﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:03:12 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Februar 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Droht Wuppertal ein Kulturverlust?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/droht-wuppertal-ein-kulturverlust</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1097/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1097/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Kultur existiert nicht nur um ihrer selbst willen. Sie erfüllt eine Aufgabe – und zwar eine größere, als ihr oft zugestanden wird. Kultur ist Wirtschaftsfaktor, Standortargument, Bildungsangebot und Seelentrösterin in einem. Sie bietet anspruchsvolles Programm für jene, die sich gern herausfordern lassen. Sie bietet Unterhaltung und Ablenkung in Zeiten, in denen die Nachrichtenlage eher zu Angst als zu Zuversicht führt. Und sie schafft Zugänge für Menschen, deren Barrieren sich mit Mitteln der Kunst leichter überwinden lassen als mit Formularen. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 Kulturverlust – ein Wort, das ich mir bei Lutz-Werner Hesse geliehen habe. In seinem Gastbeitrag in der WZ im Januar beschrieb er damit, als Reaktion auf die Abwahl des Kulturdezernenten Matthias Nocke, den Rückgang sinnstiftender, respektvoller Debatten auf der politischen Bühne. 

 In Wuppertal allerdings bekommt der Begriff Kulturverlust eine zweite, sehr handfeste Bedeutung. Hier bröckelt nicht nur der Ton, sondern die Struktur. Die Lage der Kultur ist – nicht zuletzt nach der Abwahl des Kulturdezernenten – höchst fragil. Wo früher wenigstens ein politischer Kopf sichtbar zuständig war, herrscht ab dem 28. März 2026 vorläufige Verwaltung. Die Kultur selbst wurde verteilt auf mehrere Dezernentinnen und die Oberbürgermeisterin. 

 Am vergangenen Dienstag durfte die freie Szene im Kulturausschuss der Stadt Wuppertal ihre Lage schildern. Zahlen helfen ja bekanntlich bei der Versachlichung. In diesem Fall helfen sie vor allem beim Erschrecken: Gemessen am Gesamthaushalt sinken die Ausgaben für Kultur im Vergleich zu 2010 um rund 19 Millionen Euro. Das ist keine kleine Delle, das ist ein struktureller Rückbau. Die Erhöhungen der geforderten Zuschüsse wurden zwar vom Kulturausschuss beschlossen und direkt an den Rat der Stadt weitergegeben – dies allein bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch Eingang in den Haushalt finden. 

 Dabei muss man ...]]></description><pubDate>Tue, 24 Feb 2026 23:11:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/droht-wuppertal-ein-kulturverlust</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1097]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Lebendige Kontinuität und Teilhabe mit Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/lebendige-kontinuitaet-und-teilhabe-mit-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1093/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1093/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Ein Herz in meiner Faust“: Unter die Haut geht mir dieser Titel, der im Schauspiel Bochum letztes Wochenende Instrumentalmusik, Performances und ein gemeinsames persisches Essen verband. Weltweit führte der Aktionstag für „Freiheit, Würde und Selbstbestimmung im Iran“ enorm viele Menschen zusammen. Etliche Kulturbetriebe, wie das Theater an der Ruhr, Schauspiel Köln oder auch die Berlinale lenken die Aufmerksamkeit auf das gewaltige Leid im Iran. Der Sänger Shervin Hajipour trifft mitten ins Herz mit seinem Song „Iranam“, filmisch aufreibend mit Bildern lebensfroh wirkender junger Menschen, sie alle, die kürzlich getötet wurden. Viele weitere künstlerische Beiträge, ob als Musik, Gedichte und andere Kunstformen, zeigen derzeit, wie Kultur solidarisch verbinden kann. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 In den USA haben buddhistische Mönche mit ihrem „Walk for peace“ ein Zeichen für Frieden, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit gesetzt. Auf ihrem über drei Monate dauernden Weg auf 3700 Kilometern begegneten sie vielen Menschen und berührten mit ihrem Lauf in Stille. In Wuppertal bewegte Ende letzter Woche die weltweite Kampagne „One billion rising“, die jährlich auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht. Angeleitet wurde sie von der Choreografin Janneth Wegener. 

 Gemeinsam vor dem Rathaus tanzend kamen das Aufbegehren gegen Gewalt und Übergriffe und das immer noch so notwendige Engagement für Gleichstellung zum Ausdruck. Nun geht mit dem Aschermittwoch die Karnevalszeit zu Ende, die einige zum gemeinsamen (rauschhaften) Feiern verlockte, um Alltagsrollen außen vor zu lassen und sich mal frank und frei zu allem zu äußern. Andere gönnten sich einfach eine Auszeit. Nun rufen die kontinuierlichen Rituale zur Fastenzeit auf, zur Besinnung auf das Wesentliche. Spielt nicht genau das bei der Kultur per se eine wichtige Rolle? 

