﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:16:18 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Dezember 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/dezember-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/dezember-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zwischen den Jahren: Zeit für Verluste und Abschiede]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zwischen-den-jahren-zeit-f252r-verluste-und-abschiede</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/702/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/702/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Eine ganze Gesellschaft ändert für eine bestimmte Zeit ihren Rhythmus“, so hörte ich kürzlich im Radio den Philosophen und Journalisten Jürgen Wiebicke zum Flair des Weihnachtsfestes und der Tage zwischen den Jahren, eine „Zeit des Durchatmens, des Entschleunigens, eine Gelegenheit, auf andere Gedanken zu kommen und das eigene Leben zu überprüfen“. Genau danach sehne ich mich: Es ist, als ob sich das Leben mit Raum dafür neu sortiert. Die Erfahrungen bahnen sich ihren Weg durch den inneren Verdauungsprozess. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Letzte Woche ist meine frühere Schwiegermutter Nitis Jacon in Brasilien gestorben. Sie war eine kraftvolle Persönlichkeit: Regisseurin, Festivalmacherin, Politikerin und Psychoanalytikerin, Mutter und (Ur-)Großmutter. Es ist, als ob eine Wolke in mir hängt, eine tiefe Traurigkeit, die mir immer wieder Tränen in die Augen schwemmt. Erinnerungen flackern auf: an gemeinsame Momente, die Jahre der Zusammenarbeit für das internationale Tanz-, Theater- und Musikfestival in Londrina, das FILO. 

 Im Norden des brasilianischen Bundesstaates Paranás wurde es 1968 als Studentenfestival gegründet, wuchs stetig weiter und etablierte schwungvoll Kunst und Kultur voller Begeisterung und Engagement über die Jahre hinweg als Movens gesellschaftlicher Entwicklungs- und pulsierender Teilhabe-Prozesse. Mutig war Nitis, scheute Reibungen nicht, schon damals nicht während der Militärdiktatur, als sie mit ihrer Theatergruppe Proteu fantasievoll die Zensurbehörden austrickste und nie aufhörte, die eigene Stimme zu erheben. Viele Geschichten klingen nach, eng verknüpft mit der Geschichte meiner zweiten Heimat Südamerika, die jetzt zwischen den Jahren mehr Raum finden, um erinnert zu werden, was beim Abschiednehmen hilft. 

 „Die unendliche Erinnerung“ heißt ein chilenischer Dokumentarfilm, der gerade in die deutschen Kinos kommt und bereits auf der Oscar-Shortlist steht. Er gehört auch zu meiner ...]]></description><pubDate>Wed, 27 Dec 2023 08:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zwischen-den-jahren-zeit-f252r-verluste-und-abschiede</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-702]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Selig sind die Sanftmütigen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/selig-sind-die-sanftm252tigen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/701/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/701/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Heute fällt es mir schwer, nicht zwei Veranstaltungen, die beide am vergangenen Sonntag auf der Insel stattfanden, als Ausgangspunkt meiner Kolumne zu nehmen, ist es doch jenes volle Wochenende, das ich noch in den Knochen spüre und weshalb ich diese Zeilen mit Fieber schreibe – stärkere Eindrücke gab es nicht. Es begab sich aber zu der Zeit des Sonntags, dass am Morgen Hans Werner Otto sein neues Buch „  Hier unten leuchten wir  “ mit starker Musikbegleitung durch Tanja Kreiskott und Klaus Harms präsentierte: Vier Geschichten nach liebevollen Recherchen meist jüdischen Lebens in Wuppertal. Sehr viele waren gekommen und lauschten diesen Erzählungen von Vertreibung, Unterdrückung, Tod, aber auch der rührenden Geschichte um Ilse und ihre Pupse. Am selben Abend dann eine Veranstaltung der Armin T. Wegner Gesellschaft und des palästinensischen Partnerschaftsvereins Wuppertal-Salfit: „  Friedliche Partnerschaft statt Hass und Gewalt  “, der wir als Gastgeber – ich gebe es zu – mit leichter Sorge entgegensahen. Vorneweg: Es wurde ein großartiger, bewegender Abend. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 An diesem Abend gab die Insel Raum unter anderem für gemeinsame Trauer, eingeleitet durch die klar gewählten Worte Dorothee Kleinherbers-Bodens, ehemalige Schulleiterin der Gesamtschule Else Lasker-Schüler, die betonte, wie sie auf allen Seiten Freundinnen und Freunde als Opfer der aktuellen Eskalation zu beklagen habe. Die Trauer griff der mittlerweile berühmte Pianist aus Syrien, Aeham Ahmad am Klavier auf und zauberte ein universelles Klagelied in die Ohren und Herzen des Publikums, das spätestens jetzt wie vereint schien. 

