﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 04:24:53 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juni 2024</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2024</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2024" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Den Menschen im Miteinander dienen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/den-menschen-im-miteinander-dienen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/783/ottozech.jpg" length="149765"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/783/images/ottozech-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Otto Zech 

 Wenn mich jemand fragt, ob ich mein künstlerisches Schaffen auf drei Worte in einem Arbeitstitel zusammenfassen kann, dann wäre es sicher dieser: „Kunst als Dialogprinzip“. Als solches hat die Kunst mein bisheriges Leben geprägt und so habe ich sie verwendet. Schreibt man der Kunst zu, sie möge zweckfrei sein, so habe ich sie dennoch immer als etwas empfunden, das eine sinnstiftende Aufgabe übernehmen kann: den Menschen im Miteinander zu dienen. Sie war und ist mein Brückenbauer in vielen Projekten. 

   
Otto Zech - Foto: Susanne Hoffmann 

 In dem von mir über Jahrzehnte geleiteten Atelier mit Menschen mit Behinderung war sie ein wichtiges Sprachrohr in die Gesellschaft, ein Aufzeigen von Ressourcen und Möglichkeiten, neben dem verbreiteten – dieser Personengruppe ausschließlich zugeordneten – Mangeldenken und der Formulierung einer Randgruppe. Hier zeigte sich Tiefe und Stärke, die gerne von vielen Menschen von außerhalb in der Atmosphäre des Ateliers aufgesogen wurde. 

 Aktuell arbeite ich mit Kindern in einer besonderen Situation außerhalb ihrer Ursprungsfamilie. In diesem Projekt setzt die Kunst der Ohnmacht der im Feld ihrer Betroffenheit sprachlosen Kinder etwas entgegen. Sie verleiht ihnen wieder die Kraft, zu gestalten und ermöglicht ihnen, diese überhaupt zu spüren. In einer aus diesem Projekt heraus entstandenen Ausstellung im Landtag von Nordrhein-Westfalen sah man eine kleine Leinwand in einem Einkaufswagen, auf der die Frage gestellt wurde: „Kann man Liebe im Supermarkt kaufen?“ und eine andere, die festhielt: „Liebe ist alles“. 

 Das Prinzip des Dialogs wirft für mich immer die Fragen zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit auf. Angelehnt an eine Formulierung von Christian Boltanski, habe ich mich immer mit dem beschäftigt, was zwischen den Eckdaten unseres Lebens ist: Zwischen Geburt und Tod steht da oft dieser ungeschliffene Bindestrich, den ich versuche zu entzerren. Ich möchte ihm in Projekten Ausdruck verleihen, ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Jun 2024 22:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/den-menschen-im-miteinander-dienen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-783]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Interventionen für Verständigung und Würde]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/interventionen-fuer-verstaendigung-und-wuerde</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/780/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/780/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Beim Blick von Hügel zu Hügel, der Wuppertal so eigen ist, jagen sich Gewitterwolken dunkel am Horizont: Bedrohlich wirken sie, wie die gesamte Lage unserer Gesellschaft. Von rauen Anfeindungen begleitet hat die Europawahl bestürzt, ihr Resultat nicht überrascht. Auch sie hält uns einen Abgrund vor Augen, auf den wir zurasen, wie UN-Generalsekretär António Guterres mit Blick auf den Klimawandel mahnte. Die drohende Aushöhlung unserer Demokratie trägt dazu bei: Unsere vielfältige Gesellschaft steht unter enormen Druck. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Frage „Post-Polarisierung?“ widmete sich der 12. Kulturpolitische Bundeskongress Ende letzter Woche in Berlin. In den Debatten wurden drängend-notwendige Aushandlungsprozesse thematisiert. Kontinuierliche Räume für Selbstreflektion sind gefragt, die uns lehren, mit verschiedenen Positionen umzugehen: ein Tanz mit der Ambiguitätstoleranz. Kurz vor unserem „Literatur auf der Insel“-Abend mit dem renommierten Intellektuellen Navid Kermani erschien sein Artikel „Über die Menschenwürde“ in der Wochenzeitung „Zeit“. Hier erinnert er eindringlich, wie schon in seiner Rede vor dem Bundestag im Jahr 2014 daran, dass die Menschenwürde im Artikel 1 unseres Grundgesetzes verankert ist. Wo vermag die Würde es, in den omnipräsenten Konflikten und Herausforderungen Wege zu weisen? In politischen und globalen Konflikten ist sie ebenso elementar wie in den alltäglichen, zwischenmenschlichen Momenten. 

