﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 18:27:24 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Das Aushalten des Nichtwissens ist Kultur</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Aushalten des Nichtwissens ist Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/247/img-max-christian-graeff4.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/247/images/img-max-christian-graeff4-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die Sonne schlägt sich flach durch Stadt- und Landkulissen und zeichnet die Welt in scharfen Kontrasten. In dieser Woche herrscht meist klare Sicht und wir fühlen uns dennoch, als säßen wir im milchigen Dunst, ausgesperrt von Raum und Zeit, nicht teilnahmeberechtigt an vielem, was uns vermeintlich zusteht. Die kurze Entspannung der Sommerfrische ist verweht; längst sind die Worte wieder schärfer und die Risse und Brüche tiefer geworden, quer durch die Gesellschaft, durch Familien und Gruppen, Vereine und Kollegien. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Die unabsehbare Dauer und Intensität schutzsuchender Maßnahmen liegt uns im Magen, als hätten wir eine Riesenportion Christstollenteig roh verschlungen; da helfen auch die kleinen Schnäpse der Präsidentenwahl und der möglichen Serumsfindung kaum weiter. Mit jeder Zahlenkolonne in der Brandung des medialen Meeres rollen uns haushohe Brecher entgegen, auf denen selbst Wissenschaftler kaum reiten können; die meisten von uns können sich kaum ein paar Sekunden auf dem Surfbrett halten, bevor die Wogen uns verschlingen. 

 In diesem wüsten Szenario sehen wir kaum, dass dies für weite Teile der Erdbevölkerung seit jeher Alltag ist: Das Nichtwissen dessen, was unbekannte, menschlich-unmenschliche Mächte gerade aus unseren Vorstellungen machen. Im Traum der erwerbbaren Sicherheit – koste es (andere), was es wolle – haben wir uns sämtliche Schwimmflügelchen angezogen, die von fleißigen Versicherungsagenten als Werbegeschenke verteilt wurden, bis wir das Schwimmen verlernten, sprich: das Orientierungswissen jenseits der Zahlen. 

 Die Erkenntnis, dass sich die Antworten auf wissenschaftliche Fragen nicht gegen die sonstigen Lebensprobleme ins Feld schicken lassen, darf kein Futter für jene egomanischen Kreischer sein, die mit ihrer lächerlichen Furcht vor den Masken die Freiheit anderer angreifen (denn nichts anderes tun sie). Im Gegenteil: Sie zeigt die Not und ...]]></description><pubDate>Wed, 11 Nov 2020 10:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-247]]></dc:identifier></item></channel></rss>