﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:18:14 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Klimawandel der Gem&amp;uuml;ter</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-klimawandel-der-gemuumlter</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-klimawandel-der-gemuumlter" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Klimawandel der Gemüter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-klimawandel-der-gem252ter</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/709/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/709/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max-Christian Graeff 

 Vorbei sind sie, die stillen Tage des Jahreswechsels, prall gefüllt mit dem Anheften beendeter Projekte, dem Umschichten verdrängter Ablagekörbe und dem Sichten nachgelassener Bücherhalden, deren Vorbesitzer sich Sorgfalt und Umsicht für die Sammlungen gewünscht hatten: viel gelesene Publikationen aus einer noch grenzenlos scheinenden Welt, die meisten derzeit kaum verkaufbar, denn nach jedem großen Weltenruck geht der Gebrauchtmarkt für anspruchsvolle Bücher erstmal in die Knie. Dabei ist es so hilf- und erkenntnisreich, sich gerade dann durch die Regale zu lesen, wenn im Gemüt mal wieder das Hochwasser steht. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C.Paravicini 

 Nun also Schluss damit; der Alltag ist zurück, im frostigen Garten klirren die Meisenknödel und die ersten Mailkaskaden stürzen durchs Büro, Antwort auf alle liegengebliebenen Fragen verlangend. Das Jahr kommt flott daher; schon müssen exakte Pläne für den Sommer raus, Werbetexte für Herbstkonzerte, Abgabe- und Drucktermine. Tickets buchen, Farben für Kinderkurse kaufen, Nebenkosten kalkulieren, als wäre all das gut planbar und als sänge der Narr in Shakespeares König Lear zu Recht: „Wer nur ein bisschen Verstand behält, / hopp heißa, bei Regen und Wind, / der füge sich still in den Lauf der Welt, / denn der Regen regnet jeglichen Tag.“ – Doch das ist lange her und der Narr das, was er ist: ein Weiser, der so reden muss. Der Kulturdienstleister kommt logistisch bereits ins Schleudern, wenn er trotz Streik heute in Frankfurt die Retrospektive des (WZ-)Cartoonisten Polo vorbereiten darf … 

 „Ja, mach nur einen Plan …“ – Brechts Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens stand bei den frei in allen Kunst- und Kultur-Sektoren Beschäftigten schon immer unter den Top Ten. Dabei wird im Kultur- wie im Bildungswesen nicht nur trotz, sondern gerade wegen der gesellschaftlichen Unsicherheit Hochleistung gefordert: Grundlagen fürs Verständnis schaffen, zivilisierte ...]]></description><pubDate>Wed, 10 Jan 2024 07:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-klimawandel-der-gem252ter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-709]]></dc:identifier></item></channel></rss>