﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 18 Apr 2026 23:11:52 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Bevor das Meer die Bilder holt</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/bevor-das-meer-die-bilder-holt</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/bevor-das-meer-die-bilder-holt" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Bevor das Meer die Bilder holt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/bevor-das-meer-die-bilder-holt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/812/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/812/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Eben noch schienen die Ferien endlos, doch schon sind sie wieder vorbei: Den Kindern als endloser Freizeitvorrat scheinend, in welchem sich das ganze Leben verändern kann, und für uns Alte – und alle Lehrerinnen – lediglich ein Wimpernschlag in der stets kürzer werdenden eigenen Geschichte. Während der einstigen Hochsaison der Fotolabore heißt es nun, die zahllosen Erlebnisbilder in die allesschluckende Cloud zu schicken, auf dass in den uns fernen, armen Weltregionen die Serverzentren glühen und die Lebensmöglichkeiten der Kinder verdampfen lassen. Mit diesem dystopischen Paradoxon der Zukunftswerte, die Zukunft zerstören können, tauchen wir tief ins Thema, das ich spontan – für den Kollegen Krug einspringend – wähle, da es mich seit Jahren zunehmend in Anspruch nimmt: Das Bewahren von Werken und Vorgängen der Kunst und Kultur ist ein separater Teil der kulturellen Arbeit und verzehrt eine Unmenge an Zeit und Energie. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Wir brauchen die geernteten Ergebnisse und Erinnerungen unseres Handelns als Vorratsspeicher der Geschichte, für Fortschritt und Entwicklung, als Lebensmittel fürs eigene Wachsen und Vergehen. Im privaten Bereich ist es wie das Obst, das wir uns im Restjahr auf die Brote streichen, welche aus den nach der Ernte angelegten Mehlvorräten gebacken sind. Privat sind wir dabei meist wie die Eichhörnchen, die viele ihrer für den Winter angelegten Verstecke vertüdeln, aus denen sich dann wiederum andere bedienen: ein Geben und Nehmen, das mehr als eine Spezies am Leben hält. In den naturfernen Gefilden der Kunst und Kultur ist es komplizierter. Einst sammelten, bewahrten und verteilten vor allem die Reichen, die Feudalherren und der Klerus mit aller Willkür, was ihnen selbst diente und gefiel. Heute liegen diese Aufgaben breit gestreut in den Staaten, Ländern, Kommunen und Gemeinden, und die Flut des Erzeugten steigt wie das Meer: die Küsten des Daseins exponentiell ...]]></description><pubDate>Wed, 21 Aug 2024 13:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/bevor-das-meer-die-bilder-holt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-812]]></dc:identifier></item></channel></rss>