﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:54:47 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2022</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2022" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wir sind viele]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wir-sind-viele</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/413/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/413/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Heute knüpfe ich direkt an die Kolumne meiner Kollegin Tine Lowisch und ihrem Traum von einer Kultur der sozialen Gerechtigkeit an. Zwar glaube ich, dass Kunst- und Kulturschaffen sich freihalten sollte von moralischem Impetus – oft kann es so besser Seismograph oder Reibungsfläche sein –, doch teilen wir als Kulturschaffende sicherlich das Engagement für eine gerechtere Welt. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Seit 2017 gibt es „Die Vielen“. Das bundesweite Aktionsbündnis „verbindet die Abwehr eines ausgrenzenden, rassistischen, undemokratischen Kulturbegriffs von rechts mit der Lust auf offene gesellschaftliche und vor allem demokratische Fortentwicklung“, so sein Selbstverständnis. Vergangene Woche waren auch wir vom Verein Insel und „freiem Netzwerk Kultur“ in Mülheim an der Ruhr zum ersten analogen Treffen der „Vielen NRW“ seit zwei Pandemie-Jahren. Und trafen auf eine Gruppierung im Umbruch. Der Bundesverein von „Die Vielen“, so erfahren wir, steht kurz vor seiner Auflösung, möchte dies aber nicht als ein Ende der Aktivitäten verstanden wissen: „Wir geben ‚Die Vielen‘ in die Hände der Koordinationskreise und an jede einzelne Kunst- und Kultureinrichtung mit der Bitte: bleibt wachsam, wendet euch gegen jede Form der Normalisierung von Diskriminierung und Ausgrenzung.“ 

 Die Landesvereinigungen werden also mehr Eigenverantwortung bekommen, Direktiven und Vorgaben aus Berlin bleiben in Zukunft aus, was in Mülheim nicht nur als Verlust wahrgenommen wurde. Viele der Anwesenden eint offenbar der Wunsch, sich zu solidarisieren, aus der oftmals empfundenen Ohnmacht gegenüber den Entwicklungen in der Welt heraus und ins Handeln zu kommen. Der Name des Netzwerks besagt auch: Du bist nicht allein, wir als Zivilgesellschaft sind viele, wir müssen uns nur finden. 

 Am Samstag besuchte ich nach langer Zeit wieder einmal das Theater in Rostock, meinen ersten professionellen Wirkungsort als Regisseur. Gespielt wurde „Der ...]]></description><pubDate>Wed, 30 Mar 2022 07:23:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wir-sind-viele</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-413]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur der sozialen Gerechtigkeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-der-sozialen-gerechtigkeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/409/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/409/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Der Traum von der sozialen Gerechtigkeit ist weder im Sozialismus noch im Kommunismus und auch nicht im Kapitalismus jemals tatsächlich in der Lebenswirklichkeit der Weltgesellschaften angekommen. Dass die Machtlosen weiterhin von der sozialen Gerechtigkeit träumen, lässt die Mächtigen meist nicht so gut schlafen. Wer nicht gut schläft, wird unvorsichtig – macht Fehler. Manche dieser Fehler können durch konstruktiven Widerspruch korrigiert werden, viele nicht. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp  

 Ein großer Fehler in allen Systemen, in denen der Mensch versucht sich zu organisieren, ist die Ausformung von Dekadenz. Dekadenz deformiert natürliche Zusammenhänge, demütigt die Besitzlosen und ist genauso wenig geil wie Geiz. Wer sich zu viel nimmt, wer nichts abgibt, wer nur entnimmt und nichts zurückgibt, hinterlässt dem Nächsten nichts. Nichts denen, die doch eigentlich geliebt werden sollten. Das glaube ich, obwohl ich bald nicht mehr glauben kann. Ich glaube aber, dass ich wenigstens noch Lieben kann, Hoffen und Helfen natürlich auch. 

