﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 05:21:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Oktober 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für Wuppertal ohne Kunst und Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-wuppertal-ohne-kunst-und-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/676/lukaszimmermann11.jpg" length="138645"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/676/images/lukaszimmermann11-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Lukas Zimmermann​ 

 Neulich hab ich mich gefragt: Was wäre eigentlich, wenn die komplette freie Kulturszene in Wuppertal ihre Arbeit niederlegen würde? Der Gedanke kam beim Jahrestreffen der freien Szene mit dem Oberbürgermeister auf. Vielleicht erst mal nichts, wir können ja noch in die Oper gehen, und Techno feiern geht auch in Köln. Na ja, zumindest für manche. Nicht unbedingt für die Leute, die in der freien Kultur arbeiten. Viel zu teuer. Und die würden dann noch weniger als eh schon verdienen, weil sie ja die Arbeit niederlegen. Dafür haben die dann endlich Zeit, das verstaubte Schnitz-Set aus dem Schrank zu holen oder Sauerteig anzusetzen – geil, wie bei Corona. Obwohl … werkeln und backen wird vielleicht auch schwierig, weil Holz und Lebensmittel ja so teuer sind. Dann müssen die halt mehr lesen, sind doch so kulturinteressiert. 

   
Lukas Zimmermann - Foto: Su-Jin Zieroth 

 Apropos lesen: Neulich hab ich bei Rosa Luxemburg gelesen, dass Leo Tolstoi geschrieben hat, dass die meiste Kunst – sogar seine eigene – eigentlich nur dazu da ist, die Eliten zu bespaßen und für normal arbeitende Menschen überhaupt nicht verständlich sei. Heute sagt man dazu, glaube ich, Hochkultur. Im Gegensatz zur U-Kultur. „Schundliteratur“ hat man früher diese Groschenhefte genannt, die sich alle leisten konnten und die alle verstanden haben. Was macht eigentlich die freie Szene in Wuppertal? Hochkultur oder Schundkultur? 

 Obwohl, vielleicht würde das schon irgendwann auffallen. Dann passiert ja auch vieles nicht mehr: Konzerte, Workshops, Lesungen … Bildungsangebote machen die auch viel und oft sogar umsonst. Für viele wahrscheinlich das Einzige, wo sie überhaupt noch hingehen können. Na ja, das geht dann halt nicht mehr. Muss man einfach wieder mehr ins Autonome Zentrum. Ach nee, die sollen da ja weg … 

 Neulich hat mir eine Bekannte erzählt, dass gerade total viele neue Künstlerinnen und Künstler nach Wuppertal ziehen. Klar, ist ja auch das neue Berlin. ...]]></description><pubDate>Tue, 24 Oct 2023 22:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-wuppertal-ohne-kunst-und-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-676]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was Menschen brauchen, wonach sie sich sehnen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-menschen-brauchen-wonach-sie-sich-sehnen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/673/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/673/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Ich schaue in die Gesichter meiner Mitmenschen. Schock. Dumpfheit. Die Herzen schwer vor ständiger seelischer Belastung“, schreibt der israelische Schriftsteller David Grossmann in einem kürzlich erschienenen FAZ-Artikel. „Immer wieder versichern wir einander: ein Albtraum, ein beispielloser Albtraum. Ihn zu beschreiben fehlen die Worte. Worte vermögen ihn überhaupt nicht zu fassen.“ Selbst aus der Ferne ist das Leid der Menschen im Nahen Osten nur schwer zu erfassen, auszuhalten. Zugleich fragt der Autor angesichts der umfassenden Grausamkeit danach, wie es gelingen möge, „übliche Formeln abzuschütteln“, „ein normales, von Angst und äußerer Bedrohung freies Leben“ zu erlangen. „Ein dauerhaft geborgenes Dasein. In einem behüteten Heim.“ Wie viele sehnen sich wohl danach. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Als am letzten Wochenende in Essen der Deutsche Tanzpreis 2023 verliehen wurde, begannen die Laudationen, so eine Kollegin, mit Ausführungen zu den Ereignissen im Nahen Osten. Legendäre Größen des Wuppertaler Tanztheaters Pina Bausch, Josephine (Jo) Ann Endicott, Malou Airaudo, Lutz Förster und Dominique Mercy wurden mit einem facettenreichen Programm geehrt: sie, die sich mit anderen, mit ihrer Eigenart, ihrer Authentizität, Energie und Lebensfreude seit Jahrzehnten in die Herzen der Menschen getanzt und sie bewegt haben. Die Hommage galt natürlich auch Pina Bausch, die weltweit im Leben und künstlerischen Schaffen so vieler Menschen tagtäglich präsent ist. Liegt die eigentliche Kraft kulturellen Erbes nicht genau darin? Das, was herausragende Kunst im Menschen, konkret auch bei nachwachsenden Kunstschaffenden bewegt und anregt: In diesem kulturellen Erbe liegt ein bisher noch zu wenig gehobener Schatz. Welch schöne Fügung also in Essen! Die diesjährigen 50 Jahre Tanztheater Pina Bausch gehen hier dagegen eher unter, werden wenig gefeiert, wenig gewürdigt. 

