﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:29:22 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die Fragen der Kunst sind wertvoller als ihr Wert</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Fragen der Kunst sind wertvoller als ihr Wert]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/433/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/433/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die drei jungen Stimmen in meinem Meisenkasten werden nicht nur laut, wenn die Eltern zu lange einkaufen fliegen, sondern auch, wenn unter ihnen eine Horde aus der Grundschule krakeelend das Weltgeschehen bespricht wie Megameisen on dope. Oft geht es um das Wichtigste (“Kreisch, die Mädchen kommen!“), doch auch um Stürme, Krieg und andere Ereignisse mit Gesprächsbedarf. Ich erinnere mich, selbst täglich mit Fragen beladen aus dem Schulbus gestiegen zu sein, die beim Mittagessen abzuarbeiten waren: Agent Orange, Israel, Prag, Schahbesuch, RAF… 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auch das Lesen der Magazine war erlaubt und half nur bedingt, aber erweiterte das Denken. Statt virtueller Welten gab es Banden im Wald; dort bekam man was auf‘s Maul, auch das keine Erkenntnis, aber eine Übung im Verstehen. Dieser stets wachsende Apparat aller nicht zu beantwortenden Fragen war die Alltagskultur: nicht Leistung, sondern organisches Erleben. Das Älterwerden definierte sich – bis heute andauernd – durch die Art, Fragen zu stellen und fehlende Antworten auszuhalten. 

 Heutige Nachrichten zeigen gerne Kinderaugen in Nöten aus aller Welt, zuweilen aufrichtig, doch zu oft nur als emotionale Garnitur. Ich fürchte mich vor den Fragen, die sie uns einst rückwirkend stellen werden – nicht über sich, sondern über „uns“. Über jene, die sich mehr für ihr Cocooning mit schlafoptimierenden Boxspringbetten für den Wellnessbunker interessieren, über die, denen ihre Meinungsrülpser auf energieraubenden Megaplattformen über alles gehen – und natürlich auch über uns Kulturschaffende und unsere Debatten über das Zeitgemäße. Vieles Dringliche dieser Transformationsdiskurse wird tatkräftig und Hand in Hand mit Technologie, Forschung und Wirtschaft verwirklicht: Gäbe es etwa die (immer noch von vielen beargwöhnte) Utopiastadt samt Netzwerk, Experimenten und Trassenzirkus nicht, hätte die Universität kaum die Expertenteams aus aller Welt zum ...]]></description><pubDate>Wed, 25 May 2022 07:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-433]]></dc:identifier></item></channel></rss>