﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:57:24 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Verborgene Juwelen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/verborgene-juwelen</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/verborgene-juwelen" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Verborgene Juwelen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/verborgene-juwelen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1012/kenjitakagi.jpg" length="149193"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1012/images/kenjitakagi-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Wuppertal ist ein wenig spröde. Eine Verwandte aus meiner Heimatstadt Hamburg, die mich einmal hier im Tal besuchte, war schockiert, nachdem sie am Barmer Bahnhof ausgestiegen war. Sie musste die Hässlichkeit, die einige Anblicke boten, erst einmal verdauen. Gleichzeitig, nach 25 Jahren Wuppertal, kommen mir einige Gegenden in Hamburg jetzt ziemlich abgehoben und weltfremd vor. Wuppertal ist merkwürdig. In der Enge des Tals verstecken sich Überraschungen. Manchmal kommen kleine Juwelen zum Vorschein. Das alte Schauspielhaus, das zum Pina-Bausch-Zentrum werden soll, erzählt davon. Wenn ich im Foyer an einem der runden Tische sitzend durch die Fenster in den japanischen Garten schaue, will mein Blick immer wieder die türkisgrüne, abblätternde Farbe des Wasserbeckens abtasten, als sei hinter dieser faszinierend dekadenten Oberfläche etwas Tieferes zu finden. 

   
Kenji Takagi ist freischaffender Tänzer, Choreograph und Tanzvermittler. Von 2001 bis 2008 war er Ensemblemitglied des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch. Foto: Kenji Takagi 

 In diesem Haus sind wundervolle Dinge geschehen. Am 21. März 1987 tanzte Mark Sieczkarek in der Uraufführung von Pina Bauschs „Ahnen“ in Schottenrock und Lederjacke, mit zurückgegelten Haaren und Sonnenbrille zwischen Kakteen zu metallischer Punk-Disco-Musik um eine Gruppe merkwürdig maskierter Gestalten herum, die zusammenstanden wie ein schräges Familienfoto. Wow! Elektrisiert habe ich auf diese Szene geschaut, als wir bei den Proben von „Ahnen“ in der Lichtburg, dem Probensaal des Tanztheaters, die alten Videos studierten. Irgendwie geil. Irgendwie genau Mark. Alle kennen Pina Bausch, aber wer kennt noch Mark Sieczkarek? Er ist eines dieser Juwelen, die sich in dieser Stadt verbergen. Und es ist schade, auf eine Weise ungerecht, dass dieses Juwel so im Verborgenen geblieben ist. 

 Mark hat das Tanztheater damals nach wenigen Jahren verlassen. Seitdem war er freischaffend. Er hat unzählige Stücke choreografiert, dazu die ...]]></description><pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:24:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/verborgene-juwelen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1012]]></dc:identifier></item></channel></rss>