﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Tue, 23 Jun 2026 22:08:58 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Mai 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur ist Schichtarbeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-schichtarbeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1165/marinajenkner.jpg" length="98703"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1165/images/marinajenkner-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Marina Jenkner 

 „Schichten der Angst“, sagt der Inhaber eines Wuppertaler Geschäftes zu mir, als ich ihn auf der Straße treffe und frage, wie es ihm geht. „Ich nenne das Schichten der Angst. Das ist das, was mich umtreibt. Wirtschaftlich, politisch, global.“ 

   
Marina Jenkner - Foto © Moritz Kaschel 

 Ich finde seine Formulierung poetisch und doch möchte ich nicht daran glauben, dass wir uns alle mit Schichten der Angst umgeben müssen. Auch wenn viele Probleme vor Ort, in unserem Land und weltweit überwältigend sind, sich mit Angstschichten einzukleiden, darf keine Lösung sein. Ich stelle mir diese Schichten vor, wie sie Menschen einhüllen, an ihnen haften, die Bewegungsfreiheit nehmen, sie lähmen. Der Mai bot viele Kulturveranstaltungen im Tal, die das Gegenteil einer solchen Lähmung waren. 

 Da war die Wuppertaler Literaturbiennale, die das Thema „Wut“ in etwas sehr Konstruktives verwandelt hat. Die Wut wurde aus den Social-Media-Kommentarspalten, aus den Bäuchen und aus der „Schmuddelecke“ geholt, in all ihren Facetten auf den Tisch gebracht und konstruktiv diskutiert. Am Finale der Literaturbiennale mit Wuppertaler Akteuren im Loch kam all diese Wut zusammen – von Frauen, von Menschen mit Migrationsgeschichte, von queeren Menschen, von älteren Schriftstellern und jüngeren Autorinnen –, aber es war kein wütender Tag, sondern ein anregender Tag voll ungeahnter Blicke über den eigenen Tellerrand, oder, um es mit den Worten eines nach elf Stunden Literatur euphorischen Buchhändlers zu sagen: „Diesen Tag werde ich noch lange in Erinnerung behalten.“ 

 Da war die Ausstellung „Jetzt“ mit zahlreichen Begleitveranstaltungen in der Barmer Kunsthalle zum 100-jährigen Jubiläum der Wuppertaler Gedok mit den Beiträgen von Künstlerinnen, Autorinnen und Musikerinnen. Die Gedok setzt sich seit ihrer Gründung 1926 durch Ida Dehmel für die Sichtbarkeit von Künstlerinnen ein. In einer Zeit, in der manche Gruppierungen Frauen lieber wieder ausschließlich am ...]]></description><pubDate>Tue, 26 May 2026 22:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-schichtarbeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1165]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Anfangen - immer wieder]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/anfangen-immer-wieder</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1163/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1163/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 In meiner letzten Kolumne schrieb ich über Hannah Arendt und ihre Definition von Macht, also der Fähigkeit, gemeinsam etwas zu bewegen. Die Philosophin und politische Theoretikerin fasziniert mich. Sie ist der Ansicht, dass jeder Mensch selbst ein Anfang ist und daher die Fähigkeit besitzt, Neues zu beginnen. Das Unerwartete zu tun, den Lauf der Dinge zu unterbrechen, ist für sie der Kern des politischen Handelns. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 In Wuppertal hat sich diese Fähigkeit der Menschen in den letzten Wochen gezeigt. Akteure und Akteurinnen der freien Szene zogen durch die Fraktionen, um für ihre Einrichtungen zu kämpfen. Sie forderten entweder eine Erhöhung der Zuschüsse, um den Fortbestand der Einrichtungen zu garantieren, oder eine Aufnahme in die institutionelle Förderung – insgesamt handelt es sich um einen Mehrbedarf von 415 000 Euro. Öfter hörte ich in dieser Zeit Aussagen der Aussichtslosigkeit und Verzweiflung. Zu oft haben die Kulturschaffenden erlebt, dass an der Kultur gespart wird. Noch zwei Tage vor der Haushaltsabstimmung im Stadtrat standen entrüstend geringe Zahlen – ein Drittel der geforderten Zuschüsse – für die Kultur im Haushaltsplan. Und sogar die Verabschiedung des Haushaltsplans selbst stand in den Sternen. 

 Etwas Neues zu beginnen entzieht sich aller Absehbarkeit und Berechenbarkeit – doch selbst das Unwahrscheinliche hat in jedem Fall noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit und darf erhofft werden, so Arendt. Und so kam es, dass am 7. Mai im Stadtrat ein Haushalt verabschiedet wurde, der 15 Einrichtungen der freien Kulturszene insgesamt 81 Prozent der geforderten Zuschüsse sichert. In einer Stadt mit desolatem Haushalt und in Zeiten, in denen überall gespart wird, ist das nicht selbstverständlich. 

