﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 11:35:48 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2024</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2024</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2024" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Kunstwerk „Wolkenburg 100“]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-kunstwerk-wolkenburg-100</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/747/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/747/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Das erste soziokulturelle Zentrum Deutschlands wurde vor 50 Jahren in Wuppertal gegründet. Der Verein Kommunikationszentrum Wuppertal e.V. die Börse ging aus der legendären, subkulturellen Kulturinitiative Impuls e.V. hervor und bietet in diesem Spirit bis heute Kultur für alle. Das Festival-Jahr, das dieses extraordinäre Jubiläum begleitet, läuft seit dem 8. November 2023 und „wackelt“ mit einem vielfältigen Programm in ein entspannt festliches Treffen, das am 8. November 2024 die Zukunft dieser Institution weiter festigen wird. Um dies zu gewährleisten, hat die Börse ein neues Kapitel in ihrer bewegten Geschichte geschrieben: Sie gibt erstmalig eine Aktie heraus, das Kunstwerk „Wolkenburg 100“, 1. Auflage, limitiert auf 200 Stück. Gestaltet, nummeriert und signiert von Bildhauer Eckehard Lowisch, verpackt, nummeriert und signiert von Maler Andreas M. Wiese, partnerschaftlich kuratiert, (zusammengebracht) von Tine Lowisch. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 So handelt der Geschäftsführer der Börse, Lukas Hegemann, mit diesem Impuls die fortlaufende Anteilnahme an seinem sozio-kulturellen Auftrag neu aus. Aus einer wertigen, frischen Perspektive: Kultur mit Allen, heißt eben auch Kunst für alle. Vielleicht führt die erste Börsen-Aktie auch zu einer weiteren und diese Reihe macht den Wuppertalern die große Anzahl der in dieser Stadt lebenden und arbeitenden bildenden Künstlerinnen und Künstler neu bewusst, bewertet sie als gute Anlage im Paket einmal höher? Ich mal es mir so aus. Also zeichnen Sie doch auch und kaufen Sie Ihre erste Börsen-Aktie. Sie bekommen ein kleines skulpturales Werk zum demokratischen Preis in kongenialer Verpackung; eine humorvoll materialisierte Version des Digitalen Zwillings eines Fragments der bröckelnden Sandsteinfassade an der Wolkenburg 100. 

 Das Werk nimmt Bezug auf das Logo der Börse, die gerade erlebt, wie es wohl wäre, von Christo und Jeanne-Claude einmal verhüllt worden zu sein. ...]]></description><pubDate>Tue, 26 Mar 2024 23:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-kunstwerk-wolkenburg-100</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-747]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die toten Augen von Wuppertal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-toten-augen-von-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/744/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/744/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Beim endlich wieder vollzogenen Wupperputz zeigten 2500 Menschen, dass sie den täglichen Blick auf die Lebensmüllader unserer Stadt leid waren. Ein Vielfaches der zehn Tonnen Schrott und Plastik liegt uns allein im Fluss noch vor Augen. Die Berge der Konsumabfälle, von jedermann scheinbar stolz im öffentlichen Kulturraum präsentiert, gehören seit jeher zur lokalen Mentalität. Räumt man mal selbst vor der Haustür auf, bleibt bald ein älterer Ureinwohner stehen und kallt: „Lass liegen, is’ doch Müll!“ Leichter lässt sich nicht feststellen, dass die kürzlich auch von Jochen Rausch geschilderte Vermüllung unserer Flächen und Gemüter kein modisches Phänomen gewisser sozialer Gruppen, sondern tief in die DNA der Stadtmoderne eingeschrieben ist: Die zwangsläufigen Folgen des Daseins in dieser überreichen Ausnahmestadt haben uns immer schon überfordert. Das gedankenlose Genöle über „Schandflecke“, lächerliche Bänke oder die lästige Stadtarchäologie gehört dabei mit zu dieser Lebensfeindlichkeit. Wiederentdeckte Geschichte ist nie ein Problem, sondern stets Teil einer Lösung. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auch Slogans, Marketingmaßnahmen und Zukunftsprogramme gehören seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Je ernster sie gemeint sind, desto stärker karikieren sie die realen Zustände. Dass Wuppertal „leuchtet“, zeugt von der traditionellen Sehnsucht nach dem Emporstrebenden, Hehren und Erfolgreichen, während uns der Blick auf die Erdgeschosse schon lange abhandenkam. Der Zustand der sozialen Räume für den Langsamverkehr, für Fußgängerinnen, Flaneure, Stadtlesende, Sehnsüchtige, kurz: Für Menschen, die sich für andere Menschen interessieren, offenbart das erbarmungslose Desinteresse am Wohlbefinden der „Menschen auf der Straße“. Verrammelte Erdgeschosse, blutleere Ladenlöcher, Konsumruinen, Granitplattensockel, verwahrloste urbane Intimzonen und rottende Gemeinplätze künden vom stadtkulturellen Krisengebiet. „Gehen Sie weiter; ...]]></description><pubDate>Tue, 19 Mar 2024 22:57:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-toten-augen-von-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-744]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Schulterblick auf meine Wuppertaler Kulturjahre]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/schulterblick-auf-meine-wuppertaler-kulturjahre</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/735/birtefritsch.jpg" length="115865"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/735/images/birtefritsch-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Birte Fritsch 

 Als ich herkam, brachte ich angefangene Leben und verwegene Gedanken mit: Alle Zukunft war eine Erzählung. Jetzt verlasse ich die Stadt, in der keine Kindheit und doch ein ganzes Leben hinter mir liegt. Was ich hier gelernt habe, hätte ich woanders nicht verstanden. 

