﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:24:05 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juli 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Unter dem Schreibtisch liegt der Strand]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/unter-dem-schreibtisch-liegt-der-strand</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/978/max-christian-graeff.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/978/images/max-christian-graeff-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Ein gutes Dutzend möglicher Anfänge stehen heute auf dem Schmierpapier, alle so richtig wie bedenkenswert, und die meisten sind Ihnen als Zeitungslesende bereits bekannt: Trump lässt die USA zugunsten seiner Kernkompetenz des Zerstörens wieder aus der UNESCO austreten. Die AfD feiert ein neues Modewort und so ist sicher bald (spätestens zur spätherbstlichen Nazibuchmesse in Halle) mit einem Bestseller namens „Mein Kulturkampf“ zu rechnen. Im TV-Morgenmagazin sagte ein Moderator: „Man muss als Künstler auch mal kreativ sein.“ Das erste Buch mit dem (warnenden?) Aufkleber „human written“ liegt im Handel, wohingegen computergenerierte Schlürfliteratur weiterhin nicht gekennzeichnet wird. Und kurz vor den Ferien organisierte das Freie Netz Werk Kultur dankenswerterweise eine Fragerunde mit den meisten für das Oberbürgermeisteramt Kandidierenden, in der allein die enttäuschten Einwürfe aus dem Publikum ermutigend und erhellend waren. (Die  ➜  WZ berichtete  , und meine Betrachtung unter dem Titel „So tun, als OB“ erscheint im nächsten Kulturmagazin „Die beste Zeit“.) 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Also, mit all jenem hätte diese Kolumne beginnen können, doch die Entscheidung fiel heute schwer. Mehrmals begann es zu regnen; die Nacktschnecken tanzten Polka im Gemüsebeet und die Laune beim Sichten der dystopischen Notizen wurde fragwürdig. Was könnte Sie denn interessieren in der Ferienzeit? Dass die Nachfrage nach Märchenbüchern im Keller ist? Dass wir immer noch keinen Sommerhit haben, obwohl in vier Wochen schon die Spekulatius im Laden stehen? Über die schönen Seiten, Erlebnisse und Leistungen der „Schönen Künste“ berichtet die WZ sowieso selbst (und im Vergleich zu früheren Jahren schön ausgiebig). Tiefenrecherche und exklusiver Klatsch sind fehl am Kolumnenplatz. Unser Team mit Gästen bespielt einen Zwischenraum, eine lokale kulturpolitische Drehscheibe mit eigener Meinung und Reflektion. Und da mag sich schon ...]]></description><pubDate>Wed, 30 Jul 2025 07:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/unter-dem-schreibtisch-liegt-der-strand</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-978]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kulturmigration]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kulturmigration</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/977/charishoffmann.jpg" length="113113"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/977/images/charishoffmann-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Charis Hoffmann 

 Jede ICE-Fahrt durch Wuppertal klebte ich am Fenster, den Verlauf der Schwebebahn verfolgend, die ich hin und wieder erhaschte. Ich weiß nicht mehr genau, woher mein Eindruck kam, vielleicht von einem Woga-Besuch, als der Hauptbahnhof noch ein Labyrinth war. Aber schon aus der Ferne wirkte die Wuppertaler Kulturszene roh, „edgy“ und lebendig. 

   
Charis Hoffmann - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Diese Wahrnehmung war entscheidend, als ich die Möglichkeit hatte, eine Stelle hier anzunehmen. Oh, wie richtig dieser Eindruck war. 

 Ich bin auf drei Kontinenten aufgewachsen, mit Eltern aus zwei Kulturen. Die äußere Frage, wo ich herkomme, und die Innere, wo ich hingehöre, waren immer schwierig. Erstmals zugehörig einer lokalen Gemeinschaft fühlte ich mich, als ich als Erwachsene in meine kleine Heimatstadt im Bundesstaat Washington zurückkehrte. 

 Als mich mein Berufsweg zurück nach Europa und schließlich nach Deutschland führte – wohin ich ursprünglich nie zurückwollte – rechnete ich nicht damit, dieses Gefühl erneut zu erleben. 

