﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 05:21:03 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2020</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2020" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nicht möglich! Was das Virus uns zeigt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nicht-m246glich-was-das-virus-uns-zeigt</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 Corona, lateinisch für Kranz oder Krone, im antiken Rom ursprünglich ein Schmuck für Gottheiten und Tempel, später Auszeichnung für künstlerische Verdienste im friedlichen Wettstreit. Wuppertal zeigt in der aktuellen Krise sein großes Potential. Auf allen Kanälen funkt die Kultur, funkt aus dem Tal heraus ins Zweidimensionale der heimischen Bildschirme. Ein kleiner Ersatz für die lebensnotwendige Resonanz. Im Netz können wir aktuell mehr Wuppertaler Kultur live erleben denn je. Und sie unterstützen! Virtuelle Kneipenbesuche sind möglich, wir bestellen ein „Bier für danach“ oder lassen unseren Namen in einen Holztisch im Hutmacher schnitzen. Zwischendurch rufen wir das Lyrik-Telefon an. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Rettet, will man ausrufen, rettet die Kultur, die Künstler im Tal wie überall, denn sie sind es, die von jetzt auf gleich keinerlei Einkommen mehr haben und oftmals zuvor schon wenig hatten. Doch natürlich betrifft es viele mehr, Unternehmen, Freiberufler, Kneipen und Restaurants. Von Bund und Land wurden erste Hilfspakete geschnürt. Das Tal vernetzt sich auch hier, teilt Informationen zu Hilfsangeboten, Helfen statt hamstern, heißt die Devise. 

 „Unsere demokratische Gesellschaft“, so Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, „braucht in dieser bis vor kurzem unvorstellbaren historischen Situation ihre einzigartige und vielfältige Kultur- und Medienlandschaft. Der schöpferische Mut der Kreativen kann helfen, die Krise zu bewältigen. Wir sollten jede Chance ergreifen, Gutes für die Zukunft daraus entstehen zu lassen. Deshalb gilt: Künstlerinnen und Künstler sind gerade jetzt nicht nur unverzichtbar, sondern geradezu lebenswichtig.“ 

 Ich sehe mit Staunen, was allerorten mit großer Kompetenz und Geschwindigkeit erarbeitet wird, sei es im Bereich der Kultur, der Zivilgesellschaft oder der Politik. Das alles geschieht, zumindest bisher, über Parteigrenzen und Weltanschauungen hinweg, wie mit einer ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:19:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nicht-m246glich-was-das-virus-uns-zeigt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-119]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Kultur bleibt in Quarantäne erlebbar]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-bleibt-in-quarant228ne-erlebbar</link><description><![CDATA[ Von Tine Lowisch 

 Jeder Mensch muss jetzt ein Künstler sein. Dies ist das Gebot der Stunde und paradoxerweise eine riesige Chance, eine der stärksten menschlichen Fähigkeiten wiederzuentdecken: die Solidarität. Wenn sich das für Sie zu idealistisch anhört, kann ich das gut verstehen. Aber tatsächlich liegt in der aktuellen pandemischen Krise eine bisher nie da gewesene Chance zum längst überfälligen Paradigmenwechsel. Unser größtes Problem können wir genau jetzt aus der Welt schaffen: unseren Egoismus. Und nur so hat Joseph Beuys diesen oft zitierten Satz gemeint. Es ging ihm darum, dass wir uns selbst fortlaufend motivieren, uns als soziale Wesen zu behaupten. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Zum Beispiel, in dem Versuch, so altruistisch wie nur möglich zu sein. Wie das geht, auf Dinge zu verzichten, fragt man am besten – und das meine ich sehr ernst, bei freiberuflichen Künstlern ab, die mit großem Durchhaltevermögen versuchen von ihrer Kunst zu leben. Diese verhältnismäßig kleine Berufsgruppe hat ein Füllhorn voller kreativer Lösungen für Alarm- und Ausnahmesituationen im Gepäck und diese meist bereits über lange Jahre entwickelt und getestet. Die überwiegend prekär lebenden Freiberufler in Kunst- und Kulturberufen sind toptrainierte Manager, die trotz ihrer alltäglichen Krisen Zuversicht produzieren. Und die braucht es jetzt. 

 Da nun auch alle Kulturveranstaltungen abgesagt werden, ist ein Hilfsfond, ein Feuerwehrtopf für Freiberufler in Kunst- und Kulturberufen, so wie er jetzt von Bund und Land aufgelegt werden soll, eine absolut notwendige Investition in die Zukunft. Denn der Mehrwert der selbstständigen Kreativwirtschaft für die Gesellschaft, der in der Vergangenheit oft nur durch die Bereitschaft, stets in Vorleistung zu treten, durchgängig aufrechterhalten wurde, entfaltet nun seine volle innovative Kraft. 

