﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 19:47:53 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2018</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2018" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Reichtum des Schaffens]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-reichtum-des-schaffens</link><description><![CDATA[ Vor kurzem sprach ich mit meinem Freund Sebastian, der ein verdammt guter Schauspieler ist, übers Leben und über unseren Beruf. Dabei fiel uns auf, dass wir in den vergangenen Jahren eine verwandte Haltung entwickelt haben: Wir begeistern uns für das, was wir tun, und wählen unsere Aufgaben sehr bewusst. Wir könnten sogar so weit gehen zu sagen: Fast alles, was wir tun, würden wir auch unentgeltlich leisten, wenn wir genug Geld zum Leben hätten. Glücklicherweise werden wir dafür bezahlt — und finden natürlich auch darin Bestätigung. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Eine Auswirkung dieser Haltung ist, dass wir die „Kunst des stilvollen Verarmens“ (so ein schöner Buchtitel) beherrschen, wenn es denn sein muss. Wer Möglichkeiten ablehnt, hat weniger Einnahmen. Zum anderen aber erfahren wir durch dieses unentfremdete Arbeiten ein hohes Maß an Sinn — und damit Freude, Erfüllung und Freiheit. 
Es ist mir bewusst, dass diese Haltung nicht für alle taugt, auch nicht allen möglich ist, doch möchte ich gerne darüber nachdenken, wie es wäre, wenn sie vielleicht mehr Menschen wagten. Es tut gut und gesellschaftlich Not, sich von den gemeinen Definitionen von Erfolg, Karriere, Reichtum oder Status zu lösen. Es bietet — bei aller Bescheidenheit — ein Modell für eine friedlichere und engagiertere Gesellschaft. 

 Kürzlich wurde meinem Freund Shakespeares „Richard III.“ angeboten — eine Paraderolle für einen gestandenen Schauspieler —, an einem gut zahlenden Haus, an dem er schon als Gast gearbeitet hat. Doch Sebastian ist das halbe Jahr unterwegs mit einem Solostück: Figurentheater, bei dem er alleine mit Puppen, die er mit Leben füllt, Theater macht und durch ganz Deutschland reist. Damit er das — neben vielen anderen Aufgaben — tun kann, wurde ihm von dem kleinen Theater, für das er diese Produktion macht, der Führerschein finanziert. Sebastian kommt aus dem Osten und fährt sonst nur Fahrrad. Davon, dass er Richard III. ablehnen musste, erzählt er mir ohne ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-reichtum-des-schaffens</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-21]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Finanzielle Freiräume schaffen Freiheit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/finanzielle-freir228ume-schaffen-freiheit</link><description><![CDATA[ „Freiheit ist nicht Unverbindlichkeit“. Diese Worte waren kürzlich auf einer Karte zu lesen, die Teil eines Workshops war. Freiheit ist ein Wort, das uns begleitet und immer wieder neu herausfordert. Wer fühlt sich nicht gerne frei? Was macht Freiheit aus? Was brauchen wir, um frei zu sein? „Es gibt keine Freiheit, wenn man nicht jeden Tag für sie kämpft!“, zitierte Nicole Bolz die Worte Marija Aljochinas von der russischen Performancegruppe Pussy Riot. Das provokativ-berührende Künstler- und Protestkollektiv war Anfang März im Wuppertaler LCB zu Gast. Die Verbindung von Kunst und Freiheit hat Tradition: Schon 1966 ging es in der Rede von Heinrich Böll zur Eröffnung des Schauspielhauses um die Freiheit der Kunst, die sie per se hat und sich nimmt. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Die Freiheit der Kunst wird dann spürbar, wenn sie für Stadt und Gesellschaft lebendige Impulse setzt, berührt und bewegt. Darin liegen ihre Kraft und ihr Wert. Teile der vielseitigen Kunst- und Kulturszene in Wuppertal gelten als frei, da sie nicht institutionell gefördert werden. Künstlerinnen und Künstler hangeln sich, wie kürzlich von Lars Emrich in der Kolumne beschrieben, von Projekt zu Projekt, von Antrag zu Antrag. Planbarkeit und Sicherheit fehlen. Die finanzielle Lage ist prekär. Der Freiraum für das Kunstschaffen ist finanziell oft eng und bedroht. 

 Über Engagement, Begeisterung und einige Funken Verrücktheit können Freiräume entstehen. Ein überzeugendes Beispiel war am 2. März das einjährige Bestehen vom Loch, dem Kulturclub im ehemaligen Bücherschiff in Elberfeld. Mit schillernden transdisziplinären Ideen, Konzerten, Lesungen und Installationen wurde eine überschäumende Stimmung spürbar. Sie ist Teil einer Aufbruchsstimmung, die auch stadtweit pulsiert. Ob Projekte dieser Art weitergehen können, hängt davon ab, ob eine finanzielle Förderung kontinuierlich die künstlerische Arbeit sichern kann. Engagement, Begeisterung und Verrücktheit allein reichen auf ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:47:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/finanzielle-freir228ume-schaffen-freiheit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-20]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nicht nur Hochkultur steigert Lebensqualität]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nicht-nur-hochkultur-steigert-lebensqualit228t</link><description><![CDATA[ Als Erhard Ufermann Ende der 90er Jahre den Verein Bandfabrik in Langerfeld ins Leben rief, wollte er Kultur dahin bringen, wo die Menschen leben. Bereits Anfang der 80er Jahre wurden Bürger in Oberbarmen aktiv, um die Immanuelskirche vor dem drohenden Abriss zu bewahren und als Klangraum für Veranstaltungen zu etablieren. Und seit zehn Jahren setzt sich das Projekt Bürgerbahnhof in Vohwinkel für die Wiederbelebung des denkmalgeschützten Bahnhofs als Kulturort ein. 

