﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 22:23:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kulturarbeit im Hier und Jetzt</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kulturarbeit im Hier und Jetzt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/423/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/423/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Sie waren kaum zu glauben, diese Ostertage, für viele wohl im Wortsinne traumhaft: Vom Wetter her komfortabel, virenmäßig entspannt und rundherum eine kurze irreale Reise ins Vergessen. Nur wer dennoch hinhören wollte, vernahm das Donnergrollen hinterm Horizont. Beim Sichten des Altpapiers blätterte ich durch Satirezeitschriften vor 1918 und sah dicke Männer, mit bissigem Strich gezeichnet, beim Schweinsbraten Schlachten und Frontlinien diskutieren und Zinnsoldaten durch die Stuben schieben; Szenen, die seit Kindertagen vertraut, aber fremd waren, bis ich zunehmend begann, selbst die Situationskarten der Tagesnachrichten zu lesen. Kurz darauf – an der Arbeit für das Arrenberger Quartiersarchiv – scannte ich ein Foto von der „Breiten Straße“ (heute Tannenbergstraße) und las, dass jener Sieg 1914 gar nicht bei Tannenberg stattfand und der Name nur eine Niederlage des Deutschen Ordens anno 1410 überschreiben soll. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Der Name ist also Nationalmarketing mit kriegsverherrlichendem Vibrato und ein Beispiel von vielen. Natürlich hat Wuppertal auch eine Vielzahl „guter“ Straßennamen, die von Menschlichkeit, Mut und Fortschritt berichten – wenn wir es denn wüssten. Unser Wegenetz besteht aus einer vielschichtigen Erzählung, die wir benutzen, aber meist gar nicht gelesen haben. Im funktionalen Alltag benötigen wir sie nicht, doch als ein barrierefrei verfügbares Enzym von Kultur und Bewusstsein vernachlässigen wir diesen Index der Stadt allzu sehr. 

 Dieser Tage dreht sich vieles um die Buga, doch noch zwei Jahre vorher findet möglicherweise das Stadtjubiläum statt. Zu „Wuppertal 2029“ sollte einige Kulturleistung zu erwarten sein. Die „kleine“ Kulturarbeit dazu beginnt nicht in Großkonzepten, sondern im Privaten gleich vor der Haustür, mitsamt dem Schlamassel heutiger und kommender Tage, dem dystopischen Dreiklang Krieg, Klima, Pandemie. 

 Zuweilen macht er es schwer, sich auf die ...]]></description><pubDate>Wed, 20 Apr 2022 14:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-423]]></dc:identifier></item></channel></rss>