﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:27:04 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Das allzu kleine Fenster</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-allzu-kleine-fenster-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-allzu-kleine-fenster-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das allzu kleine Fenster]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-allzu-kleine-fenster</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/452/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/452/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff​ 

 Inmitten der Tomaten nicht nur über deren pralle Früchte staunend, sondern vor allem über das Glück, sie überhaupt umsorgen zu dürfen, überraschte mich die Nachricht, Kollege Krug sei unpässlich (Genesungswünsche!) und ich solle spontan einspringen. Der erste Gedanke: Bloß nicht wieder so düster werden; das will doch niemand mehr lesen. Vielleicht mal nicht mit den Meisen beginnen; schließlich geht’s um die Kunst! 

   
Max Christian Graeff​ - Foto: C. Paravicini 

 Und keinerlei weltumfassende Fragen mehr, denn das kulturelle Aufmerksamkeitsfensterchen ist in den Ferien noch kleiner als sonst. Lass das große Spiel brav den Berufenen; für Löscharbeiten am Weltenbrand ist diese Luke doch eh viel zu eng. Bleib heiter und flockig bei den Fragen der freien Künste, schürfe beharrlich nach gutbürgerlichem Verständnis für die Sorgen der Kunsttreibenden, die ihr Leben der steigenden Flut der Unsicherheiten zum Trotz täglich für den Traum des verträglichen Daseins aufs Spiel setzen. Grundiere optimistisch, konturiere dynamisch, zaubere – Simsalabim! – Ausweg um Ausweg herbei und lass alle Hoffnung moussieren! 

 Vermutlich ahnen Sie es: Mittlerweile befinde ich mich im dritten Versuch. Im ersten verrannte ich mich völlig in die Frage, warum die unaushaltbar vielfältigen Schrecken jedes Krieges ein täglich so neues allgemeines Erstaunen hervorrufen, als hätten wir unser Leben in einem Bassin voller Zuckerwatte verbracht und in den Augen der Eltern und Großeltern, der Täter wie der Opfer nie den Furor des letzten Jahrhunderts blitzen sehen. Haben das Theater, die Literatur, der Film, die Musik und sogar der Tanz, die Bildung und der gesamte kulturelle Reigen der Groß- und Kleinkunst denn derart versagt, dass wir uns jetzt im kindlichen Staunen der Bonusnaivität herumwälzen müssen? Ist das Beharren auf dem Nichtgewussthabenkönnen selbst wieder Konsumprodukt und Trendsportart? Ein furchtbares Thema; nichts für diesen knappen Platz. 

 ...]]></description><pubDate>Tue, 12 Jul 2022 22:31:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-allzu-kleine-fenster</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-452]]></dc:identifier></item></channel></rss>