﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:04:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2019</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2019</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2019" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kunst des Reisens besteht aus herzlichen kleinen Spontantreffen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-des-reisens-besteht-aus-herzlichen-kleinen-spontantreffen</link><description><![CDATA[ Was würden Sie tun, wenn eine international gefeierte Tanzkompagnie aus Taiwan, die sie im vergangenen Jahr erst kennengelernt haben, sich bei Ihnen meldet, mit dem Wunsch innerhalb der nächsten Stunden mal eben kurz Wuppertal zu besuchen? Der Starchoreograf Huang Yi, der Mann, der auf der ganzen Welt mit seinem Roboter KUKA tanzt und sein Team kamen zu uns, weil er lieber auf den Spuren seines Idols Pina Bausch wandeln wollte, als sich die Landeshauptstadt, in der er am Abend einen Auftritt hatte, anzusehen. Eine unserer leichtesten Übungen. 

   
Christian Koch, Projektgeschäftsführer des Pina-Bausch-Zentrums, ermöglichte dem Reisetross um Starchoreograph Huang Yi Einblicke in das Wuppertaler Schauspielhaus. Foto: Ralf Silberkuhl 

 Mit fordernden Ausgangslagen haben wir mittlerweile Erfahrung: Wir, wie so oft ohne Budget jetzt aber auch noch ohne Schwebebahn hatten unsere liebe Not in so kurzer Zeit ein passendes Programm zusammenzustellen. Die Tänzer waren mit einem extrem knappen Zeitfenster von nur drei Stunden vor Ort, da sie am Nachmittag zurück in Düsseldorf sein wollten, um abends an dem Festival Hi- Robot im Tanzhaus NRW teilzunehmen. Die Planungsphase für uns, eine maßgeschneiderte Tour auszuarbeiten: kurz. Die Lösung: eine dreistündige Städterundfahrt der besonderen Art. Unser Freund Christian Koch, der Projektgeschäftsführer des Pina-Bausch-Zentrums, ermöglichte einen spektakulär kurzfristig anberaumten, exklusiven Besuch im Wuppertaler Schauspielhaus. 

 Danach ging es per Schwebebahnersatzverkehr über Vohwinkel mit dem elektroangetriebenen O-Bus nach Solingen-Gräfrath, um am Central das Café Müller im Original zu besichtigen. Pina Bausch wuchs dort auf. 1978 entwarf sie, inspiriert von diesem Café das gleichnamige, weltbekannte Tanzstück Café Müller. Die von uns kurzerhand als Sehenswürdigkeit eingestufte Brachfläche in direkter Nachbarschaft, auf der einst Pina Bauschs Geburtshaus stand, betrachtete man gemeinsam sehr nachdenklich. Auf dem ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:37:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-des-reisens-besteht-aus-herzlichen-kleinen-spontantreffen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-70]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Künstler arbeiten mit Vergnügen lebenslänglich]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/k252nstler-arbeiten-mit-vergn252gen-lebensl228nglich</link><description><![CDATA[ Damit wir auch in Zukunft gewohnt agil trotz äußerst herausfordernder, prekärer Bedingungen weiterarbeiten. Unser Freies Netzwerk Kultur ist im Moment noch ein sehr junges Bündnis aus vorwiegend alten Hasen, aus frei umherziehenden Nomaden, die wieder einmal, da bin ich mir sicher, eine Menge Erfahrungen zusammentragen werden. Über interessierte junge Kollegen, die mit erfrischenden Statements und vielschichtigen eigenen Wünschen dazukommen, würden wir uns natürlich wie immer sehr freuen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Alternative Arbeitsformen und zukunftsweisende, im Moment meist spartenübergreifende Konzepte werden von Künstlern entwickelt, deren Arbeit ja oft von ungewöhnlich erfinderischen Formen des Zusammenspiels geprägt ist. Interdisziplinäre Systeme entstehen aus der späten Einsicht, dass man es alleine tatsächlich nicht mehr schaffen kann. Denn das Anforderungsprofil an einen Künstler, der sich mit seinen Capricen durchsetzen will, ist durchaus komplex. Es umfasst, wenn man es mit diesem Lebensweg ernst meint, nicht nur die Fähigkeit, immer wieder neue Ideen zu entwickeln. Vielmehr fängt nach diesem Vergnügen die eigentliche Arbeit erst an. Die professionelle Umsetzung künstlerischer Projekte muss meist jahrelang geübt werden, die Präsentation, die Vermarktung und Verwertung unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten darüber hinaus geplant und verlässlich durchgeführt werden. Die mediale Aufbereitung und Begleitung der künstlerischen Idee – die auch noch unaufgeregt und lässig mit ureigener Handschrift und origineller Attitüde an den umtanzten Partner gebracht werden will – lagert man am besten aus. Umfassende Übersicht und Geduld sind gefordert, breit gefächertes Fachwissen und persönliche Kontakte sind hilfreich. Man muss viel aushalten können, und das schafft man aus meiner Sicht nur noch in Kooperation mit Kollegen. Denn ein fröhlich vorgebrachtes „Weiter so, ich werde Sie beobachten „ oder „Woran arbeiten Sie als ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:35:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/k252nstler-arbeiten-mit-vergn252gen-lebensl228nglich</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-69]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Dampfplauderei ist heute alltäglich]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/dampfplauderei-ist-heute-allt228glich</link><description><![CDATA[ Benutzen Sie noch ein Telefonschränkchen? Dieses kleine Tor zur großen Welt, mit Hocker davor und Schmierpapierbergen, Stiften und den Fotokalendern der Cousinen an der Wand? Auf unserem Kommunikations-Altar durfte eines nie fehlen: die Stoppuhr! Im Quasseldrang meiner Pubertät galt für das Ortsgespräch von 8 bis 18 Uhr: 90 Sekunden für 23 Pfennig, ab Solingen nur noch 45 Sek. und ab 100 km nur noch zwölf! Bei Gesprächen ins Ausland klickte es schneller, gar sekündlich im Hörer. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Wir Kinder mussten die Zeiten stoppen und alles über einen Freibetrag Hinausgehende selbst bezahlen; wir hätten die Familie sonst schlichtweg ins Armenhaus geplappert! Kurzum: Man musste sich im Voraus überlegen, was zu berichten sei und welcher Witz sich wirklich lohnte. Nein, besser als heute war das nicht, nur anders. Nebenbei trainierte es darin, vor dem Sprechen erst noch zu denken. Man war verantwortlich, auch für die Lebenszeit und das Geld des Anrufenden. 