 Erst kürzlich gab es flammende Wortmeldungen zur Kultur, die der Stadt „Würde, Ausstrahlung und Anerkennung ...]]></description><pubDate>Tue, 17 Feb 2026 21:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/lebendige-kontinuitaet-und-teilhabe-mit-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1093]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Kultur als wichtiges Korrektiv]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-als-wichtiges-korrektiv</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1088/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1088/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Hin und wieder gerät in diese Kolumne ein hoher Ton. Oft ist da von großer Weltpolitik die Rede, werden Zukunftsszenarien weit über unser Tal hinaus ersonnen oder gesponnen, Themen miteinander verknüpft, die sonst unabhängig voneinander betrachtet oder gar verschwinden würden. – Warum ist das so? Geht es an diesem von der Westdeutschen Zeitung eingeräumten Platz nicht eigentlich „nur“ um Kultur in Wuppertal, insbesondere um die freie Szene? 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 In den letzten Wochen und Monaten ist mir selbst erst richtig klar geworden, wie diese beiden Dimensionen – ich nenne sie mal das „Globale“ und das „Lokale“ – zusammenhängen. Zunächst: Kulturschaffende haben oft eine ausgeprägte seismographische Sensibilität für gesellschaftliche Erschütterungen und Verwerfungen. Wir haben es uns zum Beruf gemacht, divergente Wahrnehmungen miteinander in Tuchfühlung oder auch zum Clash zu bringen. Aus dieser Reibung entstehen Funken, im besten Falle: Kunst. Doch ein anderer Aspekt ist mir hier wichtig: In Zeiten politischen Umbruchs, in Zeiten wachsenden Autoritarismus, auch „nur“ in Zeiten, in denen unsere Politik hierzulande uns mehr und mehr in den Kategorien eines Wirtschaftsunternehmens beschreibt – in diesen Zeiten sind Kunst und Kultur das wichtigste und manchmal einzige Korrektiv. 

 Wenn zum Beispiel unser Bundeskanzler von uns als einem „Standort“ spricht und dabei verloren geht, dass wir doch eine Gesellschaft sind, können wir uns das bewusst machen – wie das gute Theaterstücke vermögen oder konkret die Gesellschaftswissenschaftlerin Maja Göpel in einer Diskussionsrunde getan hat. Noch spezifischer gilt das für die sogenannte freie Szene: Staatlich finanzierte Kulturinstitutionen sind bei einem autoritären Politikwechsel, wie ihn einige auch für dieses Land an die Wand malen, mit die ersten, deren Leitungen ausgetauscht werden. Institutionen und Künstlerinnen der freien Szene sind da resistenter und per se ...]]></description><pubDate>Tue, 10 Feb 2026 22:46:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-als-wichtiges-korrektiv</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1088]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für Vertrauen muss die Wahrheit stimmen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/fuer-vertrauen-muss-die-wahrheit-stimmen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1087/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1087/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Seit diesem denkwürdigen Montag, seit der ersten Sitzung des neu zusammengestellten Rats in diesem Jahr bin ich sehr unglücklich verliebt in meine Stadt. Die Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Wuppertal war doch auf einem guten Weg? Da wurde sich über viele Jahre hinweg immer wieder eingebracht, zusammengerauft und dann doch Vertrauen aufgebaut? Missverständnisse, Paradoxien und Klischees im Umfeld eines immer weiteren Kunst-und Kulturbegriffs konnten so nach und nach auch mal entschlüsselt werden. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich denke, wir waren mit einem Kulturdezernenten Matthias Nocke sehr gut unterwegs durch eine engagierte, vernetzte Wuppertaler Kulturlandschaft, die die Begriffe Hochkultur und freie Szene nicht mehr nur als Zuordnung einer zu- oder abgesprochenen Qualität verwendet und verstanden wissen will, sondern vielmehr als das, was diese Begriffe auch bedeuten: Wer in der sogenannten Hochkultur arbeitet, ist innerhalb einer Kulturinstitution fest beschäftigt und das Personal hat eben seinen Preis. Wer in der freien Szene arbeitet, ist entweder künstlerisch freiberuflich, also wirtschaftlich selbstständig, oder macht ein Kunst- und Kulturangebot auf freiwilliger oder ehrenamtlicher Basis. Aus diesen Kreativquellen, aus fest, frei und willig schöpft jede Stadt ihr gesamtes Kulturangebot als Mehrwert, vor allem, wenn sie haushälterisch arm ist. 

 Wir hatten einen engagierten Kulturdezernenten, der die Sachzwänge hierbei immer im Auge behalten und austariert hat. Der verstanden hat, dass Kulturpolitik dabei lediglich die Aufgabe hat, nach besten Kräften gute Rahmenbedingungen zu schaffen, und eigentlich nicht die Aufgabe hat, Kulturprogramme zu kuratieren, also inhaltlich Einfluss auf künstlerischen Ausdruck zu nehmen. 

 Gerne erinnere ich mich dazu an die Kulturtrasse 2017. Da hat die Wuppertaler Kulturszene auf allen Ebenen vertrauensvoll und produktiv zusammengearbeitet und so ein ...]]></description><pubDate>Wed, 04 Feb 2026 01:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/fuer-vertrauen-muss-die-wahrheit-stimmen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1087]]></dc:identifier></item></channel></rss>