﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 11:35:49 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kultur zur Stunde Null</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-zur-stunde-null-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-zur-stunde-null-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur zur Stunde Null]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-zur-stunde-null</link><description><![CDATA[ In meiner ersten Kolumne im Namen von „Freies Netz Werk Kultur“ habe ich darauf hingewiesen, dass dieser neue Impuls im Tal Tradition hat. Und so möchte ich heute erinnern an eine der wichtigsten und prägenden Künstler-Vereinigungen der Nachkriegszeit, deren Widerhall nicht auf das Tal der Wupper beschränkt blieb: „Der Turm“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Mein Freund, der Schriftsteller Karl Otto Mühl war Mitglied in diesem 1946 von Paul Pörtner und Fritz Meis initiierten Zusammenschluss aus Schriftstellern, Malern, Theaterleuten, Musikern und anderen Künstlern, der zuletzt mehr als 400 eingetragene Mitglieder zählte. Im Februar 1947 gelangt Mühl aus jahrelanger Kriegsgefangenschaft in die Trümmerlandschaft seiner Heimatstadt. Für ihn ist es eine „Heimkehr in den Turm“. Beinahe allabendlich kommen einzelne zusammen, vor allem im Farbenladen an der Markomannenstraße, der von Pörtners kriegsblindem Vater betrieben wird. Lesungen, Diskussionsabende, die Literaturzeitschrift „Manuskripte“, später auch Theateraufführungen werden gemeinsam auf die Beine gestellt. „Es entstanden Freundschaften“, schreibt Mühl Jahre später, „Pläne und kleine Reisen in den überfüllten Zügen zu anderen Leuten, die Kulturgruppen gebildet hatten. Es gab keinen Abend allein.“ 

 Man stelle sich vor: Eine Stadt liegt in Trümmern, noch existiert die Reichsmark, die nichts mehr wert ist — und als eine der stärksten Initiativen im Tal bildet sich eine Gruppe von Kulturschaffenden. Erzählungen meines Vaters kommen mir in den Sinn, dessen Heimatstadt Nordhausen noch wenige Wochen vor Kriegsende den Bomben zum Opfer fiel. Seiner Erinnerung nach war das Stadttheater eines der ersten Gebäude, die wieder aufgebaut wurden. Ich denke an Kinos in Kriegsgebieten, Theateraufführungen, zu denen sich Menschen unter Lebensgefahr aufmachen, Lesungen in geheimen Kellern. 

 „Da waren Leute“, sagt Mühl, „die die Zeit erhellt haben. Es war auch ein Emanzipationsprozess.“ Und: „Wir waren ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-zur-stunde-null</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-16]]></dc:identifier></item></channel></rss>