibel Wunder nennt“ oder ...]]></description><pubDate>Tue, 23 Sep 2025 22:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wunder-braucht-das-leben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1005]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Aus der Zeit gefallen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/aus-der-zeit-gefallen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1000/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1000/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Zurück aus der mit Händen greifbaren, den Atem beeinflussenden Stille der Berge, in denen der eigene Herzschlag zum alles umfassenden Geräusch werden kann, versuche ich, wieder in der kontrastreichen Welt des Wuppertaler Kulturlebens anzukommen. Menschen sind zu betrauern, wie der Tänzer, Choreograph und Künstler Mark Sieczkarek, den die Krankheit in seine ureigene Stille geführt hat. Wahlergebnisse überraschen und durchrütteln die Routinen in unserer Stadt. Gewissheiten verfliegen, und oft steht gefühlt wieder alles auf Anfang, alles auf Neu. Das mutet um so fremder an, als ich eben noch Teil einer mit ihrer Vergangenheit viel verbundeneren Welt sein durfte, eintauchen konnte in die Geschichte eines Ortes, der sich nur langsam verändert. Doch weg mit aller Urlaubsromantik. Der Alltag rollt heran und ich springe auf. Vor meinem Fenster rauscht nicht mehr der Rindbach, sondern der Wuppertaler Verkehr. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Dennoch nehme ich – gerade als Kunstschaffender – diese Sehnsucht mit: nach Raum, der sich in Ruhe füllen darf, der nicht unbedingt zielgerichtet organisiert sein will. Kunst entsteht nicht, indem ich von A nach B gehe – womöglich Ressourcen schonend –, sondern oftmals, indem ich B vage suche und dabei A entdecke – oder so ähnlich. Kürzlich las ich von einer Schriftstellerin, die zum Schreiben einen Ort aufsuche, an dem sie kein Internet hat, ein Zimmer, in dem nur Papier und Stifte liegen. Diesen Impuls kann ich gut verstehen. Die Ultra-Vernetzung mit scheinbar potenziell allem und jedem erschwert den Fokus, das Scharfstellen auf etwas, das noch zu finden ist. Doch vor allem erlebe ich immer wieder, dass uns das Digitale nicht vernetzt, sondern verwirren kann. Es bedient unseren Hang zur Sucht, unsere innere Einsamkeit, auch unseren Informationswillen. Doch letzten Endes geht es ums Atmen. Um Versenkung, den Augenblick, etwas in sich ans Licht zu holen und zu bearbeiten. 

 In „Meetings“, die ...]]></description><pubDate>Wed, 17 Sep 2025 20:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/aus-der-zeit-gefallen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1000]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ein Zentrum für die Stadt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ein-zentrum-fuer-die-stadt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/998/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/998/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Nur noch fünf Tage, dann entscheiden auch die Wuppertaler und Wuppertalerinnen, wie es für ihre Stadt weitergehen soll. Wir wählen neue Bezirksvertretungen, neu zusammengesetzte Ausschüsse, einen neuen Stadtrat und auch einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Alles neu. Die fünf Jahre, die nun vor uns liegen, werden wohl schneller vergehen als es die anstehenden Aufgaben verkraften. Also: runter vom Sofa und rein ins Wahllokal. Und direkt danach in die Kulturorte und auf die öffentlichen Plätze. Denn die Bereitstellung offener Räume für konstruktive Gespräche macht eine Stadt erst lebenswert. Wuppertal weiß das und ist da bürgerengagiert seit Jahrzehnten dran 

   
Tine Lowisch -Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Es fehlt dabei etwas an Übersicht, denn die ist in dieser vielteiligen Stadt ohne Zentrum nicht leicht zu behalten. Daher war ich bei der letzten öffentlichen Versammlung des Fördervereins für das Pina Bausch Zentrum (PBZ) ebenda auch nicht sonderlich überrascht, als von den 11! OB-Kandidatinnen und -Kandidaten für mein Gefühl mehr oder weniger orientierungslose Antworten auf die Fragen „Welche Vision haben sie für das Pina Bausch Zentrum?“ oder auch „Welche Rolle spielt Kultur in ihrer Vorstellung von Stadtentwicklung, Bildung und Gemeinwohl?“ gegeben wurden. Ich kann verstehen, wenn die Phase kurz vor einer Wahl die Kandidatinnen und Kandidaten erschöpft, denn es waren bis auf wenige Ausnahmen tatsächlich überraschend impulslose Eingaben für die kulturelle Zukunft unserer Stadt unter den Antworten. 

 Ich finde das im Grunde gar nicht so schlimm, auch wenn ich es ehrlicherweise nicht erwartet habe. Ich denke, dass jeder in dieser Stadt eine Meinung zum PBZ haben sollte. Also wirklich jeder und jede, also auch die Kandidaten für das höchste Amt der Stadt. Dass dem nicht so ist, zeigt aber auch, dass an der Kluse im Wupperbogen im Schauspielhaus (also im neuen Pina Bausch Zentrum), für das sich ja zum ...]]></description><pubDate>Wed, 10 Sep 2025 07:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ein-zentrum-fuer-die-stadt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-998]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Neues Spiel, neues Glück]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/neues-spiel-neues-glueck</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/997/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/997/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Da sind sie also wieder mit ihren länger werdenden Schatten, diese taumelnden, bald schon purzelnden, ins Dunkle schmelzenden Tage. Die erste Woche nach den Ferien hat gehalten, was sie versprach: Wir stürzen in heiterer Turbulenz auf die Schulhöfe des Lebens zurück; alles gestikuliert wild, erzählt von Abenteuern in der Fremde, von Erlebtem und Verpasstem – oder auch nur von wenigen stillen Tagen jenseits der Krawalle des Alltags. Jetzt heißt es, sich zu beeilen und schon mal die Tulpenzwiebeln zu kaufen, um dann im Advent festzustellen, dass man schon wieder nicht zum Setzen kam. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auch in der freien Kunst und Kultur schnurrt der Kalender nach festen Regularien ab; die Projekte fürs nächste und übernächste Jahr müssen geschrieben werden, denn Projektfördermittel haben meistens feste Einreichtermine. Die administrativen und finanziellen Freiflächen für Spontanes, für kurzfristige Ideen und schnelle Reaktionen auf das Weltgeschehen sind verschwindend klein geworden. Die Freien Szenen aller künstlerischen Gewerke tragen zwar den Nimbus der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, doch hängen in Wirklichkeit alle am lebenserhaltenden Tropf. Und was dieser in Zukunft noch durchlässt und in die Adern der Stadt und ihrer Kunst und Kultur fließen lässt, das entscheidet sich im laufenden Monat Ihrer Wahl. Bitte gehen Sie wählen; verschenken Sie dieses Recht nicht an vage Verzweiflung oder Beliebigkeit. 

 Dieser wöchentliche Platz dient der Aufmerksamkeit auf etwas Unbestimmbares: Die sogenannte Freie Szene ist – vor allem in einer so großen und an Fähigkeiten, Talenten und Möglichkeiten überreichen Stadt – eine nicht exakt beschreibbare Wolke. Auch unser Netzwerk FNWK ist nur ein Teil des Ganzen, eine Art Lobby, eine beispielhafte, stets unvollständige Interessenvertretung. Es braucht Nachwuchs, Nachschub und Impulse, um auf der Höhe der Zeit zu sein und um die Belange der unorganisierten ...]]></description><pubDate>Wed, 03 Sep 2025 08:15:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/neues-spiel-neues-glueck</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-997]]></dc:identifier></item></channel></rss>