﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:23:07 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Nachdenken &amp;uuml;ber das gro&amp;szlig;e Ganze</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nachdenken-uumlber-das-groszlige-ganze</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nachdenken-uumlber-das-groszlige-ganze" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nachdenken über das große Ganze]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nachdenken-252ber-das-gro223e-ganze</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/732/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/732/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Der große Saal des Barmer Bahnhofs ist voller Stimmen. Kinder huschen vorbei und genießen den ungewöhnlichen Ort zum Spielen, andere von ihnen, die ebenfalls mit ihren Eltern gekommen sind, sitzen konzentriert über Bildern, die sie unter der Aufsicht einer Bühnenbildnerin und eines Schauspielers malen. Auf einem von ihnen werde ich später die Wellenkämme eines Meeres erkennen, aus denen gespreizte Hände herausragen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 So schrieb ich vor mittlerweile neun Jahren. Mit den beiden Reihen „In unserer Mitte. Wir erzählen um unser Leben“ in der Spielzeit 2015/16 und „Flüchtige Welt. Labor für Neuland“ 2016/17 wollten wir zusammen mit den Wuppertaler Bühnen das Selbstverständliche tun: Einen Ort bieten, an dem Geflüchtete – damals aus Syrien – erzählen, und wir – Wuppertaler Autorinnen und Autoren ­– ihnen zuhören. Tief bewegt ging ich jedes Mal nach Hause, atmete eine freie Abendluft in einem privilegierten Land und sah aus anderen Augen auf mein Leben. 

 Man könnte meinen, die Welt der Kunst und Kultur sei prädestiniert dafür, die existenzielle Not und den Reichtum an Geschichten zu spiegeln und uns alle ins Handeln zu bringen. Doch leider versinken wir oft in Befindlichkeiten. 

 Als der Theaterregisseur Milo Rau 2022 am Schauspielhaus Zürich „Wilhelm Tell“ inszenierte, geriet er, so berichtet er, in „geradezu absurde, labyrinthische Meinungsverschiedenheiten (...) ausschließlich mit Menschen, mit denen ich in letztlich allem übereinstimme“: „Während sich die Welt draußen weiterdrehte und alle sieben Minuten eine Art für immer verschwand, (…) während unsere ganzen Debatten mit Steuermillionen finanziert wurden, die von den Schweizer Großkonzernen im Kongo per Kinderarbeit erwirtschaftet werden, waren unsere Minimaldissense so ohrenbetäubend laut, dass das Schweigen des globalen Todes nicht mehr zu hören war.“ Wird unser Blick tatsächlich enger, „unsere Binnen-Moral strenger, je größer und ...]]></description><pubDate>Wed, 28 Feb 2024 10:21:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nachdenken-252ber-das-gro223e-ganze</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-732]]></dc:identifier></item></channel></rss>