﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:01:22 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Wunder braucht das Leben</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wunder-braucht-das-leben</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wunder-braucht-das-leben" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wunder braucht das Leben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wunder-braucht-das-leben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1005/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1005/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Schon seit Wochen wirbeln bunte Blätter durch die Luft. Eben verbrachten wir die Tage noch schwitzend im Sommerkleid oder kurzen Hosen, jetzt ziehen vor unseren Augen dunkle Wolken über die Stadt. Gefühlt hat es gar nicht so selten geregnet in den letzten Wochen, zugleich lechzen Bäume und Pflanzen immer noch nach Wasser. Vom Küchenfenster aus blicke ich auf die Blätter der Kastanie hinter dem Haus, so vertrocknet, dass es kaum vorstellbar ist, hier jemals wieder grüne Blätter sprießen zu sehen. Der Herbst ist da. Einst, als ich in der Ferne lebte, habe ich den Wechsel der Jahreszeiten vermisst. Tröstend hält er uns die Vergänglichkeit allen Lebens vor Augen.   
Uta Atzpodien - Foto Ralf Silberkuhl 

 Trost ist willkommen inmitten der Trauer um den Kollegen und Freund, den Choreografen und Künstler Mark Sieczkarek. Mehr als zehn Jahre lang habe ich ihn liebgewonnen und in Vielem staunend schätzen gelernt. Nun gehen Schmerz und Staunen Hand in Hand, verneigen sich vor all dem Wundervollen, was Mark Sieczkarek über seine Person und seine Kunst in unser Leben gebracht hat. 2015 sah ich seine Tanzproduktion „The tower“ in der börse, sie war von der Turmkarte im Tarot inspiriert, die für den Zusammenbruch überlebter Systeme und zugleich für die Chance auf einen Neubeginn steht. Diese Tage spüre ich einfach einen großen Verlust. 

 Am Wochenende holte ich eine mir nahestehende Person von einem Seminar zum gemeinschaftlichen Wirtschaften in Koblenz ab. Wir machten uns auf nach Valledar am Rhein, um einen 91jährigen blinden Pater in einer kirchlichen Hochschule zu besuchen. Voll liebevollem Humor erzählte dieser von 50 Jahre zurückliegenden Treffen, gemeinsamen Liedern und Ausflügen, als ob sie gestern gewesen wären. Tastend suchte er den Weg zu einer Kirchorgel, auf der er unter die Haut gehende Orgelwerke spielte, die sich tröstend im Kirchenraum ausbreiteten. Einst bekannt für theologische Schriften wie „Was die Bibel Wunder nennt“ oder ...]]></description><pubDate>Tue, 23 Sep 2025 22:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wunder-braucht-das-leben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1005]]></dc:identifier></item></channel></rss>