﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 18:18:00 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Januar 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/januar-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/januar-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was soll uns ausmachen?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-soll-uns-ausmachen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/889/hungminkraemer.jpg" length="141909"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/889/images/hungminkraemer-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Hung-min Krämer 

 Ein Freund hat letztens ein Video in seiner Whatsapp-Story geteilt. Zu sehen waren zwei goldene Schlangen, die das Jetset-Leben führen, mal in Skianzügen mit Skibrillen, vor dem prasselnden Kamin, im Faux-fur auf dem Rücksitz einer Limousine, mit Champagnergläsern im Cocktailkleid und Anzug, am türkisblauen Pool. In der christlich-westlichen Symbolik ist die Schlange ja eher negativ konnotiert, und so fand ich dieses Video im ersten Moment irritierend. Ich empfand eine Mischung aus Staunen und leichtem Schaudern, etwas, das KI-generierte Videos schon manches Mal in mir ausgelöst haben. 

   
Hung-min Krämer - Foto: Anna Schwartz 

 Überhaupt ruft das Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ die verschiedensten Reaktionen hervor; nicht wenige reagieren, vielleicht begründet, mit Sorge und Skepsis. Aber sogar auf die ersten Tomaten haben die Menschen in Europa mit Ablehnung reagiert. Und ungefähr so, wie wir um Tomaten in der europäischen Küche nicht mehr herumkommen, werden wir auch um die Künstliche Intelligenz nicht herumkommen. 

 Leiter des Kirchenchores, in dem ich singe, hat in einer beiläufigen Unterhaltung einmal darauf hingewiesen, dass er der Meinung ist, dass der Mensch in manchen Bereichen, zum Beispiel der Konzertmusik, nicht durch künstliche Intelligenz zu ersetzen sein wird. Ich habe ihm damals widersprochen, ohne ihn wirklich ausreden zu lassen; aber natürlich hat er Recht. Es wird immer Bereiche geben, in denen der Mensch durch das, was ihn ausmacht, einer künstlichen Intelligenz überlegen sein wird. Kreativität zählt allerdings nicht unbedingt dazu. 

 Qualität und Fiktion, Täuschung und Illusion, Wahrnehmung und Erleben, das Austesten von Grenzen sind einerseits Themen, mit denen uns künstliche Intelligenz manchmal beunruhigend konfrontiert; aber es sind auch seit jeher Gefilde, in denen kunstschaffende Menschen zu Hause sind. Und deshalb brauchen wir Menschen, die mit ihrer künstlerischen Intelligenz, mit ihrer ...]]></description><pubDate>Tue, 28 Jan 2025 23:32:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-soll-uns-ausmachen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-889]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur als Gelingensbedingung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-gelingensbedingung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/887/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/887/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „C the Unseen“ weckt als Titel Neugier und begleitet Chemnitz als diesjährige europäische Kulturhauptstadt. Sie wurde letztes Wochenende eröffnet. Chemnitz, jahrzehntelang als Karl-Marx-Stadt bekannt, verblasst im Osten mitunter neben Leipzig und Dresden. „Bislang Ungesehenes zu entdecken“ ist ein ermutigender Vorsatz, der nicht nur die Gestaltungslust der Einwohnerinnen in den Fokus rückt. Mit Vorhaben wie dem Projekt „#3000 Garagen“ entstehen lebende Archive, Kreativ- und Begegnungsräume. Darüber hinaus spielt auch die geschichtliche Aufarbeitung in all ihrer Ambivalenz eine zentrale Rolle. 2018 haben sich die rechtsextremen Ausschreitungen nach dem Totschlag auf dem Chemnitzer Stadtfest in unsere Erinnerung gebrannt. Festivals, Ausstellungen, Konzerte, Performances, Theater und Sport sollen im Laufe des Jahres nun rund zwei Millionen Besucher in die Stadt locken. Gegendemos von rechts gab es bereits. Sie gehen mit einem Kulturverständnis einher, das mit dem reichen Angebot bisher wenig anfangen möchte. Bundespräsident Steinmeier lädt mit „Lassen Sie uns Zukunft wieder gemeinsam gestalten“ zu Zuversicht ein. Also, auf nach Chemnitz. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Viel Nachdenklichkeit angesichts unserer weltweiten aktuellen politischen Lage und konkret der Situation der Kultur durfte ich kürzlich in der Podcast-Reihe „Wie geht’s?“ mit dem Hamburger Kulturdezernenten Carsten Brosda erleben, der übrigens den Kulturetat in seinem Ressort deutlich erhöht hat. „In einer rasenden Geschwindigkeit ribbeln sich jahrhundertealte Errungenschaften auf“: Seiner Gesellschafts-Diagnose stellt er das Arbeiten an sinnhaften Strukturen gegenüber und die Frage: „Wie können zwischenmenschliche Begegnungen gelingen?“ 