   
Birte Fritsch - Foto: Franziska Thule 

 Denn in Wuppertal stehen alle gemeinsam im Regen. Aus dem ständigen Mangel ist hier – trotzdem – ein immenser Reichtum entstanden: Eine Vielfalt an stabilen Provisorien, improvisierten Rettungen, veritablen Alternativen und Utopien. Topographisch vermag das langgezogene Tal an der Wupper der verräumlichte „Einschnitt im Kulturbetrieb“ selbst sein, aus der Kulturlandschaft ragt es dennoch empor. 

 Leider wird das hier viel zu selten gefeiert – und dort, wo gefeiert wird, da beschweren sich die Anwohnerinnen und Anwohner. Dieser verhaltene Enthusiasmus mag einerseits darin begründet sein, dass Wuppertal sich den meisten erst bei genauerem Hinsehen erschließt, um daraufhin gleich als das neue Berlin erkannt zu werden. Andererseits darin, dass viele der hiesigen Akteurinnen und Akteure schon so lange und hartnäckig aktiv sind, dass ihnen dabei der Blick dafür verloren gegangen sein mag, welche augenfälligen Höchstleistungen dabei entstanden. In ihrem fortwährenden widerständigen Streben übersehen sie zumal auch das Neue, übersehen die frischen Ideen in ihren alten Kämpfen. Halten fest an der Haltung, die freilich genauso beachtenswert ist, wie die Diversität an Positionen und kritischen Reflexionen. 

 Wuppertal habe ich stets und immer wieder aufs Neue als Experimentierfeld wahrgenommen, in dem kluge und kühne Ideen entstehen. Dass manche davon verworfen wurden, lag nicht immer daran, dass es hier keinen Platz für sie gegeben hätte. Manchmal standen Räume nicht allen offen. Und auch das ist etwas, das ich hier gelernt habe, wenngleich es für das ganze weite kulturelle Feld gelten mag: Es gibt so viele unsichtbare Schwellen, an ...]]></description><pubDate>Tue, 12 Mar 2024 22:18:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/schulterblick-auf-meine-wuppertaler-kulturjahre</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-735]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Aus gelebter Utopie erwächst Verständnis]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/aus-gelebter-utopie-erw228chst-verst228ndnis</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/733/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/733/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien​ 

 Bunt blühen die Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen: Der Frühling umschlingt uns schon Anfang März; es sprießt und gedeiht im warmen Licht der Sonne. Das Lebendige darin tut gut. Zugleich war mir und vielen anderen der Tod in den letzten Tagen wieder viel zu präsent, auch schmerzhaft unerwartet. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Blick zurück nach vorn: Trauer braucht Zeit, um ins Leben integriert und verstanden zu werden. Für die Kolumne möchte ich des Theatermachers René Pollesch gedenken, der letzte Woche unerwartet in Berlin starb. Mich hat er als Teil einer dynamischen Generation von Theaterleuten inspiriert, mit bis heute aktiven Kollektiven wie „She She Pop“ und „Showcase Beat le Mot“. Zuletzt war Pollesch Intendant der Volksbühne in Berlin und hat das Theater als Kunstform „neu bestimmt“, so hieß es in der Laudatio zum Else-Lasker-Schüler-Preis 2012. Er selbst sagte: „Nichts ist aufregender als Denken auf der Bühne.“ So habe ich seine Arbeiten auch erlebt. Die Bezeichnung seines Theaters als „transformatorische Utopie oder Energie einer Art umfassenden kollektiven Intelligenz“, so Matthias Pees, Leiter der Berliner Festspiele, passt gut hierher. 

 Also zurück ins Tal: „Der uralte Menschheitstraum vom Schweben durch Wuppertal“ hieß es auf einer Zeichnung der Cartoonisten Hauck & Bauer in der Süddeutschen Zeitung am 1. März, jenem Tag, an dem 1901 die Schwebebahn ihren Betrieb aufnahm. Heute schweben und schmieden wir weiter an Träumen und Utopien, ganz besonders in der Kultur. Am Wochenende schwebte der Kulturort Loch zum siebenjährigen Bestehen auf Wolke 7: „Hier steht die Welt Kopf und der Verstand feiert Purzelbäume.“ Die Börse wird 50! Das Kulturmagazin Italien 40! Viva! Es ist faszinierend, wieviel Kultur in unserer Stadt pulsiert. 

 Eine angemessene, nachvollziehbare und transparent gehandhabte (institutionelle) Förderung ist da essenziell. Es braucht immer noch mehr Austausch, Vernetzung und ...]]></description><pubDate>Tue, 05 Mar 2024 22:11:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/aus-gelebter-utopie-erw228chst-verst228ndnis</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-733]]></dc:identifier></item></channel></rss>