 Doch kurz nach meinem Umzug letztes Jahr entdeckte ich den Neuen Kunstverein Wuppertal und war beeindruckt von der Offenheit und der Möglichkeit, aktiv mitzugestalten. Schon beim ersten Treffen wurde ich gefragt, ob ich Ideen für das kommende Ausstellungsjahr hätte. Jede und jeder kann hier eine Ausstellung vorschlagen, auch ohne Mitglied zu sein. Diese Offenheit zeigt sich auch bei Vernissagen, Abendessen und dem vierteljährlichen „Salon“, einem Get-Together mit künstlerischer Intervention. Ich freue mich sehr, nächstes Jahr eine Ausstellung organisieren zu dürfen und mich inzwischen auch im Vorstandsteam einzubringen. Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich zum nächsten Salon eingeladen. Das Loch ist ein weiterer Ort, der mir ans Herz gewachsen ist. Das vielfältige Kulturprogramm und die einladende Atmosphäre machen es zu einem meiner liebsten Abendziele. Wuppertal ist auch die Heimat von Pina Bausch, deren ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Jul 2025 08:23:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kulturmigration</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-977]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Quo Vadis Wuppertal?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/quo-vadis-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/976/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/976/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Noch hängt flirrend die Betriebsamkeit der letzten Wochen in der Luft. Die Straßen unserer Stadt werden spürbar leerer und wie von Zauberhand entsteht mehr Platz für diejenigen, die zu Fuß, mit Rolli, Kinderwagen oder sonst unterwegs sind. Die Sommerferien haben begonnen. Mein Lieblingscafé Isas Plätzchen, unser Viertelrestaurant Hayat mit quirliger Außengastro und auch Kulturorte wie das LOCH und die INSEL nehmen sich nun ihre wohlverdiente Sommerpause. Unsere Stadt lädt zum Durchatmen ein. Mir gefällt diese Sommerzeit-Entschleunigung, ich fühle mich aufgehoben in der sich ausbreitenden Langsamkeit, die Räume öffnet für neue Gedanken, Ideen und Erfahrungen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Ein Gefühl von Vertrautheit löste auch die „Ubuntu“-Eröffnung im entstehenden Pina Bausch Zentrum (PBZ) aus, das – veranstaltet vom Künstlerinnen und Künstlerkollektiv Colour in Kooperation mit dem PBZ und begleitet von der Initiative Kookaburra – bis zum 19. Juli stattfindet. Wie der Name Colour es sagt, tragen die Veranstaltenden des Musik-, Fashion- und Ausstellungsprogramms selbst vielfältige kulturelle Wurzeln in sich, ebenso wie unsere Stadtgesellschaft. 

 Die Allerjüngsten unter uns haben aktuell schon zu 68 Prozent Migrationsgeschichte. Da kann uns Ubuntu tatsächlich weiterhelfen. Als eine afrikanische Lebensphilosophie lässt sie sich mit „Ich bin, weil wir sind“ übersetzen. Denn „Gemeinschaft, gegenseitige Verbundenheit und ein respektvolles Miteinander“ sind tatsächlich die größten Aufgaben unserer Zeit. Daher wünsche ich mir, dass möglichst viele Menschen unserer Stadt, welcher Herkunft auch immer, das aktuelle Ubuntu-Angebot wahrnehmen. Der Weg wird für uns alle sicher ein langer Weg bleiben mit Gräben, die es zu überwinden gilt, um tatsächlich Vielfalt als ein „Wir“ zu leben. 

 Mit „Ubuntu“ können wir vom globalen Süden lernen, um Brüderlichkeit, Vergebung, Solidarität, Mitgefühl und gemeinsame Verantwortung ins ...]]></description><pubDate>Tue, 15 Jul 2025 20:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/quo-vadis-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-976]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wuppertal braucht In­ves­ti­tio­nen in die freie Kul­tur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertal-braucht-in173ves173ti173tio173nen-in-die-freie-kul173tur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/974/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/974/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Am Mittwoch vergangener Woche hat der Kulturausschuss der Stadt Wuppertal die Erhöhungen der institutionellen Förderungen in voller von den Institutionen beantragter Höhe beschlossen. Dafür wollen wir an dieser Stelle ein ganz dickes . . . – Moment, Entschuldigung, ich habe da etwas durcheinandergebracht: Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf hat eine Erhöhung der Mittel für die Freie Kultur um insgesamt eine Million Euro beschlossen. So meldet es das Kulturzentrum Zakk, dessen institutionelle Förderung in voller beantragter Höhe gewährt wurde, auf seinem Instagram-Kanal. Die Stadt sende damit „gerade jetzt ein wichtiges Zeichen an uns alle. Wir sehen darin eine echte Wertschätzung unserer Arbeit und eine Anerkennung“ unserer „hohen Bedeutung“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 In Wuppertal ist gerade Wahlkampf. Es könnte den Kandidatinnen und Kandidaten gut zu Gesicht stehen, sich für einen der herausragenden Standortfaktoren Wuppertals stark zu machen: die Bedeutung der lokalen freien Kulturszene. Diese gestaltet den größten Teil des Kulturangebotes in Wuppertal und ist gleichzeitig von Kürzungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene bedroht. 