 Dieser Moment verdient es, gefeiert zu werden. Nicht weil alles gut ist. Sondern weil er zeigt, dass Veränderung möglich ist. Kaum nachzuzeichnen ist, wie viele Menschen auf welchen Ebenen ...]]></description><pubDate>Tue, 19 May 2026 23:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/anfangen-immer-wieder</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1163]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Helle Sterne mögen unsere Stadt leiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/helle-sterne-moegen-unsere-stadt-leiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1160/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1160/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Der frühe Tag, frisch angebrochen, wie ein Versprechen“: In meinem Morgengrauen zwitschern die Vögel. Die Grüntöne der Stadtwälder berauschen. In der lebendigen Vielfalt der sprießenden Blütenpracht tummeln sich Insekten. Im verlockenden Mai setzt das dichte Kulturangebot eigene Akzente: Die Wuppertaler Literatur Biennale „Die Wut“ startete im renommierten Club „Open Ground“ mit Literatur und Schreibenden eine aufrüttelnde Wanderung durch ungewöhnliche Orte. Legendär luden derweil am Arrenberg der Restaurant Day oder am Fuße der Nordstadt das Luisenfest zum quirligen Miteinander ein. Performativ zogen auf dem Ölberg zwei Papphäuser „aufgewaldet“ mit Grünzeug und Wachs durch die engen Straßen bis zur Backstubengalerie (siehe oben). Unweit eröffnete in der Galerie Kunstkomplex die Ausstellung „block buster“ des lange in der Kunststation in Vohwinkel, im Pina Bausch Zentrum oder im Museum für Industriekultur mit seiner Kunst präsenten Bildhauers Eckehard Lowisch. Oder auch das Tanzfilmfestival „on move/move on“: Sie und viele mehr machen das noch weitaus üppiger funkelnde Sternenfirmament unserer Kultur- und Naturstadt Wuppertal aus, steigern die Lebensqualität und prägen unser Miteinander. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Zum Miteinander trug auch der unsere Stadt steuernde Rat bei: Der in der letzten Woche errungene Haushalt samt Änderungen für 2026/27 sichert – hoffentlich auch bald abgenickt von der Bezirksregierung in Düsseldorf – über die Zuschusserhöhung die so wichtige Praxis vieler Kulturorte und -schaffenden. Dank so vieler! Zugleich gab es in den ruckeligen Aushandlungsprozessen auch Schwachstellen. Helle Sterne für unsere (politische) Kultur sind mehr denn je gefragt, um unsere Stadt zukunftsfähig zu machen. Dies vermag die (freie) Kulturszene als Motor zu unterstützen. Wir brauchen eine wertschätzende, transparente und offene Kommunikation: Erst spät kamen beispielsweise alle demokratischen Parteien in einen ...]]></description><pubDate>Wed, 13 May 2026 02:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/helle-sterne-moegen-unsere-stadt-leiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1160]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Leben als Baustelle]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-leben-als-baustelle</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1159/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1159/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Wenn ich mich dieser Tage mit dem Fahrrad von Unterbarmen nach Elberfeld durchschlage, auf Umwegen über die B7 um mein Leben bange, hier und da mit mutigen Mitfahrenden Wege diskutiere, bleibt mir als Trost der Gedanke, dass ich all diese Umwege und Gefahren auf mich nehme, um bald schon die neue Fahrradstraße entlang des Wupperufers genießen zu können. Tatsache bleibt: Das Fahrradfahren im Tal bleibt ein riskantes Abenteuer, bei dem ich mich oft frage: So wollen wir also zusammenleben? So soll unser gemeinsamer öffentlicher Stadtraum aussehen, den wir finanzieren und mitgestalten? 

   

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 „Das Leben ist eine Baustelle“, hieß Ende der Neunzigerjahre ein Film von Wolfgang Becker und Tom Tykwer – „ein bemerkenswert anregender Versuch, Alltagswirklichkeit und das Schwinden sozialer Beziehungsmuster im Medium der Komödie zu reflektieren“, so das Lexikon des Internationalen Films. In Wuppertal und in ganz NRW sprießen die Baustellen gerade wie die Natur. Das kann nerven und bringt mich manchmal verspätet ans Ziel, doch Baustellen tragen – wie der Frühling – auch ein Versprechen in sich: Alles wird besser. Irgendwann werden wir unsere schöne Stadt voller Grün und Schatten, sicherer Wege und Orte der Gemeinschaft haben. Nicht umsonst faszinieren uns Baustellen von Kindesbeinen an. 

 Im April hatte die Oberbürgermeisterin gut hundert Menschen aus der Stadtgesellschaft eingeladen, einen Vormittag lang gemeinsam über den sogenannten „Wuppertal-Plan“ zu diskutieren. Auch zwei unserer Kolumnistinnen und ich durften teilhaben an diesem Austausch mit einem Querschnitt aus Wirtschaft, Sozialem, Kultur, Bildung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Unterschiedliche Interessen und Perspektiven wurden schnell deutlich, doch schien uns der Wunsch zu verbinden nach einem sicheren, friedlichen Zusammenleben in einer Stadt, die ihre Potenziale erkennt. Mitarbeitende aus der Verwaltung betreuten Arbeitsgruppen, und es ...]]></description><pubDate>Wed, 06 May 2026 22:06:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-leben-als-baustelle</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1159]]></dc:identifier></item></channel></rss>