 Die Dampfplauderei ist heute alltäglich; sie kostet schließlich nichts. Wenn zugleich festzustellen ist, dass die Spielräume im übersättigen Denken nicht nur nicht mehr ausgenutzt, sondern freiwillig verkleinert werden, werde ich ratlos. Allein die Beispiele der letzten Tage: Karnevalswitze, die jede Abweichung von normierten Funktionsgeschlechtern sogleich ins Sexuelle und in gekachelte Räume zerren … 

 Das ist altgewohnt, aber dass sich Politiker mit solcher Schelmerei so würdelos des eigenen Gesichts berauben – ernüchternd. Daneben gab es wie immer vielfache pseudojecke Äußerungen, die zum Beispiel „schwul, pervers und arbeitsscheu“ in eine kausale Linie stellten und die Sache in der Entschuldigung nur verschlimmbesserten: Der Witz „ging am Ziel vorbei“; man habe nicht „gegen gesellschaftlich Schwächere“ agieren wollen. Bah! Erst denken, dann schämen, dann telefonieren. 

 Und dann der vielschichtige „Greta-Effekt“ der Schulstreiks, begleitet von einem Gebell ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:31:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/dampfplauderei-ist-heute-allt228glich</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-68]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Tief durchatmen, liebes Wuppertal!]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/tief-durchatmen-liebes-wuppertal</link><description><![CDATA[ Als Zuviel haben sich in meinem Leben etliche Erinnerungen, Bilder und Momente eingebrannt. Mit einem Rausch können sie beginnen. Dann überfordern sie einfach. Ich sehe ein Kettenkarussell meiner Kindheit vor mir, das sich immer rasanter dreht und dessen Fahrt, dessen Flug sich zu überschlagen droht. Feste, ob mit Familie oder Freunden, reich gedeckten Tafeln, viel Alkohol und exzessiver Feierlust tauchen auf. Endlose Autokolonnen stehen, stocken, verpesten die Luft, auf Autobahnen quer durchs Land, hier direkt auf der A46 oder mitten in der Stadt, in Wuppertal. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Voll kann es werden: Auf Gemälden von Bruegel, den legendären Wimmelbildern der eigenen oder Kindes-Kindheit, bei ausufernden Museumsbesuchen oder auf den Wellen der Informationsflut der digitalen Medien. Die eigene Betriebsamkeit tut das ihre, mit Terminen, Telefonaten und all dem, was der Tag nicht nur für freischaffende Künstlerinnen und Künstler bieten kann, all das, was noch zu erledigen ist. 

 Doch was wäre das Leben ohne Gegensätze und Widersprüche? Wir scheinen sich ergänzende Pole zu brauchen. Wer kennt das nicht? Die wohltuende Ruhe nach dem Sturm oder ganz einfach die Pausen zwischendurch. Das erinnert mich an einen inspirierenden Kurs in der Junior Uni, indem wir als Forscherinnen und Forscher zu „Pausen-Profis“ wurden. „Einfach auch mal nichts tun“ kann mehr bewirken als die übliche Geschäftigkeit. Das schlichte Betrachten, langsame Bewegen, Hören, Zuhören oder auch (Be-)Schreiben können zu einem Experiment, einem erfrischenden Abenteuer werden. Es schult die Aufmerksamkeit und alles gestaltet sich neu, wird anders. 

 Und jetzt beginnt das Fasten, Kulturen und Religionen übergreifendes und verbindendes Ritual, eine Zeit der Besinnung und sogenannten Buße. Wie wäre es, wenn diese 40 Tage nicht als Verzicht, auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, SMS oder Autos, sondern mit dem Weniger und Anders eher als Chance und Bereicherung verstanden ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/tief-durchatmen-liebes-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-67]]></dc:identifier></item></channel></rss>