﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:54:19 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - November 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur stärkt das demokratische Miteinander]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-st228rkt-das-demokratische-miteinander</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/528/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/528/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Neulich war ich wieder einmal bei den Hörspieltagen der ARD in Karlsruhe, einem dreitägigen Festival nur für das Hörspiel. Das gemeinsame Hören der nominierten Stücke zum Deutschen Hörspielpreis mit anschließender Jury-Diskussion, dem ich immer gerne beigewohnt habe, wurde leider aus dem Programm gestrichen – wohl aus Gründen der Geldknappheit. Das kann man jetzt nur noch im Netz. Auslöser dafür waren ursprünglich die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sprich Kontaktbeschränkungen. Jetzt wurde es einfach dabei belassen. Na ja. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Was ich eigentlich erzählen wollte: Den Juryvorsitz hatte in diesem Jahr wieder die Schriftstellerin und Journalistin Jenni Zylka. Ihr Vorwort im Programmheft fand ich bemerkenswert: Sie sei sehr glücklich darüber, erneut diese Aufgabe übernehmen zu dürfen, juchhu, doch es sei nur ein begrenztes Juchhu. Es komme ihr nämlich sehr – schönes Wort – „eskapistisch“ vor. Alles komme ihr im Moment eskapistisch vor: „Wir setzen uns einfach hin und sprechen über Kultur. Während die Welt gewissermaßen auseinanderfällt, auf verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen, miteinander verknüpften Gründen. Dürfen wir das?“ Natürlich beantwortete sie ihre Frage gleich selbst: „Wir müssen sogar. Wir müssen Kultur ernst nehmen, erhalten, besprechen und vorstellen.“ Und (sehr schön) weiter: „Kultur ist ein von uns allen gestalteter Spiegel der Welt. Sie zeigt uns die gegenwärtigen Schwierigkeiten und bietet Lösungsmöglichkeiten.“ 

 Das empfinde ich ähnlich. Das gemeinsame Diskutieren über Ästhetik, Poesie, Verständnis, Intention oder Dringlichkeit ist friedlich, gesund und nachhaltig. Es ist allgemein bekannt, dass diktatorische Politik zuerst die Kontrolle über die Kultur zu erlangen sucht, im Idealfall jeden subversiven Diskurs, jede kritische oder utopische Stimme unterbinden möchte. Im Gegenzug stärkt und bereichert Kultur erwiesenermaßen ein freies und demokratisches Miteinander. Und kann uns ...]]></description><pubDate>Tue, 29 Nov 2022 23:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-st228rkt-das-demokratische-miteinander</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-528]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Durchs Handeln etwas verändern]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/durchs-handeln-etwas-ver228ndern</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/525/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/525/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Die Tage im November sind kurz und die Nächte sonderbar lang. Dieser Monat eignet sich also ganz gut als Kraftquelle, wenn der Zustand der Welt nicht so schlaflos machte. Nach Niklas Luhmann (1927-1998) könnte ein Mensch, ohne zu vertrauen, morgens nicht mehr aufstehen – er würde lieber im Bett bleiben, denn den Zustand des fehlenden Vertrauens hält kein Mensch auf Dauer aus. Und wenn er wider Erwarten doch aufstünde, der Mensch, dann dem Philosophen Gilles Deleuze (1925 -1995) zufolge nur, um ins Kino zu gehen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich muss zugeben, dass ich viel zu lange schon nicht mehr im Kino, im Theater, im Club oder in der Oper war. Noch nicht einmal in der, in der man in Wuppertal schwimmen kann. Im Moment schaffe ich es gerade noch in die eigenen Kunsträume - einmal in jene zuhause oder auch in die, die wir seit Jahren an einem für uns fußläufig erreichbaren Bahnhof ehrenamtlich verlässlich als Projektraum für einen Bürgerverein künstlerisch leiten. Noch kann ich offensichtlich vertrauen und in der Folge also immer wieder aufstehen. 

