﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:07:38 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Es ist unsere Entscheidung</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/es-ist-unsere-entscheidung</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/es-ist-unsere-entscheidung" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Es ist unsere Entscheidung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/es-ist-unsere-entscheidung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/828/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/828/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Ein schmaler Baum steht mitten auf der Bühne im Foyer des alten Schauspielhauses: „Tree Tree“ heißt die Soloperformance, in der Kenji Shinohe mit filigranen Bewegungen und eindringlich-körperlichen Bildern von den Folgen einer Naturkatastrophe, eines Tsunamis in Japan erzählt, der seine Heimatstadt zerstörte. Nur eine Kiefer blieb stehen: ein Symbol für Hoffnung und Widerstand. Damals wurden Origami-Faltpapierkunstwerke als Trost an die Betroffenen geschickt, eine gut gemeinte, wenig helfende Geste, so der Choreograph, der die Papierfiguren in sein schlichtes Bühnenbild integrierte. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 In einem eigens für das Fragile-Festival erarbeiteten Part konfrontierte er das Publikum mit der eigenen Zivilcourage: Mit Bindfäden hatte er beim Tanzen seine Finger so schmerzhaft und tief umwickelt, dass es ihm eine ganze Weile nicht gelang, sich mit einer Schere davon wieder zu befreien. Ganz anders als am Premierentag wagte es niemand aus dem Publikum, ihm helfend zur Seite zu stehen. Viele hat diese Erfahrung tief mitgenommen, bekannten sie hinterher voller Ehrlichkeit. „It is our decision“, so Kenji Shinohe im Publikumsgespräch: Ja, es ist unsere Entscheidung, wie wir handeln, helfen und zusammenhalten. 

 Vor wenigen Tagen endete Fragile, das internationale Festival für Nachhaltigkeit und Kunst im entstehenden Pina Bausch Zentrum. Mit eindringlich-berührenden Performances, wie „Amazonia 2040“ von Martha Hincapié Charry oder „A String Section“ der Gruppe Reckless Sleepers, führte es uns die Bedrohung und Zerbrechlichkeit der Welt vor Augen und machte sie sinnlich erfahrbar. In letztgenannter Produktion zersägten sechs Tänzerinnen in kurzen schwarzen Kostümen stoisch die Beine der Stühle, auf denen sie balancierten, nahmen Sitze und Lehnen auseinander, bis zu deren gänzlicher Zerlegung. 

 Doch wie der bekannte Klimaforscher Schellnhuber kürzlich im Deutschlandfunk betonte, braucht es angesichts all ...]]></description><pubDate>Tue, 08 Oct 2024 20:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/es-ist-unsere-entscheidung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-828]]></dc:identifier></item></channel></rss>