﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 22:02:46 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Treibstoff der Kultur ist das Unbekannte</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-treibstoff-der-kultur-ist-das-unbekannte-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-treibstoff-der-kultur-ist-das-unbekannte-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Treibstoff der Kultur ist das Unbekannte]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-treibstoff-der-kultur-ist-das-unbekannte</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/378/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/378/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Da waren wir also wieder, am Anfang einer neuen Hoffnungsrunde, dass sich alles oder eben nichts ändern wird, und die Leuchtzeichen in der Nacht verkehrten sich ins Gegenteil: „Das wird man wohl noch böllern dürfen“, grunzten nur wenige; ansonsten blieb es reduziert. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Den Neujahrsmorgen begann ich deshalb früh mit der aufräumenden Lektüre liegen gebliebener Zeitungsartikel. Ganz unten im Stapel einer vom 4. März 2020; der Pop-Philosoph Slavoj Zizek schrieb kurz vor dem noch nicht denkbaren ersten Stillstand Simples über die fünf Reaktionsstufen auf eine lebensbedrohliche Nachricht: die Verleugnung, die Wut, das Verhandeln, die Depression und die Akzeptanz. Die ersten vier Stadien waren in den wenigen Wochen der sich nähernden Seuche bereits schnell durchlaufen, mit allem Absurden, was manchen bereits quer durch die Birne schoss. Sämtliche Möglichkeiten einer Akzeptanz zwischen hartnäckiger Egozentrik und kollektiver Solidarität waren jedoch noch Zukunftsmusik. 

 Inzwischen, da die meisten Menschen ihre Wege durch das Akzeptieren gefunden haben, die überwiegend den wachsenden Erkenntnissen der wissenschaftlichen Vernunft folgen, ist klarer erkennbar, in welch hohem Maß derlei Prozesse kulturelle Leistungen sind. Das hohe C ist längst Kulturgeschichte geworden, noch bevor wir in der Lage sind, dies völlig zu begreifen. Dass sich immer noch so viele, in infantiler Verleugnung und Wut stecken geblieben, von eiskalten Menschenfeinden aller Brauntönungen vor deren Karren spannen und durch jede Tagesschau treiben lassen, das gehört leider ebenso zur Kultur – und zu unserer Freiheit. In der Neujahrsnacht ging nebenbei das AKW Brockdorf vom Netz, das in dieser Geschichte auch eine Rolle spielt: Das Verbot der Großdemonstration im Februar 1981 gegen dessen Weiterbau und für die Erhaltung des Demonstrationsrechts wurde später für ungültig erklärt und prägt damit die Rechtslage bis ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Jan 2022 12:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-treibstoff-der-kultur-ist-das-unbekannte</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-378]]></dc:identifier></item></channel></rss>