 Noch, denn die Kunststation ist mein Akku. Ehrlicherweise der einzige Ort, an dem ich mich noch motivieren kann, weil ich glaube, dass ich dort vor Ort durch das eigene Handeln etwas verändern und bewirken werde. Psychologen sprechen da, glaube ich, von Selbstwirksamkeitserfahrung, die ihrer Einschätzung nach ein ganz wesentlicher Faktor ist, um sich wohlzufühlen, auch wenn die Nerven blank liegen. Ich sitze dort hinter einem Schaufenster und nutze es als Blickfenster. Sehe, dass die Flaschensammler immer mehr werden, ihre Gesichter immer leerer - ein allgemeines Ohnmachtsempfinden spiegelt sich darin, ist fast mit den Händen zu greifen… 

 So beobachte ich es an diesem meinem 9. November am Bahnhof. Es ist so ganz anders als in den Jahren zuvor. Was kann ich also weiterhin tun? Ansprechbar und sichtbar für die Passanten bleiben. Immer wieder um Nachsicht ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Nov 2022 10:05:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/durchs-handeln-etwas-ver228ndern</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-525]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Sammeln fürs Regal oder für den Augenblick?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/sammeln-f252rs-regal-oder-f252r-den-augenblick</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/521/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/521/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Nun ist er vorbei, der frühlingshafte Herbst, in dem die Erdbeeren wieder zu blühen begannen, und nun sollten die jungen Elstern das sichere Anlegen der Futtervorräte langsam mal gelernt haben. Noch plündern sie gegenseitig ihre Verstecke und jagen sich krakeelend durchs Laub. Wenn die Augen nach vielen Bildschirmstunden allzu eckig wurden, ist dieses Theater in der „richtigen“ Welt vor dem Fenster stets eine Freude. Nur verstehen werde ich das Plappern dieser Rabauken wohl nie, obwohl ich während eines Lockdowns mal ein ganzes Archiv ihrer Sprache durchhörte. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Was sie zu erzählen hätten? Den Lauf der Welt aus ihrer Sicht, denn immerhin können sie 15 Jahre alt werden, und 2007 sah unser Leben doch noch etwas anders aus. Der Sachstandsbericht des International Panel on Climate Change zum Beispiel verriet Alarmierendes über die Unumkehrbarkeit der Erwärmung, nur Folgen hatte er nicht; die Leugner behielten Oberhand. Um mir solche oft spontanen Fragen beantworten zu lassen, konsultiere ich gerne und kritisch das Online-Lexikon Wikipedia, das mir im Fall gut gepflegter Einträge auch Links zu Archiven verrät, die ich sonst niemals gefunden hätte. 

 Mit laienhafter bis semiprofessioneller Archivarbeit hatte ich schon das ganze freie Berufsleben lang zu tun: die Katalogisierung der Tonbänder im Paul-Pörtner-Nachlass in der Stadtbibliothek, die Recherche für zu schreibende Biografien und Sachbücher noch ohne Internet, das Weiterleiten gefundener Konvolute an die möglichst richtige öffentliche Sammelstelle, ein Künstler-Werkverzeichnis mit Hunderten zu fotografierenden und zu beschreibenden Bildern, Mitarbeit an diversen Autoren- und Themenarchiven … 

 Auch während der Corona-Stipendien sammelte, speicherte und verlagerte ich Informationen, die hoffentlich einmal anderen für Forschung und Vermittlung dienlich sein werden – zum Beispiel über das historische Wuppertaler Unternehmen ...]]></description><pubDate>Tue, 15 Nov 2022 23:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/sammeln-f252rs-regal-oder-f252r-den-augenblick</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-521]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kreativität hilft, Probleme zu lösen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kreativit228t-hilft-probleme-zu-l246sen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/517/andrearaak.jpg" length="123989"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/517/images/andrearaak-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Andrea Raak 

 Mit der Ausstellung „¿SCHÖN?“ im Neuen Kunstverein Wuppertal traten in der vergangenen Woche Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 18 Jahren mutig in den öffentlichen Diskurs. Seit 2010 existiert diese kunstpädagogische Bildungskooperation zwischen dem Verein und zwischenzeitlich fünf Wuppertaler Schulen; sie feierte nun mit der zehnten Ausstellung ein Jubiläum, das leise und dennoch sehr emotional verlief. 