 Uli Klan steuerte ein Wiegenlied auf Hebräisch und eine Eigenkomposition mit der immer leiser und eindringlich intonierten Zeile „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen“ bei. Dann sahen wir von Schülern kommentierte Bilder aus Salfit, Aufnahmen von Partnerschaftsreisen, für die ...]]></description><pubDate>Tue, 19 Dec 2023 20:50:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/selig-sind-die-sanftm252tigen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-701]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Schwebebahn verbindet die Stadt der Innenstädte]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/schwebebahn-verbindet-die-stadt-der-innenst228dte</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/700/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/700/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Meine Stadt ist lang, aber nicht weilig. Sie ist ständig in Bewegung. Seit über 100 Jahren schaukelt uns die Schwebebahn wie ein Bahnschiff von der Kaiserstraße bis zum Berliner Platz, von Vohwinkel bis Oberbarmen, von einem Hafen zum anderen. Und jetzt, da Wuppertal in der Welt nicht mehr nur als Schwebebahn – oder Tanzstadt, geprägt durch Pina Bausch oder als Heimat des weltweit erfolgreichsten Bildhauers Tony Cragg mit seinem Skulpturenpark wahrgenommen wird, sondern darüber hinaus auch noch als Circular Valley mit Schwebo- und auch Visiodrom, fände ich es wunderschön, wenn mein Kindheitstraum endlich in Erfüllung ginge: Stundenlang Schwebebahn fahren – immer im Kreis, durch beide Wagenhallen hindurch. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich weiß nicht, ob das möglich ist, aber wenigstens als touristische Sonderfahrt sollte das doch gehen. Denn im Loop, mit voller Übersicht, lässt sich besser erkennen, was diese Stadt der Innenstädte im Inneren verbindet. Dieses eigenartige, aktivistische Wuppertal mit seiner Schwebebahn als Ariadnefaden. Warum das InnenBandStadt- Projektgebiet kurz vor der Landstrecke endet, obwohl diese aus meiner Sicht besonders viel Entwicklungspotenzial hat – vor allem in Bezug auf die Besucherströme, die wir zur Bundesgartenschau 2031 erwarten –, erschließt sich mir nicht so ganz. 

 Mit künstlerischen Mitteln hat uns das WunderTal-Tanzprojekt von unserem neuen Tanztheater-Direktor Boris Charmatz auf der Sonnborner Straße im Sommer doch eindrucksvoll bunt und wild gezeigt, was passiert, wenn sich lieber Menschen als Autos auf Innenstadt-Straßen freizügig bewegen. 

 Ich freue mich auf jeden Fall auf den Versuch, die Kaiserstraße als Fußgängerzone zu testen. Dass sie sich dafür hervorragend eignet, hat der längste Flohmarkt der Welt über viele Jahre bewiesen und das Nachbarschaftsfest lässt die Vohwinkeler und Vohwinkelerinnen alljährlich inmitten ansprechender Architektur flanieren und immer ...]]></description><pubDate>Wed, 13 Dec 2023 08:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/schwebebahn-verbindet-die-stadt-der-innenst228dte</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-700]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wirkung in Zeiten von Krisen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wirkung-in-zeiten-von-krisen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/698/leonialtendorf.jpg" length="144788"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/698/images/leonialtendorf-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Leonie Altendorf 

 Die ganze Welt scheint in Schieflage zu sein. Die Krisen aus allen ihren Ecken prasseln täglich auf uns ein. Die tägliche Nachrichtenlage fühlt sich mitunter ganz schön überfordernd, wenn nicht gar überwältigend an. Ich bin mir sicher, damit nicht alleine zu sein. 

   
Leoni Altendorf - Foto:Jann Höfer / Wiesenwerke 

 Mich lässt es durchaus, ob der Größe der Krisen und Probleme, sehr klein und machtlos fühlen. Was kann ich als Einzelne schon tun? Was kann ich allein denn überhaupt bewirken? Aus dieser Fragestellung heraus ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Wirkung mein wichtigstes Instrument geworden. Die für mich beste Strategie, mich in dieser Welt irgendwie zurechtzufinden. 

 Wir wollen wirken. Wirksamkeitserfahrung ist eine unserer wichtigsten Grundbedürfnisse, damit werden wir schon geboren und es stellt Meilensteine in einer gesunden Entwicklung von Kindern dar. Jedoch kann dieses Bedürfnis schon mal in einem Gefühl der Überwältigung untergehen. 

 Wirkung ist auch der Hauptmotivator für Engagement jeglicher Art. Ich möchte wirken, ich möchte etwas tun, etwas Gutes beitragen, zur Gemeinschaft, zu dieser Welt, den Krisen etwas entgegensetzen. 

 Da stoße ich hin und wieder an meine Grenzen und frage mich, wie man verhindern, kann übers Ziel hinauszuschießen. Wie kann ich gezielt wirken und mein Engagement und meine Kompetenzen gezielt einsetzen? Vor allem im Rahmen meiner Ressourcen? Sobald es um das Thema Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement geht, hat man schnell mit diesen Ressourcengrenzen zu tun. Entweder mit den eigenen persönlichen oder monetären Grenzen, in den meisten Fällen mit beiden. Hier lohnt es sich, weiter Fragen zu stellen und, um blindem Aktionismus vorzubeugen, in einen gesunden Reflektionsprozess einzusteigen. Das eigene Denken und Handeln einmal auf den Prüfstand stellen und nochmal von hinten anzufangen. Jawohl, von hinten. 

 Das erscheint erstmal ungewohnt, aber oft tendieren wir ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Dec 2023 08:48:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wirkung-in-zeiten-von-krisen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-698]]></dc:identifier></item></channel></rss>