﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:24:52 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Februar 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2018-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2018-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Goldglanz für den Kunstgenuss im Tal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/goldglanz-f252r-den-kunstgenuss-im-tal</link><description><![CDATA[ Am vergangenen Sonntag ging mein Wecker um 4:30 Uhr. Wie jeder begeisterungsfähige Mensch, der seinen Tag mit Sport beginnt, fieberte ich mit unseren Jungs. Und dann: Silber. Silber ist fantastisch, Silber glänzt auch — ist nur ein Hauch entfernt von Gold, und die Leistung, die dahinter steht, ist ganz bestimmt die Gleiche. So begleitete mich euphorische Frühaufsteher-Stimmung, ausgelöst durch eine Medaille mit Goldglanz für unser Eishockeyteam, auf meinem Weg ins Von der Heydt-Museum, in die Kunsthalle nach Barmen zu Driss Ouadahi, dessen großartige Ausstellung am selben Tag eröffnet wurde, an dem im Von der Heydt-Museum in Elberfeld der Kassenschlager Manet furios schloss. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Nun also, vor meinen Augen, wunderbare, großformatige Malerei, die ihre Motive in den Bauformen der globalen Moderne findet. Architektur, die einer Stadt ganz sicher ihr Gesicht gibt. Besonders in seinen Bann zog mich ein 2017 entstandenes Werk, das eine gekachelte Passage im Bahnhof Vohwinkel zeigt. Danke für diese wertschätzende Aufmerksamkeit, lieber Driss, da Du unsere Bemühungen vor Ort mit deinem hoffnungsspendenden Werk so gekonnt ins Licht setzt! So müssen wir uns also nicht systemisch abgegrenzt und unseren Bahnhof nicht abgestuft fühlen? Sei es drum. Wir feiern in diesem Jahr unser zehnjähriges Jubiläum, und wenn heute in der Kulturausschusssitzung im Barmer Rathaus die Beschlüsse gefasst werden, werden wir zu Recht institutionelle Förderung für unser Projekt Bürgerbahnhof erhalten. 

 Mit dieser harterarbeiteten Anerkennung werden wir weiter trainieren, bis wir so etwas wie den Turner Preis bekommen. Dieser entspricht in England in unserer Disziplin — der Kunst und Kultur — einer Goldmedaille und wurde im Jahr 2015 einem gemeinnützigen Projekt verliehen. Zur Begründung konnte man damals lesen, dass das 18-köpfige Kulturkollektiv Assemble aus London ausgezeichnet worden war und ihr Ansatz von Erneuerung, Stadtplanung und ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:23:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/goldglanz-f252r-den-kunstgenuss-im-tal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-17]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur zur Stunde Null]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-zur-stunde-null</link><description><![CDATA[ In meiner ersten Kolumne im Namen von „Freies Netz Werk Kultur“ habe ich darauf hingewiesen, dass dieser neue Impuls im Tal Tradition hat. Und so möchte ich heute erinnern an eine der wichtigsten und prägenden Künstler-Vereinigungen der Nachkriegszeit, deren Widerhall nicht auf das Tal der Wupper beschränkt blieb: „Der Turm“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Mein Freund, der Schriftsteller Karl Otto Mühl war Mitglied in diesem 1946 von Paul Pörtner und Fritz Meis initiierten Zusammenschluss aus Schriftstellern, Malern, Theaterleuten, Musikern und anderen Künstlern, der zuletzt mehr als 400 eingetragene Mitglieder zählte. Im Februar 1947 gelangt Mühl aus jahrelanger Kriegsgefangenschaft in die Trümmerlandschaft seiner Heimatstadt. Für ihn ist es eine „Heimkehr in den Turm“. Beinahe allabendlich kommen einzelne zusammen, vor allem im Farbenladen an der Markomannenstraße, der von Pörtners kriegsblindem Vater betrieben wird. Lesungen, Diskussionsabende, die Literaturzeitschrift „Manuskripte“, später auch Theateraufführungen werden gemeinsam auf die Beine gestellt. „Es entstanden Freundschaften“, schreibt Mühl Jahre später, „Pläne und kleine Reisen in den überfüllten Zügen zu anderen Leuten, die Kulturgruppen gebildet hatten. Es gab keinen Abend allein.“ 

 Man stelle sich vor: Eine Stadt liegt in Trümmern, noch existiert die Reichsmark, die nichts mehr wert ist — und als eine der stärksten Initiativen im Tal bildet sich eine Gruppe von Kulturschaffenden. Erzählungen meines Vaters kommen mir in den Sinn, dessen Heimatstadt Nordhausen noch wenige Wochen vor Kriegsende den Bomben zum Opfer fiel. Seiner Erinnerung nach war das Stadttheater eines der ersten Gebäude, die wieder aufgebaut wurden. Ich denke an Kinos in Kriegsgebieten, Theateraufführungen, zu denen sich Menschen unter Lebensgefahr aufmachen, Lesungen in geheimen Kellern. 

