﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sun, 03 May 2026 02:04:51 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kunst, Kultur und das Recht auf Widerspruch</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst, Kultur und das Recht auf Widerspruch]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/947/katitrempler.jpg" length="112437"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/947/images/katitrempler-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Es gibt Worte, die sich wie ein glättender Film über die Wirklichkeit legen. Sie geben ein Versprechen: Miteinander, Diskurs, Vielfalt. Doch wenn ich mich umschaue, sehe ich, dass sie oft nur noch als Kulisse dienen. Die Bühne, auf der wir Kultur verhandeln, ist längst zur Arena geworden. Und während draußen die Algorithmen Menschenmassen mobilisieren, kämpfen drinnen die letzten Aufrechten um den Luxus, einander auszuhalten. Das bedeutet: Der Raum, in dem Menschen ihre unterschiedlichen Meinungen aushalten, muss aktiv geschaffen, gepflegt und regelrecht verteidigt werden. 

   
Kati Trempler - Foto: Trempler 

 Diese Kulturtechnik des Miteinanderauskommens scheint zu verkümmern – nicht nur auf der Straße, sondern auch im Parlament. Aus der Freude am Diskurs wird ein Kampf um das Erreichen einzelner Menschen, während Social Media schlicht alle erreicht. Mit lauten Informationen werden Menschen irritiert, verwirrt und vielleicht sogar von ihrer Haltung entfremdet – so sie denn eine hatten. 

 Was wir erleben, ist ganz klar: Je mehr Informationen wir uns ausgesetzt sehen, desto weniger wissen wir. Daraus wächst Unsicherheit, aber keinesfalls eine eigene Haltung, neues Wissen oder gar eine evidenzbasierte Überzeugung. Um es mit Eva Menasses Worten zu sagen: Es wächst blinde Skepsis, also eine Haltung gegen alles und jeden. 

 Es folgt eine irrationale Stimmung. Vertrauen sinkt. Experten gibt es nicht mehr. Wir mobilisieren Menschen, aber wir wissen nicht wohin. Vielleicht dorthin, wo es laut ist, wo es Stimmen braucht, weg vom ernsthaften Diskurs vis-à-vis. Doch was wollen die Menschen in einem Raum, der das Gesicht des Gegenübers anonymisiert. Es ist ein Raum, in dem hemmungslos kritisiert werden kann – denn im Zweifelsfall kann nichts passieren. Eine kritische Nachfrage stört nicht, denn ich schalte im Ernstfall einfach das Handy aus. 

 Aber wie wäre es, wieder zusammenzukommen – in einen echten Raum mit Sofas und Holzfußboden. ...]]></description><pubDate>Tue, 13 May 2025 20:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-947]]></dc:identifier></item></channel></rss>