 Bei unserem „Literatur auf der Insel“-Gespräch mit dem Autor ...]]></description><pubDate>Wed, 18 Oct 2023 08:03:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-menschen-brauchen-wonach-sie-sich-sehnen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-673]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Kultur für ein Morgen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-f252r-ein-morgen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/666/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/666/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Letzten Sonntag hörte ich das Masnavi-Duo auf der Insel im Ada: Ein polnischer Jazz-Pianist begegnete einem iranischen Spieler der persischen Geige namens Kamanche. Eine polnische Frau war wegen des Pianisten gekommen und filmte das halbe Konzert mit dem Handy. Sie wolle Werbung machen für dieses tolle Projekt, erklärte sie. Aus der Verbindung von scheinbar Unvereinbarem erwuchs etwas Unerhörtes, Neues: Persische Melodien in ihrer subtilen und vielfältigen Mikrotonalität erklangen vor dem Hintergrund der „westlichen“ Jazz-Harmonien. Das Klavierspiel wurde von der spirituellen Energie der Kamanche aufgeladen und vertieft. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Im Publikum saßen zwei Frauen mit Kopftuch, die gemeinsam gekommen waren und sich während des Konzertes zur Musik wiegten und mit den Füßen wippten. Das war mir ein schönes Bild. Beim Klang der Kamanche schien ihnen das Herz aufzugehen. In der Pause fragte eine der Frauen, wo sie beten könne; wir brachten sie in einen Flur, wo sie Ruhe hatte. Nach dem Konzert bedankten sich beide bei den Musikern und bei uns. 

 Ein Wochenende zuvor erlebten wir rauschhafte, fast magisch anmutende Tage mit den Musikerinnen und Musikern des Festivals für freie Musik: „Brötz 2023!“. Verschiedene Generationen von Künstlerinnen und Künstlern – alle gehörten sie zur Avantgarde ihrer Szene – begegneten sich voller Respekt und Neugier: Musiker, die noch zusammen mit Peter Brötzmann dessen letztes Konzert in London gespielt hatten, und junge Musikerinnen, die den Begriff „Improvisierte Musik“ aktuell neu definieren. Sie alle schufen aus ihrer – teilweise erstmaligen – Begegnung Unerhörtes, das den ganzen Horizont unseres Daseins auszuloten schien. Das ist es wohl, was solche Konzerte zu wahren Ereignissen macht und das Publikum aus der ganzen Welt von den Stühlen riss. 

 Das Sinnbild steckt schon im Begriff „Konzert“, abgeleitet von „concertare“, was sowohl „miteinander klingen“ als auch ...]]></description><pubDate>Tue, 10 Oct 2023 21:11:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-f252r-ein-morgen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-666]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Es geht um das Zusammenleben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/es-geht-um-das-zusammenleben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/665/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/665/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Am ersten Herbstferientag ging es für mich mit der ganzen Familie nach Bonn in die Bundeskunsthalle. Die Ausstellung „Alles auf einmal. Die Postmoderne, 1967-1992“ hatte dort einen Tag zuvor eröffnet. Eine Reise in meine Kindheit und Jugend führte mich in diese Rückschau, die laut den Ausstellungsmachern „ das Heute verständlich werden lässt … da aktuelle Konflikte und Kulturkämpfe in dieser Zeit ihren Anfang nahmen“. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Sceer van Erp 

 Die Realität durch den Besuch von Kunstausstellungen wahrzunehmen, ist eine Option, für die ich intensiv werben möchte, denn dadurch wird einem bewusst, dass alle drängenden Fragen unserer Zeit gleichzeitig auf der Tagesordnung stehen. In Ausstellungen, die gut gemacht sind, erkennt man darüber hinaus auch die Aufgabe von Künstlerinnen und Künstlern, für das Ungesehene und Übersehene einzutreten und dabei bis in die letzte Nische zu blicken. Belege für diese widerständige Kraft finden sich in der erwähnten Ausstellung in allen Bereichen, in der Kunst, der Architektur, im Design und der Philosophie, in Film und Mode. Die Postmoderne, die die Struktur der zeitlich vorgelagerten Moderne ablösen wollte, wirkt aus heutiger Sicht ziemlich überdreht. Mit spektakulären Beispielen erzählt die Ausstellung von einer Entfesselung in allen Lebensbereichen, die ich – in dieser Dichte zusammengebracht und präsentiert – erst jetzt erkenne. 

 Nach etwa einer Stunde voller verklärter Erinnerungen an die Zeit, in der ich aufgewachsen bin, rette ich mich in die gleichzeitig laufende, dabei ganz andere Ausstellung im gleichen Gebäude: „Wer wir sind – Fragen an ein Einwanderungsland“. Eine Ausstellung, die schon seit dem 26. Mai dieses Jahres darüber Auskunft gibt, wie unsere Gesellschaft, als eine Gesellschaft der Vielen, sich durch Migration verändert. Ich werde über die Geschichte der Migration aufschlussreich informiert und an das grundlegende Recht, Rechte zu haben erinnert. Die Frage, ...]]></description><pubDate>Thu, 05 Oct 2023 08:26:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/es-geht-um-das-zusammenleben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-665]]></dc:identifier></item></channel></rss>