﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:08:33 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Griff zu den Sternen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-griff-zu-den-sternen-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-griff-zu-den-sternen-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Griff zu den Sternen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-griff-zu-den-sternen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/322/max-christian-graeff2.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/322/images/max-christian-graeff2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Im Buchbastelkurs des Stadtprogramms Jugend-Kult flogen die Hauptfiguren von Marlenes Reisecomic zum Mond, ohne anfangs zu wissen, was sie dort wollten. Doch mit dem Zeichnen kam die brillante Idee: Neil Armstrong hatte dort eine Socke vergessen, die es nun zu finden und ihm nach Hause zu liefern galt. Na, logisch! Dass er gar nicht mehr lebt, ist der Fantasie egal, und die Story von der Kamera, die er angeblich dort oben vergaß, aber doch mit zurücknahm und im Wäscheschrank versteckte, konnte die Zehnjährige kaum kennen. So nah können sich Dichtung und Wahrheit kommen, wenn man noch (Selbst-)Vertrauen ins Welt-Erfinden hat. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Im Gegensatz zu diesem herzerfrischend ins selbstgebundene Heft gezeichneten Abenteuer ist in den orbitalen Umsatzräuschen der Herren Branson, Bezos und Musk nicht einmal mehr ein Hauch des einst nach Bubblegum und fantastischer Zukunft schmeckenden Zaubers eigener Kinderjahre zu spüren. Diese drei, übrigens gerne von Revolutionen sprechend, wenn sie die eigenen Gelüste meinen, verfeuern für kurze Minuten größtmöglicher Entfernung vom irdischen Elend und ein paar hyperemotionale Selfies galaktisch viel Brot für die Welt. Nicht eine Spur Sehnsucht nach Arkadien und keinen Funken von Kultur, Mitgefühl und Gemeinschaft mag ich darin entdecken, nur das Selbst und das Geld. 

 Uns alle zieht es besonders jetzt in die Idyllen hinaus, in kurze Ferien von der Wirklichkeit – nicht außerhalb der Atmosphäre; ein paar verträumte Stunden im Schilf sind ja schon genug. Doch es ist wie im berühmten Bild des Barockmalers Guercino: "Et in Arcadia ego" funken nicht die faulenzenden Hirtenbengel per Whatsapp nach Hause, es ist die mahnende Botschaft des Totenschädels, den sie dort in der schönen Landschaft finden: "Wohin du dich auch sehnst, ich bin mit dabei." Dies ist nun freilich ein uralter Hut, der uns alle in zuweilen schweren Gedanken unter sich vereint, und zugleich ...]]></description><pubDate>Wed, 14 Jul 2021 20:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-griff-zu-den-sternen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-322]]></dc:identifier></item></channel></rss>