 Kunst, Kultur und kulturelle Bildung vermögen es, uns zu berühren und in ihren vielschichtigen Erscheinungsformen Würde und Verständigung zu fördern und möglich zu machen. Auf dem Bundeskongress wurden sie als „Maschinenraum des gesellschaftlichen Zusammenlebens“ umschrieben. In mir schwingt der kürzlich zum zehnjährigen Bestehen des Wuppertaler Tanzfilm-Vereins „Tanzrauschen“ gezeigte Film „Dancing Heartbeats“ nach, der drei B-Girls zeigt, die in der männerdominierten Breakdance-Szene mit ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Jun 2024 22:50:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/interventionen-fuer-verstaendigung-und-wuerde</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-780]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie Publikum oder Mitstreitende erreichen?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-publikum-oder-mitstreitende-erreichen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/778/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/778/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug​ 

 Wer – zumindest in meiner Bubble – für Europa Hoffnungen hatte, wachte am Montag verkatert auf: Rechte und rechtsradikale Parteien werden im Europäischen Parlament deutlich an Einfluss gewinnen. Das mag alarmieren, gerade im Hinblick auf anstehende nationale Wahlen – möglicherweise erscheint es dramatischer, als es ist: Medienwissenschaftler wie Bernhard Pörksen sehen uns gesamtgesellschaftlich weniger gespalten als oft diagnostiziert. Nach wie vor stellen pro-europäische Parteien die deutliche Mehrheit. Letztlich ist es das Ergebnis demokratischer Wahlen, die erstmals maßgeblich von jungen Menschen mitbestimmt wurden, was prinzipiell zu begrüßen ist. Doch auch unter ihnen haben viele Rechts gewählt. Warum? 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Ein zentraler Aspekt scheint mir, wie wir uns gegenseitig begegnen – und das hat mit Kultur zu tun. Leider lesen die meisten Menschen keine mehrseitigen Zeit-Artikel oder auch nur die WZ. Stattdessen werden wir beim »Doomscrollen« zu perfekten Opfern von Propaganda. Dass bei dieser im Umfeld der AfD Verbindungen nach China oder Russland nachgewiesen wurden – ein Schelm, wer Böses dabei denkt! 

 Seit vielen Jahren ist die AfD massiv auf sozialen Plattformen unterwegs: Auf Facebook hat sie doppelt so viele Follower wie alle anderen Parteien, auf Youtube gar das Zehnfache an Abonnenten. Auf TikTok durfte sie das Feld eine Zeit lang nahezu alleine bespielen. Erik Ahrens, rechter Aktivist aus dem Umfeld der „Identitären Bewegung“, hat für den AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah Videos erstellt und betrieb nach eigenen Angaben dessen TikTok-Kanal. Bei einem Vortrag am rechtsextremen Institut für Staatspolitik in Schnellroda im September 2023 gab er Einblicke in sein Vorgehen: „Diese Videos finden von allein ihr Publikum. Das ist so, wie man sich 1923 gefühlt haben muss, als man das Radio für sich entdeckt hat. So fühle ich mich, wenn ich meine TikTok-Accounts anschaue. 

 “Tatsächlich ...]]></description><pubDate>Tue, 11 Jun 2024 21:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-publikum-oder-mitstreitende-erreichen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-778]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Europawahl als vielstimmiges Konzert]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/europawahl-als-vielstimmiges-konzert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/777/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/777/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Am Sonntag ist Europawahl. Die erste Europawahl seit Jahrzehnten, bei der es nun wirklich um Europa geht. Die Nachrichten sind übervoll von erschütternden Ereignissen, die mich fast dazu verleiten könnten, frei nach Niklas Luhmann (1927 – 1998), ohne jegliches Vertrauen mein Bett nicht mehr zu verlassen. Wenn ich wider Erwarten doch aufstünde, dann frei nach Gilles Deleuze (1925 – 1995) zufolge nur, um ins Wahllokal zu gehen. Denn: Ich wähle immer. Und das nicht nur aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Meine Stimme zählt, denn jede Stimme zählt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Eine Wahl zu haben, hat eine wichtige Funktion. Eine freie, geheime Wahl innerhalb einer Demokratie vereint Gegensätze und legitimiert politische Entscheidungen. Die Gewinnerin des „Kandidatinnen- und Kandidaten-Slam zur Europawahl“ am vergangenen Sonntag in der Börse, Rebekka Müller von der Partei Volt, warb in einem ihrer Beiträge zum Themenblock „Ungleichheit in Europa“ mit dem Satz „Wählen rettet Leben“ eindrucksvoll auch dafür, unbedingt wählen zu gehen. Dies ist nur einer von vielen klugen Sätzen, die an diesem Abend von den Politikerinnen und Politikern dem Publikum vortrefflich poetisch vor den Latz geslamt wurden. 

 Die Europa-Kandidatinnen und -Kandidaten hatten sichtlich Spaß daran, ihre Inhalte einmal in einem Format außerhalb ihrer Komfortzone zu vermitteln, und das Publikum im vollbesetzen Blauen Saal der Börse dankte ihnen mit teilweise tosendem Applaus. Das für Politikerinnen und Politiker außergewöhnliche Umfeld eines Literaturwettbewerbs, überaus gelungen moderiert von Wilko Gerber und Julian Spiegelhauer vor einem Publikum, das zum großen Teil mit den Regularien des Poetry-Slam bestens vertraut war, führte zu einem konstruktiv-kreativen Erlebnis mit wertvollem, da aufforderndem Charakter. 

 Die Trophäe – der junge Friedrich Engels, eine Skulptur von Eckehard Lowisch, die einmal im Monat bei der Slam-Börse wortreich ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Jun 2024 15:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/europawahl-als-vielstimmiges-konzert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-777]]></dc:identifier></item></channel></rss>