   
Andrea Raak - Foto: Raak 

 Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam ist, dass sie etwas zu zeigen haben. Das geschieht hier unbeeindruckt davon, dass im Kunstverein ansonsten internationale Künstlerinnen und Künstler ausstellen. Im Gegenteil, dieses Setting beflügelt offensichtlich, und bereits beim Aufbau wird gemeinsam entwickelt, wo welches Werk am besten zur Geltung kommt. Ein gemeinsamer Prozess, bei dem Vetos erlaubt und gewünscht sind. Beinahe selbstverständlich helfen sich Beteiligte unterschiedlichen Alters und verschiedener Schulformen. Das begeistert mich jedes Jahr wieder. Hier fragt niemand nach Pause oder wie lange es noch dauert – hier unterstützt man sich, bis alles so angeordnet ist, wie es die Ausstellung benötigt.Das Ergebnis lässt sich wieder sehen und zur Vernissage merke ich, wie gerne ich jedes Jahr diesen Moment einfrieren möchte. Im Raum ist spürbar, wie die leichte Aufregung der jungen Menschen ihre Konzentration verstärkt. Sie alle haben etwas zu sagen und zu zeigen. Sie alle treten hier mutig vor das Publikum, mit vorbereitetem Wort, brisanten Themen und künstlerischen Techniken, die nicht ausgereift, aber ungewöhnlich ehrlich sind. Alle der über 100 Besucherinnen und Besucher wirken bewegt. 

 Das Problem von Konsumabfällen wird mit einer besonderen Ästhetik bedacht. Den Dingen, die achtlos in die Tonne geworfen werden, wurde ein anderes Leben eingehaucht und insbesondere „Unschönes“ in einen Zusammenhang gestellt, der zum Nachdenken anregt. Eine junge Schülerin erläutert voller ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Nov 2022 09:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kreativit228t-hilft-probleme-zu-l246sen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-517]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zusammen Kunst und Leben eine Chance geben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zusammen-kunst-und-leben-eine-chance-geben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/509/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/509/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Freundschaft entsteht, wenn das Du und das Ich sich auflösen“ war einer der letzten Sätze, die ich auf meiner Woga-Expedition am letzten Wochenende in einem Hinterhof im Elberfelder Luisenviertel hörte. Irgendwie passt diese Aussage zu den Ritualen unserer WZ-Kolumne, die darin bestehen, unsere Texte gegenzulesen und ein Feedback zu geben, den Senf, wie wir sagen, den die oder der andere aufnehmen kann, wie es passt. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Ich liebe sie, diese Feedback-Kultur und lerne immer wieder neu, was es heißt, Perspektiven zu wechseln, sich selbst zu hinterfragen und darüber miteinander zu wachsen. Als ich letzte Woche den Text meines Kollegen Torsten Krug „Kunst gibt der Wahrheit eine Chance“ las, verknüpften sich eigene Erlebnisse damit. Die von ihm benannte „Wahrhaftigkeit“ – als Verbindung mit anderen Menschen – war mir gerade über Performance-Momente präzise und tief erfahrbar begegnet: Sie gaben mir Zuversicht in das, was die Kunst im Leben vermag. 

 Inmitten von sich aneinanderreihenden Schuhen, Stapeln von Tischdecken und Betttüchern, Möbeln, Kleiderbügeln, klanglich orchesterhaft angeordnetem Porzellan, Tellern, Tassen: All dies waren Objekte einer Haushaltsauflösung nach dem Ableben einer alten Dame. Anni-Hanni hieß die fiktive Figur, Erika zuvor, wie meine Großmutter. Der Performer Daniel Ernesto Müller hinterließ diese Dame in den Herzen der Zuschauerinnen und Passanten: in der mehrstündigen Performance „Aufgelöst“ von Angie Hiesl und Roland Kaiser mitten auf dem Rudolfplatz in Köln. In einer Verflechtung von Realität und Fiktion ging es um das tabubehaftete Thema Tod. Wer kennt das nicht? Ein Mensch ist plötzlich nicht mehr da. Seine oder ihre Hinterlassenschaften tragen Spuren einer gelebten Zeit weiter. Mir standen immer wieder die Tränen in den Augen. Was soll das Ganze, wie der Kollege Kunst befragte? Als künstlerische Intervention mitten im Leben, im Konsumtreiben der Großstadt sind ...]]></description><pubDate>Wed, 02 Nov 2022 23:19:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zusammen-kunst-und-leben-eine-chance-geben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-509]]></dc:identifier></item></channel></rss>