 Und Träumen: Ich träume von einer Kultur der sozialen Gerechtigkeit. Deswegen bin ich so gerne in Soziokulturellen Zentren unterwegs, denn da gibt’s sie noch, die guten Sachen. Da gibt’s noch Kultur für alle. Zum Beispiel in der Börse an der Wolkenburg, auf dem LandtagsSlam#Kultur, einer Veranstaltung der KuPoGe (Kulturpolitische Gesellschaft) – Landesgruppe NRW. In der Ankündigung steht: Kultur und Demokratie ergänzen sich. Beim Poetry-Slam, einem popkulturellen Dichter-Wettstreit- Format auf jeden Fall, denn da wird mit Worten gekämpft, nicht mit Waffen. Und wer den Slam gewinnt, entscheidet immer das Publikum. In der Börse in Wuppertal präsentieren Kulturpolitiker*innen, die sich in acht Wochen dem Votum der Landtagswahlen in NRW stellen, ihre Ziele, Ideen und kulturpolitischen Forderungen. Die amtierende Stadtmeisterin der Stadt Wuppertal im Poetry Slam, Eva Lisa führt durch den ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Mar 2022 09:05:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-der-sozialen-gerechtigkeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-409]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Verdunkelungen im Frühling]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/verdunkelungen-im-fr252hling</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/407/max-christian-graeff.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/407/images/max-christian-graeff-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 „Über Kunst werde ich nach dem Krieg wieder sprechen, das ist jetzt nicht wichtig.“ So schloss der in Charkiw lebende Konzeptkünstler Pavlo Makov letzte Woche ein Interview. Geplant war, seine Installation „Der Brunnen der Erschöpfung“ als Länderbeitrag der Ukraine bei der 59. Biennale di Venezia Arte 2022 zu zeigen, die am 23. April eröffnet wird. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Ob es noch gelingt, das Werk dorthin zu bringen, steht in den Sternen. Sicher ist, dass der russische Pavillon in den Giardini geschlossen bleiben wird; der Kurator und die Künstler zogen ihre Teilnahme, entsetzt über die Ereignisse, selbst zurück. Der Obertitel des Großereignisses, „Die Milch der Träume“, weckt manch freie Assoziationen, nicht zuletzt mit der „Todesfuge“ von Paul Celan: „Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends / wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts …“ Verse über den Holocaust sind hier kaum gerechtfertigt, doch war der Begriff des Genozids kürzlich Argument mehrerer Seiten. In einer Flut der Kurznachrichten, Memes und Titelschlägereien tobt zugleich ein Krieg der Wörter; Nachrichten werden schnell zu Schwertern, die uns jagen und kaum Luft zum Verstehen lassen. 

 Die Erschöpfung der Welt hat wohl die meisten Menschen täglich fest im Griff, und wer dabei immer noch über Benzinpreise und Maskenpflichten jammert, hat schon lebenslang den Schuss nicht gehört und hängt auf ewig im supiduften Wiwawunderland des eigenen Wohlergehens fest. Doch vor dessen Toren engagieren sich zahllose Menschen rastlos mit Spenden, Taten und Zuwendung für andere. Täglich frage ich mich mit meist schlechtem Gewissen – und nicht erst seit diesem Entsetzen, sondern seit Berufsbeginn vor vielen Kriegen –, was ich als mittelloser Letternschubser und Kleinkunstleistender dazu beitragen kann. Manchmal gab es Handfestes zu tun, doch an vielen Tagen bleibt nur die weitere Suche nach Antwort auf die Frage „Warum?“. ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Mar 2022 06:58:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/verdunkelungen-im-fr252hling</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-407]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kulturelle Bildung ist Herzensthema]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kulturelle-bildung-ist-herzensthema</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/401/annalisatucczek.jpg" length="209446"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/401/images/annalisatucczek-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Anna Lisa Tuczek 

 Hallo, ich bin Anna Lisa! Ob Kolumnen so unkonventionell anfangen dürfen, da bin ich mir nicht sicher, und das, obwohl ich Autorin bin. Aber ich freue mich als neue Wuppertalerin, hier sein und schreiben zu dürfen. Diese Gelegenheit möchte ich gern zum Anlass nehmen, um mich im Rahmen meiner kulturellen Arbeit kurz vorzustellen. 

   
Anna Lisa Tuczek - Foto: Ronja Ziemann 

 Als Kulturmanagerin für kulturelle Bildung bin ich seit Februar Mitarbeiterin in der Börse. Mit meinen 23 Jahren zähle ich mit Abstand zum deutlich jüngeren Viertel des Personals und komme ursprünglich aus der freien Szene. Seit einem knappen halben Jahrzehnt moderiere ich den Wuppertaler Underground Poetry Slam und bin als Auftretende selbst landesweit aktiv. So war ich an der Ausrichtung der Landesmeisterschaften in Rheinland-Pfalz 2020 beteiligt, bin Teil des Autorenkollektivs „kiezpoeten“ und durfte im letzten Jahr im Halbfinale der NRW-Meisterschaften antreten. 