 Ganz wichtig dafür ist, dass Kulturpolitik, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Relevanz der Kultur für unsere vielgestaltige Gesellschaft ins Zentrum rücken. Was unsere Gesellschaft zusammenhält, ist eine ...]]></description><pubDate>Wed, 22 Jan 2025 00:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-gelingensbedingung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-887]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst im Kampf gegen Ideologie]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-im-kampf-gegen-ideologie</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/886/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/886/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Ich habe nachgeschaut (unter  ➜  fnwk.de/kolumne   können Sie alle Texte, die seit Januar 2018 erschienen sind, nachlesen): Meine erste Kolumne im Jahr 2024 trug den Titel „Kultur gegen Brandstifter“. Sie beschäftigte sich mit Erfolgsstrategien der Neuen Rechten und möglichen Reaktionen der Kultur darauf. Einige Jahre zuvor hatte ich im Osten „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch inszeniert und auf diese Thematik zugespitzt. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Vor einem Jahr sind Millionen von Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen, um gegen Hass und Hetze, für Solidarität und eine starke demokratische Gesellschaft zu protestieren. Die Dimensionen konnten erstaunen und Mut machen. Beinahe wirkte es – so schrieb ich damals –, „als hätten wir nur auf ein Signal gewartet, um endlich hervortreten zu können: Wir sind da, uns eint etwas, wir wollen gemeinsam unsere Zukunft gestalten“. Auslöser waren die Enthüllungen zu einem Treffen von AfD-Politikern, Neonazis und finanzstarken Unternehmern gewesen, das nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland plante. Auch wenn diese Ideen schon damals kein Geheimnis mehr waren, war ein großer Aufschrei durch die Gesellschaft gegangen. 

 Heute, ein Jahr später, bestimmen eben diese Vorhaben im Wortlaut die Wahlprogramme der Rechten und haben längst auf andere Parteien der Mitte abgefärbt. In Österreich wurde man damit stärkste Partei und stellt womöglich den nächsten Kanzler. Die Brandstifter vollbringen ihr Werk am helllichten Tag. Ein scheinbar neues Phänomen tritt hinzu: Die Fratze des Tech-Milliardärs mit seiner Unterstützung für die Rechten, wohl auf Destabilisierung demokratischer Strukturen im Allgemeinen abzielend, um eigene finanzielle wie egomane Ziele zu verfolgen. Es fällt schwer, sich angesichts solcher technischer wie finanzieller Übermacht „als Kultur“ zu positionieren. 

 In den letzten Wochen haben Dutzende von ...]]></description><pubDate>Wed, 15 Jan 2025 09:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-im-kampf-gegen-ideologie</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-886]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was lässt sich dieses Jahr lösen?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-laesst-sich-dieses-jahr-loesen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/877/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/877/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Schon seit Jahren gehe ich in der Silvesternacht früh ins Bett. Früher als in jeder anderen Nacht eines Jahres. Denn nur, wenn ich die Tiefschlafphase erreiche, bekomme ich nichts mit von diesem für mich unerträglichen Geböller und Getöse, das bei weitem nicht nur die Haustiere erschreckt. Am nächsten Tag freue ich mich dann tipptopp ausgeschlafen auf das neue Jahr. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer von Erp 

 Jetzt ist dieses Jahr 2025 schon acht Tage alt und mir bleiben noch ganze 50 Kalenderwochen, um zu überlegen: Was lässt sich dieses Jahr lösen, was legt sich fest? Wird es zum Beispiel die Kunst weiter schaffen, Emotionen zu fördern und, wenn diese Emotionen gefährlich werden könnten, diese zu läutern (sehr frei nach Aristoteles, der damit in Bezug auf den Nutzen von Kunst Platon widerspricht). Werden Städte und ländliche Regionen auch durch künstlerische Interventionen tatsächlich wiederbelebt und dadurch wieder bewohnbarer? Werden hermetische Systeme sich wirklich öffnen und verfahrene Situationen sich womöglich wandeln? 

 Die Sterne dafür stehen im Moment günstig – denn Venus übernimmt. Wer also nicht nur an die (Nächsten-)Liebe glaubt, kann in diesem Heiligen Jahr in Rom sogar durch eine geöffnete Gefängnismauer, durch eine fünfte Heilige Pforte schreiten. Was bedeutet das und wie stimmig sind religiöse Symbole oder Phänomene überhaupt? Wer soll sie deuten, und: Warum erheben Symbole und Phänomene meist den Anspruch, dass ein Sinn daraus abzuleiten ist? Und weil die Kunst, die mir gefällt – die mit dem ironisch-konzeptuellen Ansatz, die mit anteiliger Parodie oder die mit dem Komödiantischen im allgemeinen Trauerspiel – vor eben diesem Anspruch flieht, tummel ich mich einfach weiter in Museen und Kunsträumen jeder Art und lese daher gerne in dieser und auch in anderen Zeitungen und Magazinen, online und auch analog, dass die Besucher und Besucherinnen nun nicht mehr nur zaghaft dorthin zurückkommen. 

 In Museen, ...]]></description><pubDate>Tue, 07 Jan 2025 22:17:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-laesst-sich-dieses-jahr-loesen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-877]]></dc:identifier></item></channel></rss>