﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 19:53:23 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Arbeiten und Wohnen im K&amp;uuml;nstlerhaushalt</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/arbeiten-und-wohnen-im-kuumlnstlerhaushalt</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/arbeiten-und-wohnen-im-kuumlnstlerhaushalt" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Arbeiten und Wohnen im Künstlerhaushalt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/arbeiten-und-wohnen-im-k252nstlerhaushalt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/274/img-tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/274/images/img-tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Zwei große Wünsche hatte ich als Kind: Ein Zimmer für mich allein, mit dem fast gleichnamigen Roman von Virginia Woolf auf dem Nachttisch, der Roman, der in den 1970er-Jahren zu einem Basistext der Frauenbewegung wurde und eine Nacht im Supermarkt, die ich mit ununterbrochenem Naschen verbringe. Der erste Wunsch ging schnell in Erfüllung. Von einer Nacht im Supermarkt der Superlative, träume ich so heute nicht mehr. Denn diesen idealen Kaufladen, dieses Waren-Utopia in meiner Vorstellung gibt es jetzt einfach. Denn wenn jetzt die Supermärkte die einzigen Treffpunkte sind, an denen wir Menschen zufällig verordnete Gemeinschaft herstellen können, (immerhin dürfen wir uns hier noch begegnen), ist dieser Traum von der Realität eingeholt worden und somit als Vision nichtig. 

   
Tine Lowisch - Foto Claudia Scheer Van Erp 

 Eine postnormale Realität, eine Naturkatastrophe ist das, durch die wir uns wie die leidgeprüften Bunkermenschen, die der britische Bildhauer Henry Moore einst so eindringlich zeichnete, in einer gleichmachenden Ausnahmesituation bewegen. Als Einzelperson hat jeder durch das Tragen von Masken an Gesicht verloren, als Gattung haben wir durch das Tragen von Masken an Menschlichkeit und Würde gewonnen. Selbstvergessen wiegen wir dort nun Alltagsgegenstände wie Platzhalter des Glücks in den Händen und wirken neben dem frischen Gemüse wie Figuren aus einem zeitgenössischen Drama, das alle Fragen des Lebens auf die Bühne bringt. Verzeihen Sie mir meine weitschweifenden Gedanken aber ich bin nun schon seit fast zehn Monaten durchgängig zu Hause, mit Mann und Kind und Katze. 

 Im Familienrat, den wir früher nicht brauchten, habe ich mit Nachdruck dafür gesorgt, dass ich wieder ein Zimmer für mich allein habe: Arbeiten und Wohnen, so stand unsere Adresse im Immobilienteil dieser Zeitung. Was damals in der Reihenfolge vertauscht wirkte und uns dadurch sofort ins Auge fiel, ist ein ehemaliges Gesindehaus zur verhältnismäßig ...]]></description><pubDate>Wed, 27 Jan 2021 07:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/arbeiten-und-wohnen-im-k252nstlerhaushalt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-274]]></dc:identifier></item></channel></rss>