﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:24:08 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Februar 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über die Chancen eines Kultur-Passes]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/220ber-die-chancen-eines-kultur-passes</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/563/charlottezink.jpg" length="306463"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/563/images/charlottezink-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Charlotte Zinke 

 „Liebes Kultur-Pass-Team, manchmal sind Worte nicht nötig, manchmal reichen Worte nicht aus oder helfen nicht, auszudrücken, was sie wirklich sagen möchten. Als ich vor einem Jahr als Asylbewerber in Luxemburg ankam, war ich sehr traurig, verärgert, nervös, besorgt und doch hoffnungsvoll (…). Nach ein paar Tagen sagte mir eine Freundin (…): Hey Raul, du musst dir deinen Kultur-Pass besorgen, damit du den kulturellen Reichtum Luxemburgs genießen kannst. (…) Und ich muss Ihnen sagen, dass das vergangene Jahr dank Ihnen eines der großartigsten Jahre meines Lebens war, ich habe den Kultur-Pass so oft und jedes Mal benutzt. Meine Hoffnung wuchs, jedes Mal wuchs meine Liebe zum Leben, jedes Mal wuchs meine Liebe zur Kunst, in der Philharmonie zu sitzen, im großen Theater zu sitzen, in die Rockhal zu springen, alle Museen zu besuchen, es war ein Segen (…).“ Diese bewegenden Worte stammen von Raul Narciso und er schreibt über seine Erfahrungen mit dem Konzept „Kultur-Pass“ in Luxemburg. 

   
Charlotte Zinke - Foto: Zinke 

 Auch in Deutschland soll ab dem zweiten Quartal dieses Jahres bundesweit der Kulturpass für junge Menschen eingeführt werden. Anders als in Luxemburg, handelt es sich bei der deutschen Umsetzung um eine Online-Plattform, auf der jeder Empfänger ein digitales Guthaben von 200 Euro besitzt, das für den Erwerb von Büchern, Vinylplatten und insbesondere für den Eintritt zu lokalen Kulturveranstaltungen genutzt werden soll. Zu den Empfängern des Kultur-Passes gehören Jugendliche, die im Jahr 2023 achtzehn Jahre alt werden. 100 Millionen Euro stellt die Bundesregierung für dieses Projekt zur Verfügung. 

 Es lohnt sich, den französischen Vorreiter der Idee in den Blick zu nehmen: In Frankreich gab es schon 2021 mit dem „pass culture“ eine Testphase, bei der, je nach Altersklasse, bis zu 300 Euro zur Verfügung gestellt wurden. Nachträglich wurde kritisiert, dass der Fokus weniger auf klassischen Kulturveranstaltungen gelegen ...]]></description><pubDate>Wed, 22 Feb 2023 09:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/220ber-die-chancen-eines-kultur-passes</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-563]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Verschließe Deine Augen nicht]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/verschlie223e-deine-augen-nicht</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/561/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/561/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Mit strahlenden Gesichtern und voll Power standen am letzten Samstag junge Darstellerinnen und Darsteller im Haus der Jugend Barmen gemeinschaftlich an der Bühnenrampe: „Verschließe Deine Augen nicht, schau der Zukunft ins Gesicht“ sangen sie. 

   
Uta Atzpodien ​ - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Die ausverkaufte Premiere des Musicals „Entkoppelt“ der Bergischen Musikschule unter Leitung von Sarah Semke ließ bis unter die Haut spüren, wie eindrucksvoll ein Miteinander sein kann. 

 Nach den entbehrungsreichen Corona-Jahren wurde aus dem Sehnen so vieler ein pulsierend-kultureller Abend. Neben der Musikschule waren Studierende der Musikhochschule szenisch und mit eigenen Kompositionen beteiligt. Das Kinder- und Jugendtheater war involviert. Die von jungen Menschen selbst entwickelte Story koordinierte die szenische Leiterin Stephanie Sievers. Musikalisch hatte Jan Hinrichs den Hut auf. Viele Hüte für den bedrohten Lebensraum Erde: „Bleib doch mal stehen, vielleicht kannst Du sehen, wie Du etwas bewirken kannst“. Dem „Innehalten, Staunen und Tun“, wie ich es in meiner letzten Kolumne beschrieben hatte, begegne ich im Alltag. Das gibt Zuversicht, macht Mut. 

 Pandemie, Kriege, Krisen, Naturkatastrophen, all das belastet, dieser Tage konkret mit den Ereignissen in der Türkei und Syrien. Erschöpfung, Müdigkeit und Angst gehen damit weltweit einher, Hilfe und Hilflosigkeit. Mich fasziniert immer wieder neu, wie Akteurinnen, Akteure der Kunst und Kultur Wege und Formen finden, mit Herausforderungen umzugehen. Letzte Woche lud die Folkwang Hochschule in Essen zu einer „Lecture“ der Performerin Marina Abramović ein. 