 „Da waren Leute“, sagt Mühl, „die die Zeit erhellt haben. Es war auch ein Emanzipationsprozess.“ Und: „Wir waren ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-zur-stunde-null</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-16]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mit Begeisterung und Lust gemeinsam in die Zukunft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mit-begeisterung-und-lust-gemeinsam-in-die-zukunft</link><description><![CDATA[ Innehalten und Querdenken sind wichtig, wenn es heißt, sich von Altem und Gewohntem zu trennen und Neues entstehen zu lassen. Neues bleibt lange ungesehen, ist verschmäht oder verpönt. Eigenwillige Persönlichkeiten engagieren sich, öffnen Wege, die sich viele nicht vorstellen können oder wollen. Wegbegleiter gesellen sich dazu. Funken von Begeisterung und Lust auf Veränderung und Neues vermögen zu beflügeln. Aus einer Haltung entstehen Ideen und Projekte, die mit Schwung und Elan Wege in die Zukunft öffnen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhlö 

 Seien es Friedrich Engels, Pina Bausch, Rose Ausländer oder Christoph Schlingensief: Biografien von Persönlichkeiten aus Weltgeschichte und Kunst sind es, die mir jüngst auf meinem Lebensweg neu begegnet sind, mich weiter begleiten werden. Sie machen greifbar, wie wertvoll und wichtig es gegenwärtig ist, aus einer von Menschen geprägten Vergangenheit zu schöpfen. Leben, Werk und Auswirkungen genauer zu erforschen und sich von ihrer Haltung inspirieren zu lassen. 

 Spätestens jetzt, mit der Auftaktveranstaltung vergangene Woche zum Engelsjahr 2020 im Historischen Zentrum am Engelsgarten, rückt der aus Wuppertal stammende Friedrich Engels neu ins Bewusstsein. Als Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Unternehmer, Revolutionär und vieles mehr war er ein Universalgenie und hat vielseitig die Weltgeschichte geprägt. Doch welche Rolle spielt er heute für uns in Wuppertal, ganz konkret? Wie können er, seine Ideen und seine Persönlichkeit uns zur Seite stehen, anregen, um den rasanten Veränderungen der Arbeitswelt, den pulsierenden Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, nach einem menschlichen Umgang mit Digitalisierung, Globalisierung und den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen? 

 Die Kunst hat schon immer eigenwillig provozierende, sinnlich und menschlich berührende Spielweisen für ein Querdenken gefunden. Pina Bausch und das Tanztheater zeigen uns das seit vielen Jahrzehnten. Der Puls der hiesigen ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mit-begeisterung-und-lust-gemeinsam-in-die-zukunft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-15]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mit vereinter gesellschaftlicher Kraft vorankommen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mit-vereinter-gesellschaftlicher-kraft-vorankommen</link><description><![CDATA[ Wie wäre es, wenn wir dem gegenwärtigen Wachstumsgedanken, dem scheinbar unaufhaltsamen technologischen Fortschritt, der offensichtlich nicht, wie versprochen, uns Allen zugutekommt, ein überfröhliches Adieu zurufen? Oder wir versuchen würden, dem Ganzen wenigstens adäquat die Stirn zu bieten? Geschichte ist immer das, was erzählt wird und man erzählt sich, dass es eine Zeit im alten Jahrtausend gab — und das ist ja noch nicht so lange her — da führte die Erfindung der Waschmaschine dazu, dass die gesamte Gesellschaftsordnung herumgeschleudert wurde. Was war passiert? Die Frauen legten mit Begeisterung die Waschbretter zur Seite und setzten ihre Kräfte frei. Man konnte sich damals nicht genau vorstellen, wie grundsätzlich sich die Dinge daraufhin ändern würden. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Und nun wiederholt sich die Geschichte. Denn, wenn es stimmt, dass die Phase euphorischer Hoffnung, die immer mit Inspiration und Innovation einhergeht, dieses Streben nach dem Besonderen ein Motor ist, der Fantasie tankt - eine Ressource also, die Kunst- und Kulturschaffende im Überfluss haben, stimmt es auch, das Geräte nur so smart sein können wie ihre Benutzer? Was damals Waschmaschine, Telefon und Automobil waren, entspricht heute den intelligenten, digitalen Systemen. Und wieder ist es natürlich angenehm, entstehende freie Zeit vermeintlich sinnvoll zu nutzen. Da wird heute Work- Live-Balance angestrebt, sportliche Selbstoptimierung betrieben, oder es wird achtsam die eigene Kreativität entdeckt. Könnte es nicht sehr viel interessanter sein, innezuhalten und all dies erst einmal nicht zu tun? Und mit der Erfahrung aus den Konsequenzen der Industriellen Revolution, jetzt schon eine mögliche Konsequenz der bereits angelegten Digitalen Revolution zu erkennen. Sind da Tendenzen einer Dekadenz, die sich tarnt? 

 Eigentlich hat ja jeder genug Zeit, sich um das Wesentliche zu kümmern: Es muss doch bei Allem, worauf wir uns in Zukunft freuen, darum ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mit-vereinter-gesellschaftlicher-kraft-vorankommen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-14]]></dc:identifier></item></channel></rss>