 Die Bedarfe der Kulturorte und Anträge auf institutionelle Förderung wurden vor September 2024 formuliert und liegen der Stadt seither vor. Vergangenen Herbst hatte ein Arbeitskreis mit dem Kulturbüro die beantragten Erhöhungen geprüft und weitgehend empfohlen. Auch der Kulturausschuss folgte dieser Einschätzung. Die Entscheidungen darüber stehen jedoch bis heute aus und fallen woanders. Wo und wann genau, weiß niemand so recht. 

 Es ist ein Erfolg, dass auf Initiative der freien Szene hin ein parteiübergreifender Antrag in den letzten Kulturausschuss eingebracht werden konnte, der den institutionell geförderten Häusern bis September 2025 eine Planungssicherheit zumindest für das kommende Jahr geben soll. Es ist ein Erfolg, dass die Existenznot der freien ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Jul 2025 06:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertal-braucht-in173ves173ti173tio173nen-in-die-freie-kul173tur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-974]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Du bist, was du liest und kaufst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/du-bist-was-du-liest-und-kaufst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/972/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/972/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 „Bücher lesen ist wieder cool“, lese ich kurz vor dem Sommerloch auf fast allen Kanälen. Und anstatt mich einfach mal über eine gute Nachricht im Umfeld vieler schlechter zu freuen, denke ich direkt: Welche Bücher denn? 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Magazine sind voller Vorschläge für spannende oder entspannende Sommerurlaubslektüre. Wer Romane liebt, wird da auf jeden Fall fündig und kann unter überraschend vielen Debüts auswählen. Wer diese Gattung der Literatur im Urlaub bevorzugt, findet zwischen den Buchdeckeln in dieser Saison vor allem romantische Geschichten, harmonische Verläufe jeder Art und garantiert geglückte Ausgänge aus Krisensituationen. 

 In den Trend-Themen des Literaturbetriebs findet sich oft, was in der Realität zu verschwinden scheint. Also lesen Sie los und lassen sie zu, dass Geschichten ihr Herz ergreifen, denn im Herbst braucht es bei vielen gesellschaftspolitischen Entscheidungen sehr viel mehr Herz an Hirn. Mehr Empathie, mehr Liebe. Ich finde, etwas mehr davon wäre als fürsorglicher Antrieb zum Beispiel auch in der Politik nicht verkehrt. Ich schnapp mir diesen Sommer zur Herzensbildung ausnahmsweise auch mal den ein oder anderen Roman. 

 Vielleicht greife ich sogar zu dieser neuen, romantischen Fantasy, der sogenannten „Romantasy“. Obwohl ich natürlich weiß, dass ich da nicht zur Zielgruppe gehöre. Vielleicht packt mich ja der Plot in glitzernder, Goldschnitt-Verpackung und ich finde mich wieder in einer schier endlosen Schlange von eventgetriebenen Fans? Irgendwas muss an dem Hype um die New-Adult-Literatur ja dran sein. 

 Der Griff zum fantastischen Liebesroman passt auch gut zu meinem zweiten Vorsatz für die Sommerferien: Das eigene Schrebergartenhäuschen fit zu machen! Es heißt, dass die Ferien am besten dort gelingen, wo man sich wohlfühlt. In überfüllten, schlecht geführten Hotels oder Ferienanlagen, auf Kreuzfahrtschiffen oder auf Langstreckenflügen wäre das bei mir nie ...]]></description><pubDate>Wed, 02 Jul 2025 09:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/du-bist-was-du-liest-und-kaufst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-972]]></dc:identifier></item></channel></rss>