 Satte fünf Jahre war ich freiberuflich tätig. Dadurch, dass meine Bühnenkarriere tatsächlich mit der Organisation und Moderation des Wuppertaler Underground Slams begann, hatte ich immer eine ganz besondere Beziehung zu der Stadt, in die meine Eltern nach der Wende von Dessau aus zogen, und in der ich 2018 bereits einmal wohnte. Durch ein Studium verschlug es mich dann in die Bundesstadt Bonn, in der ich die letzten Jahre zubrachte und von der ich mich eigentlich gar nicht verabschieden wollte – eigentlich. 

 Und so kam es, dass ich an einem Februardienstag zum ersten Mal in einer Festanstellung das soziokulturelle Zentrum betrat. Dabei merkte ich recht schnell, dass ich als Nachfolgerin von Dagmar Beilmann, welche 16 Jahre in der Börse tätig war, in ziemlich große Fußstapfen schlüpfen musste und auch möchte. Kulturelle Bildung ist für mich persönlich ein Herzensthema. Dabei steht für mich im Vordergrund, dass Menschen unabhängig ihrer Ressourcen daran teilhaben und mitgestalten können. ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Mar 2022 08:35:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kulturelle-bildung-ist-herzensthema</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-401]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zusammenhalt für eine planetare Demokratie]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zusammenhalt-f252r-eine-planetare-demokratie</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/397/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/397/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Imagine in Blau-Gelb: Opernhaus, Gaskessel, in vielen Städten erleuchten Theater, Kulturorte und Gebäude in diesen Farben. Sie zeigen Haltung, Mitgefühl mit den Menschen der Ukraine und erkennen die Gefahr, mit der sich mit dieser jungen Demokratie auch die ganze Welt konfrontiert sieht. Mehr als hunderttausend Menschen haben sich am Sonntag in Berlin versammelt, ein Mobilmachen für Solidarität und Frieden, um gegen Putins Überfall, den Krieg in der Ukraine zu protestieren. Weltweit gibt es Friedensdemonstrationen, konkrete Hilfsaktionen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Es ist bizarr, als ob sich Erdplatten verschieben: Diese imperialistische Aggression, die immenses Leid hervorruft, scheint sich – aus der jüngeren Vergangenheit – in das vor vielseitigen Herausforderungen stehende 21. Jahrhundert verirrt zu haben. Begleitet wird sie insbesondere in Russland von staatlicher Propaganda, Leugnung tatsächlicher Fakten – Schwindel ist Teil der Wirklichkeit. Menschen werden verfolgt, unterdrückt, viele Kunstschaffende sind darunter. 

 Dies macht der belarussische Autor Sasha Filipenko in seinem Buch „Die Jagd“ deutlich. „Dieser Krieg ist ein zynischer Verrat“ lautet ein mutiger Brief von über 600 russischen Wissenschaftlerinnen und Wirtschaftsjournalisten, „ein Schritt ins Nichts“. Sie fordern den Frieden aller Länder. Als „Zeitenwende“ wurde dieser Sonntag zum historischen Tag, um seitens Nato, EU und Deutschland für Zusammenhalt resultierende Maßnahmen markant und entschlossen auf den Weg zu bringen. Putin, ein „Tempomacher lange angestauter Reformen“? Ob die Aufrüstung dafür steht, bleibt zu klären. 

 Angesichts von Klimakatastrophen und Artensterben manifestiert sich ein Epochenrand, wie dies der just veröffentlichte Weltklimabericht greifbar macht und ein markantes Handeln einfordert. Sind wir ausreichend wachgerüttelt? Unsere Gesellschaft, unsere weltweite Demokratie braucht wahrhafte Erneuerung. Lasst uns den ...]]></description><pubDate>Tue, 01 Mar 2022 22:48:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zusammenhalt-f252r-eine-planetare-demokratie</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-397]]></dc:identifier></item></channel></rss>