 Aktuell hat sie die erste Pina Bausch-Professur inne, kann auf ein schillerndes Aktionskunst-Spektrum ihrer Vita zurückblicken, davon berichten, wie sie beispielsweise Natur mitten in die Stadt holt. Mich hat vor allem die Hingabe und Intensität fasziniert, mit der sie aktuell mit 26 Folkwang-Studierenden im ...]]></description><pubDate>Tue, 14 Feb 2023 21:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/verschlie223e-deine-augen-nicht</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-561]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Vom Weitergeben der Flamme]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/vom-weitergeben-der-flamme</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/559/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/559/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In meiner ersten Kolumne im noch frischen Jahr schrieb ich über den Dialog zwischen den Generationen und fragte mich: Was bleibt? Heute werde ich schon wieder nostalgisch und möchte mein Staunen darüber teilen, wie sich die Bilder gleichen: 

 Neulich brachte uns Rainer Widmann ein Exemplar des „Wuppertaler Stadtbuchs 86/87“ mit. Die Älteren werden es kennen. Meine Frau und ich – als erst zwanzig Jahre später Zugezogene – kannten es nicht. Das Panorama der darin versammelten, mit Artikeln und Unmengen an Informationen unterfütterten Schlagworte reicht von „Umwelt“, „Wohnen“, „Lernen“ über „Kultur“, „Medien“, „Wirtschaft“ bis zu „Alte“, „Frauen“ (achtzehn Seiten), „Männer“ (eine leere Seite), „Frieden“ und „Sekt und Sekten“. Atmosphärische Schwarz-Weiß-Fotografien ergänzen das auf Schreibmaschine getippte, im „Sisyphos Verlag“ erschienene Buch, auf seinem Cover prangt eine Zeichnung von Eugen Egner. Es ist eine Zeitreise in die Wuppertaler Stadtgeschichte. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Stichwort „Kultur“: Das Katzengold gab es schon, das Café Zweistein auch, damals noch im Unterbarmer Bahnhof; die börse war zwölf Jahre jung und residierte noch in der Viehhofstraße 125. Über sie lese ich einen Text, der zunächst ihre Entwicklung von der kleinen Initiative „impuls“ zum soziokulturellen Zentrum nachzeichnet. Dann geht er ans Eingemachte: Zwar erhält die börse damals schon gut eine Viertel Million D-Mark von der Stadt, dennoch muss sie Dreiviertel aller benötigten Mittel selbst erwirtschaften, und das bedeutet – Zitat: dass „das Veranstaltungsangebot fast immer kalkulierbar sein muss – kommen zu wenig Besucher – Scheiße!“, dass „sich die Programmplanung als ewiges Feilschen und schwerer Händel darstellt, auf Kosten einer Unterbezahlung wirklich anspruchsvoller Künstler oder auf Kosten des Hauses“, und: dass „eine thematische, kultur- und gesellschaftspolitisch relevante Programmorientierung faktisch nur durch ein ...]]></description><pubDate>Tue, 07 Feb 2023 22:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/vom-weitergeben-der-flamme</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-559]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Eine neue künstlerische Kultur des Wir-Bewusstseins]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/eine-neue-k252nstlerische-kultur-des-wir-bewusstseins</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/549/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/549/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Seit langer Zeit ist der moderne Mensch als kultivierte Spezies schon so, wie wir heute sind: geschickt, neugierig, erfinderisch, durchsetzungsfähig und intelligent. Glaubt man dieser These der Archäologie, hört sich das gut an. Die Jagdhypothese vom Ursprung des Menschen allerdings geht davon aus, dass einige Affen genau in dem Moment zu Menschen wurden, als sie geschickt, neugierig, erfinderisch, durchsetzungsfähig und intelligent zu Werkzeugen griffen, um sie als Waffen einzusetzen. Nicht, um zu werkeln, sondern um zu töten. Diese Überlegung vom Menschen als Mörderaffen macht mir Angst – das Gefühl, das die Menschen laut einer Umfrage am stärksten motiviert. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer Van Erp 

 Letzte Woche, da nach meiner Einschätzung gefragt, hatte ich geantwortet: Vertrauen. Und mein Mann vermutete im selben Atemzug: Liebe. Dass es die Angst ist, hat uns beide verblüfft. Über die Unterschiedlichkeit der Antworten hat da keiner gelacht. Ja, das ein oder andere Gespräch geht schon mal tiefer. 

 Auch Ereignisse können mich immer wieder tief beeindrucken. Da hat doch vor ein paar Tagen Unglaubliches in Wuppertal stattgefunden. Etwas, das vom Direktor unseres Von der Heydt-Museums als Jahrhundertereignis eingestuft wird. Das Museum erhält ein kunstgeschichtlich überaus bedeutendes Gemälde als Dauerleihgabe, welches bei einer Kunstauktion Ende letzten Jahres von einem Mäzen, der anonym bleiben möchte, ersteigert wurde. Dieses Meisterwerk ist in dreifacher Hinsicht ikonenhaft. Zum Ersten ist es ein Schlüsselwerk des Expressionismus, das in der Sammlung eine Brücke baut und somit eine Lücke schließt, zum Zweiten ist es ein außergewöhnlich schönes, weil expressiv, kubistisches Porträt der lesenden Dichterin Else Lasker Schüler, einer der bedeutendsten Wuppermenschen. Und zum Dritten wird für diese Wuppertaler Mona Lisa eigens ein Safe Space im ohnehin schon geschützten Raum Museum geschaffen. 

 Ein einzelner Mensch aus ...]]></description><pubDate>Wed, 01 Feb 2023 12:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/eine-neue-k252nstlerische-kultur-des-wir-bewusstseins</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-549]]></dc:identifier></item></channel></rss>