 Der analoge Zugang zu Kunst- und Kulturveranstaltungen wird eine gewisse Zeit nicht mehr möglich sein. ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-bleibt-in-quarant228ne-erlebbar</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-118]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mit Engels im Kunst-Diskurs]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mit-engels-im-kunst-diskurs</link><description><![CDATA[ Christian von Grumbkow 

 Neulich traf ich im ICE auf ein freundliches Paar aus Wuppertal. Natürlich sprachen wir über das Virus, aber auch über die Folgen für Wuppertal im Engelsjahr. Vor dem Aussteigen erfuhr ich noch, dass unsere Kolumne ja „eher etwas für Insider“ sei … Es ist kein Geheimnis, dass Kulturthemen und Kolumnen, in denen es sich um Kultur dreht, sprachlich komplexer ausfallen können als Sportreportagen. Und die Kultur selbst kann ja bisweilen auch sehr sperrig daherkommen. Wie lange haben wir Wuppertaler zum Beispiel gebraucht, uns an Pina Bauschs Ästhetik zu gewöhnen? Auch der Freejazz wurde in den 60er Jahren nicht in jedem Wohnzimmer goutiert. 

   
Christian von Grumbkow - Foto: Andreas Fischer 

 Und nun der Engels, ein ganzes Jahr! In den kommenden Monaten können wir uns fast jeden Tag aus verschiedenen Perspektiven mit diesem über- wie unterschätzten, nicht besonders geliebten Sohn unserer Stadt beschäftigen. Das Programmangebot ist divers genug! Auch die freie Kunstszene ist voll dabei: Nach einer Auftaktveranstaltung als Jour Fixe im Kultursekretariat NRW 2018 und einem Vortrag von MdL Andreas Biallas entstand eine Reihe von Initiativen zum „Engelsjahr“. 

 Eine davon, die gerade eröffnete Ausstellung mit dem augenzwinkernden Titel „Was hat das mit Engels zu tun?“ im Neuen Kunstverein Wuppertal, ist aus mehreren Gründen spannend. Neun bildende Künstler, allesamt Mitglieder in unserem Netzwerk, arbeiteten zwei Jahre lang zu Friedrich Engels und diskutierten in etwa 20 Treffen und Workshops: Wie sollen wir – als Bildhauer, Maler, Videokünstler – uns diesem Phänomen annähern? Wie finden wir etwas, das die eigene künstlerische Identität wahrt, inhaltliche Qualität hat und zudem geeignet ist, den Besuchern neue Seiten des vielseitigen Menschen Engels aufzuzeigen? 

 Nach der Sicherung der Finanzen – einen großen Teil des Budgets hatte die Initiative selbst aufzustellen – und der Zusage des Neuen Kunstvereins Wuppertal für die ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:15:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mit-engels-im-kunst-diskurs</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-117]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Heiligt der Fleck die Mittel?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/heiligt-der-fleck-die-mittel</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Es ist erstaunlich: Mitten im dominierenden Grau scheinen einige Bäume die Zeit zu vergessen; sie knospen schon um die Wette, als sei der Frost Geschichte. Doch dies, sagen die Alten, sei allein vom Wind abhängig, den keine Robinie vorhersagen kann und das Leben an sich also ein Risiko im Wettkampf um die prime time der Bestäubung ist. Erich Kästner konstatierte kurz und bündig: „Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.“ 

   
Max Christian Graeff _ Foto: C. Paravicini 

 Dagegen ist ein Hauptproblem dieser Tage vor allem ästhetischer Natur: Der Minister sagt, wir sollen in die Armbeugen niesen, was ich gestern in der Schwebebahn brav tat. Der Fleck auf dem Ärmel war eklig, schwer zu entfernen und den Nebenstehenden keine Beruhigung. Dann doch lieber, falls das Tempo fehlt, das altmodische Baumwolltaschentuch. Als kleines Kind hatte ich welche, die selten sind: mit ulkigen Wörtern drauf, zwei gar mit kurzen Versen, die ich leider nicht mehr weiß. Ich lernte mit ihnen, dass nicht nur gute Laune und Grippe ansteckend sein können, sondern auch das Wort, der Reim, das Lesen all dessen, was uns im Leben begegnet und manchmal beschwert. 

 Der Virus, der uns derzeit zumindest mental fest im Griff hat, setzt Symbolbilder: „No hands“, der durchgestrichene Handschlag an Laden- und Theatertüren, überdeckt das Handgeben, das nach dem Anschlag von Hanau gerade auch von muslimischen Mitbürgern angeboten und eingefordert wurde. Die Worte jenseits der Werbe- und Mitteilungssprache verklingen so schnell; sie scheinen kaum noch Chancen zu haben gegen das Zusammenspiel von Infizierten- und DAX-Werten. Noch vor sich selbst scheint der Mensch das offene, das diskursive Wort in Quarantäne gesteckt zu haben – wo es einem nicht mehr zufällig begegnet, sondern man es suchen, aufsuchen muss. 

 Nun wurde auch die Leipziger Buchmesse abgesagt. Auch wenn es durch die Masken schwer ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:13:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/heiligt-der-fleck-die-mittel</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-116]]></dc:identifier></item></channel></rss>