﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:07:00 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kunst gibt der Wahrheit eine Chance</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-gibt-der-wahrheit-eine-chance-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-gibt-der-wahrheit-eine-chance-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst gibt der Wahrheit eine Chance]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-gibt-der-wahrheit-eine-chance</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/505/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/505/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Letztes Wochenende war ich gleich zweimal in der Oper: Samstags die Premiere von Luigi Nonos „Intolleranza“, sonntags „Die lustige Witwe“ – kontrastreicher geht es kaum. Beides waren gelungene Abende. „Intolleranza“ erinnerte mich an die Hochzeiten der Oper Stuttgart, die dieses schwer aufzuführende Stück ins Programm nahm und zu bedeutsamen Aufführungen führte. Der sonntägliche Besuch galt als Geburtstagsgeschenk meinem Vater, der keineswegs erklärter Operetten-Freund ist, dennoch gemeinsam mit uns Freude hatte an dieser Aufführung, die das Geschehen in biederen, schein-libertären 70er-Jahre-Welten ansiedelte, in der die transportierten Geschlechterbilder gerade noch so durchgehen mochten. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Dennoch, trotz aller Bemühungen und – im Falle von „Intolleranza“ grausamer – aktueller Bezüge, wirkten beide Aufführungen auf mich wie aus unserer Zeit gefallen. In Konkurrenz mit dem Rausch, in dem sich unsere Welt dreht, kommt die Kunst aktuell kaum hinterher. Was haben uns Luigi Nonos Schreckensbilder in Ton und Wort zu sagen? Was die Bebilderungen dieses immerhin auch schon sechzig Jahre alten, immer noch unerhörten Musiktheaters? Der künstlerische Ausdruck von Gewalt, Unterdrückung, Folter wirkte auf mich beinahe obszön angesichts der Nähe, in der dies tagtäglich geschieht. Schräg wirkt es auch, sich die Geschlechterklischees aus der Zeit Franz Lehárs in schönen Tönen anzuhören, und sich dabei zu fragen: Was soll das Ganze? 

 Haben wir nicht gerade Kim de l´Horizon den Deutschen Buchpreis verliehen, jener non-binären Person, die im September in Wuppertal im Rahmen der Literatur Biennale einen unvergesslichen Auftritt hinlegte? Haben wir nicht gerade Serhij Zhadans Friedenspreisrede gelauscht, in der er von der (literarischen) Stimme spricht, die der Wahrheit eine Chance gibt? Möglicherweise gelingt es ausgerechnet der guten alten Literatur, dieser langsamsten aller Künste, unser Weltgeschehen in ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Oct 2022 21:14:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-gibt-der-wahrheit-eine-chance</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-505]]></dc:identifier></item></channel></rss>