   
Uli Kopka - Foto: S. Kopka 

 Alle drei Initiativen sind, abseits der kulturellen Hot-Spots der Innenstadt, bis heute aktiv und tragen dazu bei, den Zugang zum kulturellen Leben und Erleben im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen. Ihre Erfolgsbausteine sind und waren ein Quartier mit Defiziten im Freizeit- und Kulturangebot, Menschen, die Impulse setzen und Bürger ermutigen sich einzubringen, sowie besondere, emotional aufgeladene historische Immobilien, die auf eine neue Nutzung drängen. Gemein sind ihnen aber auch die bis heute sehr schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen ihres Engagements. Heute gibt es so viele Kulturinitiativen, wie es überzählige Bahnhöfe, Fabriken und Läden gibt. Da finden kreative Köpfe zusammen, die mit Gleichgesinnten etwas anstoßen. Die sich um Erhalt und Weiterentwicklung der Qualität und Vielfalt des Kulturangebotes kümmern und nicht einfach Leerstand aufhübschen wollen. Einige davon sind ephemere Phänomene, die jedoch auch in ihrer Kurzlebigkeit für eine äußerst lebendige Szene sorgen. 

 Doch auch die freien Kulturorte, die sich dank eines guten Konzepts, eines funktionierenden Teams und anhaltenden Interesses seitens ihrer Gäste, Nutzer und Förderer über Jahre halten können und damit kulturelle Infrastruktur schaffen und erhalten, geraten an ihre Grenzen.Denn viele gesetzliche Regeln, die auf hauptamtlich geführte Einrichtungen oder Gewerbebetriebe zielen, machen ehrenamtlich geführten Institutionen das Leben schwer: Minijobregelung, Ehrenamtspauschale, ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nicht-nur-hochkultur-steigert-lebensqualit228t</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-19]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie viel ist uns die Kunst wert?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-viel-ist-uns-die-kunst-wert</link><description><![CDATA[ Wertschätzung und Wahrnehmung erfahren fast alle gerne und beeinflussen unser Streben und Wirken. Im normalen Berufsleben drückt sich das eine im Gehalt aus, das bei einer Anstellung monatlich auf das Konto fließt. Das andere durch Jobperspektiven, Aufstiegsmöglichkeiten, also das, was wir Karriere nennen. Der Freiberufler oder Unternehmer wählt Unabhängigkeit und Unsicherheit gerne, weil die Chancen auf Wachstum, Erfolg und Ansehen überproportional groß sind. Erfolge in guten Jahren können als Polster verwendet werden, wenn es mal nicht so gut aussieht. 

   
Lars Emrich - Foto: Klaus Dilger 

 Für fast alle freien Künstler sind beide Wege unrealistisch. Der eine, weil das Wesen freier Kunst darin besteht, nicht in einer Institution beschäftigt zu sein. Auch wenn die Festanstellung für nicht wenige eine erstrebenswerte Alternative wäre. Und natürlich gibt es die Erfolgsgeschichten einiger weniger, selbst wenn diese häufig von langen Durststrecken begleitet waren. Alltag für die meisten Kulturschaffenden ist es jedoch, sich von Projekt zu Projekt zu hangeln, von Förderung zu Förderung. Eine Perspektive gibt es häufig nur für die kommenden Monate. Und Ruf hin oder her: Mit jedem Antrag und Projekt fängt der Künstler quasi wieder von vorne an. Folgerichtig werden daher auch im aktuellen NRW-Landeskulturbericht die finanzielle Lage der Künstler und die Planbarkeit und Sicherheit des Berufslebens als größte Missstände aufgeführt. Als Gradmesser dafür kann man die Zahlen der Künstlersozialkasse nehmen. Demnach verdiente ein Künstler (Stichtag 1. Januar 2016) im Durchschnitt brutto 15 945 Euro jährlich. 

 Und die Aussichten sind alles andere als rosig. Statt Wahrnehmung und Wertschätzung greift die Kostenlos- oder Flatrate-Kultur weiter um sich. Zu selbstverständlich ist es, dass Bühnenequipment und Technik auf Stadtfesten bezahlt werden, Musiker aber mit Getränke- oder Würstchen-Bons abgespeist werden. Peter Grabowski, kulturpolitische Reporter, hat angesichts ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 17:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-viel-ist-uns-die-kunst-wert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-18]]></dc:identifier></item></channel></rss>