﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:26:43 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Aufs Neue sprechen lernen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/aufs-neue-sprechen-lernen-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/aufs-neue-sprechen-lernen-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Aufs Neue sprechen lernen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/aufs-neue-sprechen-lernen</link><description><![CDATA[ „Ich weiß gar nicht, was ich zu allem sagen soll.“ – Ähnliches ist auf unserem klatschbunten Konsumentenjahrmarkt mit seinen Dieselfahrgeschäften, Schnellfeuerschießbuden und Provokationsattraktionen wieder öfter zu hören als noch vor wenigen Jahren. Obwohl uns die Zuckerwatte das Maul verklebt, melden immer mehr Menschen zaghaft ihre Zweifel am ewigen Fortgang der Kirmes an. Was aber genau zu sagen nicht gewusst wird, das trennt sich an der weltanschaulichen Wasserscheide und fließt auf der einen Seite schäumend in egoistischer Starrheit, Hasstendenz und Gewaltsprache hinab und auf der anderen Seite gluckernd mit mitmenschlichen Bedenken hinunter, mit einem Tasten in oft noch viel zu abstrakten Diskursen und zum Bedürfnis nach einer neuen Sprachgewalt. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Während sich die eloquenten WortführerInnen der „Fridays for future“ in den Jahrmarktbuden von Lanz und Anne Will ganz gut behaupten und dennoch bestenfalls mitfühlend für niedlich befunden werden, ist auf den Straßen noch nicht viel zu hören, was über ein Gruppenkuscheln hinausgeht – außer dem Nationalgekreisch hartrechter Quadratschädel und natürlich zum Glück auch dem vielfachen Widerstandsbeweis ihrer Gegner. Einigen Ereignislärm gibt es also. Was fehlt, ist eine breit verankerte intuitive Sprachkraft der Sorge um unsere gemeinsame Zukunft. Nicht elaboriert und qualitätszertifiziert, sondern einfach aus dem Bauch heraus, um noch unbekannte Worte ringend. Es fehlt uns die Stimme des Asphalts, auf dem wir das Recht auf eine mitmenschliche Zukunft in einer sich radikal verändernden Welt reklamieren. 

 Debattiert wird natürlich viel, in geschützten Räumen der Kunst und Kultur, auf Vernissagen, in Seminaren, auf Podien und Kongressen, dort, wo Neugier auf Einigkeit trifft. In der Freizeit und in den gepflegten Freiräumen des selbstständigen Arbeitens vergewissert man sich der guten Absicht. Dort aber, wo es weh tun könnte, wird – jedenfalls scheint es so – ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/aufs-neue-sprechen-lernen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-72]]></dc:identifier></item></channel></rss>